Galmeiveilchen

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Gelbes Galmei-Veilchen am Schlangenberg, Stolberg-Breinig, Städteregion Aachen

Es gibt in der Gattung der Veilchen (Viola) zwei Galmei-Veilchen: das Gelbe Galmei-Veilchen (Viola calaminaria) und das Violette Galmei-Stiefmütterchen (Viola guestphalica).

Der Name „Galmei-Veilchen“ stammt von dem bergmännischen Ausdruck Galmei für spezielle Zinkerze, Rohstoffe der Messingherstellung, die außerdem noch Blei und Manganverbindungen enthalten und sehr oberflächennah liegen. Die Orte, an denen diese zu finden sind, sind entsprechend von Natur aus stark schwermetallbelastet; für die meisten Pflanzenarten sind diese Plätze daher giftig. Einige wenige Spezialisten jedoch, so auch die eigentlich konkurrenzschwachen Galmei-Veilchen, besitzen Schwermetallen gegenüber eine sehr hohe Toleranz und können so diese ökologischen Nischen unbedrängt besetzen. Galmei-Veilchen sind äußerst seltene Arten.

Viola calaminaria ist die Charakterart des Galmeirasens Violetum calaminariae. Viola guestphalica ist die Charakterart des Violetum guestphalicae.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Art der Galmeiveilchen entstand ursprünglich in Ostwestfalen, da gewisse Veilchen-Teilpopulationen gegenüber anderen Teilpopulationen einen ökologischen Vorteil besaßen. Diese Teilpopulation war besonders tolerant im Bezug auf schwermetallbelastete Böden, sodass sich diese Teilpopulation auf ostwestfälischen Bergbauhalden zu einer eigenen Art formte.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gelbes Galmei-Veilchen (Viola calaminaria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Violettes Galmei-Stiefmütterchen (Viola guestphalica) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien