Gallium(III)-iodid

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Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Gallium(III)-iodid
Andere Namen

Galliumtriiodid

Verhältnisformel GaI3
CAS-Nummer 13450-91-4
PubChem 83478
Kurzbeschreibung

hellgelber Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 450,44 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

4,15 g·cm−3 (25 °C)[2]

Schmelzpunkt

212 °C[1]

Siedepunkt

346 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
05 – Ätzend 07 – Achtung 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314​‐​317​‐​361
P: 280​‐​305+351+338​‐​310 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Ätzend
Ätzend
(C)
R- und S-Sätze R: 63​‐​34​‐​42/43
S: 22​‐​26​‐​27​‐​36/37/39​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Gallium(III)-iodid ist eine anorganische chemische Verbindung des Galliums aus der Gruppe der Iodide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Gallium(III)-iodid kann durch Reaktion von Gallium mit Iod gewonnen werden.[1]

\mathrm{2 \ Ga + 3 \ I_2 \longrightarrow 2 \ GaI_3}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Gallium(III)-iodid ist ein hellgelber, an der Luft rauchender, hygroskopischer und kristalliner Feststoff. Seine Schmelze ist orangebraun. Im Gaszustand erfolgt eine weitgehende Dissoziation zu Monomeren.[1] Im festen Zustand liegt sie als Dimer Ga2I6 vor.[4] Die Verbindung kristallisiert monoklin, Raumgruppe P21/c (a = 9,584 Å, b = 6,084 Å, c = 11,839 Å, β = 107,78°[5]). Eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Cmcm ist ebenfalls bekannt.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 854.
  2. a b c d e Datenblatt Gallium(III) iodide, anhydrous, powder, 99.999% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 24. Februar 2014 (PDF).
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4.  A.J. Downs: Chemistry of Aluminium, Gallium, Indium, and Thallium. Springer, 1993, ISBN 075140103-X, S. 132 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. S.I. Troyanov, T. Krahl, E. Kemnitz: Crystal structures of GaX3 (X=Cl, Br, I) and AlI3. In: Zeitschrift für Kristallographie, 2004, 219, S. 88–92 doi:10.1524/zkri.219.2.88.26320
  6.  Jean d'. Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 364258842-5, S. 462 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).