Gallipoli (Apulien)

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Gallipoli
Wappen
Gallipoli (Italien)
Gallipoli
Staat Italien
Region Apulien
Provinz Lecce (LE)
Koordinaten 40° 3′ N, 18° 0′ OKoordinaten: 40° 3′ 21″ N, 17° 59′ 33″ O
Höhe 12 m s.l.m.
Fläche 40 km²
Einwohner 20.724 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte 518 Einw./km²
Angrenzende Gemeinden Alezio, Galatone, Matino, Sannicola, Taviano
Postleitzahl 73014
Vorwahl 0833
ISTAT-Nummer 075031
Volksbezeichnung Gallipolini, Gallipolitani
Schutzpatron San Sebastiano, Sant’Agata (20. Januar)
Website Gallipoli
Gallipoli Città Vecchia.jpg
Brücke zur Altstadt und Festung
Blick zur Neustadt
Stadtstrand

Gallipoli ist eine süditalienische Hafenstadt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt hat 20.724 Einwohner (Stand 31. Dezember 2015). Sie liegt in Apulien, in der Provinz Lecce, am Golf von Tarent.

Gallipoli besteht aus der Altstadt (centro storico) und dem Dorf (italienisch: Borgo), der Neustadt. Die Altstadt liegt auf einer Felseninsel und ist durch eine Brücke mit der auf dem Festland gelegenen Neustadt verbunden.

Die Nachbargemeinden sind Alezio, Galatone, Matino, Sannicola und Taviano.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wurde von griechischen Kolonisten als Kallipolis gegründet. Der griechische Name bedeutet übersetzt „Schöne Stadt“. 265 v. Chr. verbündete es sich mit der benachbarten griechischen Kolonie Taras (Tarento) gegen die Römer. Der Widerstand wurde jedoch gebrochen. Die Eroberer erklärten die Stadt zu einem römischen Munizipium und stationierten eine Garnison. Die Römer nannten die Stadt „Gallipoli“. Im 5. Jahrhundert n. Chr. plünderten sie die Vandalen.

Im Mittelalter war die Stadt zunächst normannisch, später staufisch, bevor sie 1266 unter Karl I. an das Haus Anjou fiel, unter dem das Castello errichtet und mehrfach umgebaut wurde. Die anrückenden Venezianer waren 1484 gegen starken Widerstand siegreich, zerstörten die Stadt aber nicht.

Das franzosenfreundliche Gallipoli kämpfte 1809 gegen die englische Flotte.

Gallipoli war bis 1986 Bischofssitz und hat ein Museum.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden Weine (Alezio, Matino) und Olivenöl produziert. Eine wichtige Rolle spielen auch Fischfang und Tourismus.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gallipoli hat einen Bahnhof, in dem zwei Bahnstrecken enden:

Darüber hinaus befinden sich auf dem Stadtgebiet drei weitere Haltepunkte:

  • Gallipoli Baia Verde (Bahnstrecke Casarano–Gallipoli)
  • Gallipoli Via Salento (Bahnstrecke Casarano–Gallipoli)
  • Gallipoli Via Agrigento (Bahnstrecke Lecce–Gallipoli)

Der frühere Haltepunkt Gallipoli Porto und der Hafenanschluss werden nicht mehr bedient.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kathedrale (1629–1696)
  • Kastell (13.–17. Jahrhundert)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gallipoli (Italy) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.