Zum Inhalt springen

Gallipoli (Apulien)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gallipoli
Gallipoli (Italien)
Gallipoli (Italien)
Staat Italien
Region Apulien
Provinz Lecce (LE)
Koordinaten 40° 3′ N, 18° 0′ OKoordinaten: 40° 3′ 21″ N, 17° 59′ 33″ O
Höhe 12 m s.l.m.
Fläche 40 km²
Einwohner 18.931 (31. Dez. 2024)[1]
Postleitzahl 73014
Vorwahl 0833
ISTAT-Nummer 075031
Bezeichnung der Bewohner Gallipolini, Gallipolitani
Schutzpatron San Sebastiano, Sant’Agata (20. Januar)
Website Gallipoli
Brücke zur Altstadt und Festung
Blick zur Neustadt
Stadtstrand

Gallipoli ist eine süditalienische Hafenstadt in Apulien. Gallipoli wird oft als die „Schöne Stadt“ (vom griechischen „Kalis Polis“) bezeichnet.

Die Stadt hat 18.931 Einwohner (Stand 31. Dezember 2024). Sie liegt in der Provinz Lecce in Apulien, am Golf von Tarent. Die Nachbargemeinden sind Alezio, Galatone, Matino, Sannicola und Taviano.

Gallipoli besteht aus der Altstadt (centro storico) und dem Dorf (italienisch: Borgo), der Neustadt. Die Altstadt liegt auf einer Felseninsel und ist durch eine Brücke mit der auf dem Festland gelegenen Neustadt verbunden.

Die Stadt wurde von griechischen Kolonisten als Kallipolis gegründet. Der griechische Name bedeutet übersetzt „Schöne Stadt“. 265 v. Chr. verbündete es sich mit der benachbarten griechischen Kolonie Taras (Tarent) gegen die Römer. Der Widerstand wurde jedoch gebrochen. Die Eroberer erklärten die Stadt zu einem römischen Munizipium und stationierten eine Garnison. Die Römer nannten die Stadt „Gallipoli“. Im 5. Jahrhundert n. Chr. plünderten die Vandalen die Stadt.

Im Mittelalter war die Stadt zunächst normannisch, später staufisch, bevor sie 1266 unter Karl I. an das Haus Anjou fiel, unter dem das Castello errichtet und mehrfach umgebaut wurde. Die anrückenden Venezianer waren 1484 gegen starken Widerstand siegreich, zerstörten die Stadt aber nicht.

Das franzosenfreundliche Gallipoli kämpfte 1809 gegen die englische Flotte.

Gallipoli war bis 1986 Bischofssitz und hat ein Museum.

Es werden Weine (Alezio, Matino) und Olivenöl produziert. Eine wichtige Rolle spielen auch Fischfang und Tourismus.

Gallipoli hat einen Bahnhof, in dem zwei Bahnstrecken enden:

Darüber hinaus befinden sich auf dem Stadtgebiet drei weitere Haltepunkte:

  • Gallipoli Baia Verde (Bahnstrecke Casarano–Gallipoli)
  • Gallipoli Via Salento (Bahnstrecke Casarano–Gallipoli)
  • Gallipoli Via Agrigento (Bahnstrecke Lecce–Gallipoli)

Der frühere Haltepunkt Gallipoli Porto und der Hafenanschluss werden nicht mehr bedient.

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Historisches Zentrum (Altstadt / centro storico): Die Altstadt liegt auf einer Kalksteininsel, die durch eine Brücke aus dem 16. Jahrhundert mit dem Festland verbunden ist. Schmale, mäanderartige Gassen und kleine Plätze prägen das Bild.
  • Basilica Cattedrale di Sant'Agata: Eine Barockkathedrale aus dem 17. Jahrhundert, die für ihre Statuen, Gemälde und Fresken bekannt ist und das Zentrum der Altstadt dominiert.
  • Frantoio Ipogeo di Palazzo Granafei: Eine unterirdische Olivenölmühle, die die Geschichte des Olivenölexports vom 17. bis 19. Jahrhundert in Gallipoli dokumentiert.[2]
  • Griechischer Brunnen (Fontana Greca): Einer der ältesten Brunnen Italiens, der sich am Eingang zur Altstadt befindet.[3]
  • Castello di Gallipoli (13.–17. Jahrhundert, auch bekannt als Aragonesisches Kastell), ist eine Küstenfestung erbaut unter der Herrschaft von Aragon auf der Mole im äußersten Osten der Insel, vollständig vom Meer umgeben.[4]

Bevölkerungsentwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gallipoli unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Gallipoli (Italy) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Gallipoli – Reiseführer

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).
  2. Alessandro: Frantoio Oleario Ipogeo di Palazzo Granafei. In: gallipolinelsalento.it. 27. November 2025, abgerufen am 27. November 2025 (italienisch).
  3. L’Antica Fontana abbandonata di Gallipoli. In: gallipolinelsalento.it. 27. November 2025, abgerufen am 27. November 2025 (italienisch).
  4. Castello von Gallipoli. In: burgenwelt.org. 27. Januar 2017, abgerufen am 27. November 2025.
  5. Bethlehem Twinning cities (englisch)