Gallicano (Toskana)

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Gallicano
Wappen
Gallicano (Italien)
Gallicano
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Lucca (LU)
Koordinaten: 44° 4′ N, 10° 26′ OKoordinaten: 44° 4′ 0″ N, 10° 26′ 0″ O
Höhe: 186 m s.l.m.
Fläche: 30 km²
Einwohner: 3.807 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einw./km²
Postleitzahl: 55027
Vorwahl: 0583
ISTAT-Nummer: 046015
Volksbezeichnung: Gallicanesi
Schutzpatron: San Jacopo (25. Juli)
Website: Gemeinde Gallicano
Panorama von Gallicano
Panorama von Gallicano

Gallicano ist eine italienische Gemeinde mit 3807 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Lucca. Der Ort liegt im Serchiotal und gehört zur Garfagnana

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Gallicano in der Provinz Lucca

Die Gemeinde liegt ca. 24 km nördlich der Provinzhauptstadt Lucca und ca. 72 km nordwestlich der Regionalhauptstadt Florenz in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 183 GG[2]. Der Ort liegt in der Landschaft der Garfagnana im Serchiotal. Der Serchio (9 von 106 km im Gemeindegebiet) verläuft im Osten des Gemeindegebietes als Gemeindegrenze. Der Torrente Turrite Cava (3 von 11 km im Gemeindegebiet) dient als südöstliche Gemeindegrenze und fließt hier dem Serchio von rechts zu. Ein weiteres wichtiges Gewässer ist der Torrente Turrite di Gallicano (8 von 14 km im Gemeindegebiet),[3] der ebenfalls ein rechter Zufluss des Serchio ist und durch das Ortszentrum von Gallicano fließt.

Zur Gemeinde gehören auch die Ortsteile (Frazioni) Bolognana (175 m, ca. 280 Einwohner), Cardoso (394 m, ca. 180 Einwohner), Colle Acinaia (150 m, ca. 50 Einwohner), Fiattone-Campo-Perpoli (Exklave, 445 Einwohner), La Barca (193 m, ca. 100 Einwohner), Ponte di Campia (200 m, ca. 85 Einwohner), Trassilico (722 m, ca. 100 Einwohner), Turritecava (135 m, ca. 30 Einwohner) und Verni (500 m, ca. 100 Einwohner). Im Hauptort Gallicano leben ca. 2500 Einwohner.[4]

Die Nachbargemeinden sind Barga, Borgo a Mozzano, Castelnuovo di Garfagnana, Coreglia Antelminelli, Fabbriche di Vergemoli, Fosciandora und Molazzana.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals geschichtlich erwähnt wurde der Ort 771 in einem Dokument des Erzbistum Lucca.[5] Die mittelalterliche Befestigung im Dorf Perpoli und die Burg in Trassilico dienten dem Schutz des Serchio in den Auseinandersetzungen zwischen Lucca, Florenz und Modena. Trassilico war bis nach dem Zweiten Weltkrieg eine selbständige Gemeinden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chiesa di San Jacopo, Kirche im Ortskern.
  • Chiesa di Santa Lucia, Kirche am Rand des Ortskerns nahe dem Fluss Turrite di Gallicano.
  • Chiesa di Santa Maria, Kirche außerhalb des Ortskerns an der Straße nach Molazzana.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leopoldo Nobili (1784–1835), Physiker, der im Ortsteil Trassilico geboren wurde.
  • Antonio Vallisneri (1661–1730), Mediziner, der im Ortsteil Trassilico geboren wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emanuele Repetti: GALLICANO (Galicanum) nella Valle del Serchio. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gallicano (Italy) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 23. Februar 2016 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  3. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Gallicano, abgerufen am 23. Februar 2016 (italienisch)
  4. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Ortsteilen und Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Lucca, abgerufen am 23. Februar 2016 (italienisch)
  5. Emanuele Repetti: GALLICANO (Galicanum) nella Valle del Serchio.