Gamba Osaka

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Gamba Osaka
Gamba Osaka.svg
Basisdaten
Name Gamba Osaka
Sitz Suita, Japan
Gründung 1991
Farben blau - schwarz
Präsident JapanJapan Teruhisa Noro
Website www.gamba-osaka.net
1. Mannschaft
Trainer JapanJapan Kenta Hasegawa
Stadion Suita City Football Stadium
Plätze 39.694
Liga J1 League
2016 4. Platz
Heim
Auswärts

Gamba Osaka (jap. ガンバ大阪, Gamba Ōsaka) ist ein japanischer Fußballverein und Gründungsmitglied der dortigen Profiliga J. League. Das Team aus Suita, einer Stadt in der Präfektur Osaka, das 1980 in der Präfektur Nara als Werksmannschaft des Elektronikkonzerns Matsushita (besser bekannt unter dem Markennamen Panasonic) gegründet wurde, konnte seine Leistungen seit der Umfirmierung in Gamba stetig steigern und 2005 am letzten Spieltag die Meisterschaft gewinnen. Der „Verein“ ist heute eine 1991 gegründete Aktiengesellschaft, die K.K. Gamba Ōsaka (engl. Gamba Ōsaka Co., Ltd.), die mehrheitlich Panasonic gehört; weitere Aktionäre sind Kansai Denryoku, Ōsaka Gas und JR Nishi-Nihon.[1]

Für den Vereinsnamen Gamba gibt es zwei Erklärungen, die wahrscheinlich beide zutreffen (bei der Gründung der J. League war es üblich, ehemaligen Werksteams neue, europäisierte Kunstnamen zu verleihen): einerseits bedeutet gamba auf italienisch so viel wie Bein, andererseits ist gambaru das japanische Verb für "entschlossen kämpfen" und der Imperativ gambare ein beliebter Anfeuerungsruf in Japan. Passend zum italienisch-japanischen Namen wurden Vereinsfarben und -Trikot blau-schwarz gewählt, was einerseits die Firmenfarben von Panasonic widerspiegelt und andererseits an den in Japan sehr bekannten Club Inter Mailand erinnert (diese Art der Anlehnung ist in Japan nicht unüblich: für die Urawa Red Diamonds hat beispielsweise Manchester United Pate gestanden).

Gamba trug seine Heimspiele bis 2015 im Osaka Expo ’70 Stadion aus, welches anlässlich der Expo ’70 in m Stadtteil Senri-Bampakukōen (千里万博公園, „Senri-Expo-Park“) von Suita errichtet wurde, aber nur von relativ wenigen Anhängern besucht wird. Der Grund liegt darin, dass Fußball in der Region um Osaka keine große Rolle spielt, ganz im Gegensatz zum Großraum Tokio, wo die Rivalität vieler hochklassiger Mannschaften eine echte Fußballkultur entstehen ließ. In Osaka buhlen lediglich Gamba und der (wenig erfolgreichere) Lokalrivale Cerezo um die Gunst der Fans. Am 14. Februar 2016 wurde die neue Spielstätte eröffnet. Das Suita City Football Stadium mit 39.694 Plätzen wurde fast komplett durch Spenden finanziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gamba war von Anfang an eine der schwächsten Mannschaften der Liga und stand nicht selten am unteren Ende der Tabelle, wobei sie nie aus der ersten Division abgestiegen sind. Das änderte sich erst 1997, als mit dem Kameruner Patrick M’Boma (33 Tore in 40 Spielen) einen echten internationalen Star verpflichten konnten, der Gamba auch beinahe ins Meisterschaftsfinale geführt hätte (in der Rückrunde 1997 stand der Verein vier Spieltage vor Schluss an der Spitze der Tabelle, beendete die Saison aber nur als Vierter). Seitdem geht es sportlich mit Gamba bergauf, doch ein Finale um Meisterschaft oder Pokal (abgesehen vom Pokalsieg 1990, damals noch unter dem Namen Matsushita Denki Sangyō Soccer-bu (松下電器産業サッカー部), kurz Matsushita; englisch Matsushita F.C.) konnten sie bis zum Jahr 2005 nicht erreichen, als die Mannschaft in einem der spannendsten Finals der Fußballgeschichte (am letzten Spieltag hatten noch fünf Mannschaften eine Chance auf den Titel, und die Tabellenführung wechselte innerhalb der letzten 90 Minuten vier Mal) dem Lokalrivalen Cerezo noch in der Nachspielzeit den Titel entreißen und zum ersten Mal japanischer Meister werden konnten.

In den folgenden Jahren etablierte sich Gamba in der Spitzenregion der Tabelle und landete, mit einer Ausnahme (2008: 8. Platz), stets auf dem zweiten oder dritten Platz. In der Saison 2012 kam es zum Totalabsturz, welcher im erstmaligen Abstieg in die 2.Liga seinen Höhepunkt erreichte. Die Zeit der Zweitklassigkeit beschränkte sich auf eine Saison, da Gamba als unangefochtener Tabellenführer den Wiederaufstieg schaffte. Im Jahr nach der Rückkehr verlief der Start wenig erfolgreich mit einem Sieg und dem Abstiegsplatz 16 nach 6 Spieltagen. Im weiteren Verlauf der Saison kletterte Gamba bis auf den 2. Platz und übernahm am vorletzten Spieltag sogar den ersten Platz von Urawa Red Diamonds. Am Saisonende stand die zweite Meisterschaft der Vereinsgeschichte durch ein 0:0 bei Tokushima Vortis fest, da der Verfolger Urawa Red Diamonds mit 1:2 gegen Nagoya Grampus verlor.

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 17. März 2017[2]; sowohl die J1- als auch die J3-Mannschaft nutzen den gleichen Kader.[3]

Nr. Position Name
1 JapanJapan TW Masaaki Higashiguchi
2 JapanJapan AB Genta Miura
3 BrasilienBrasilien AB Fabio
4 JapanJapan AB Hiroki Fujiharu
5 JapanJapan AB Daiki Niwa
6 JapanJapan AB Jungya Kim
7 JapanJapan MF Yasuhito Endō (Kapitän)
8 JapanJapan MF Yōsuke Ideguchi
9 BrasilienBrasilien ST Ademilson
10 JapanJapan MF Shū Kurata
13 JapanJapan ST Hiroto Goya
14 JapanJapan AB Kōki Yonekura
15 JapanJapan MF Yasuyuki Konno
16 JapanJapan TW Ken Tajiri
18 JapanJapan TW Yōsuke Fujigaya
19 JapanJapan TW Ryōta Suzuki
20 JapanJapan ST Shun Nagasawa
22 Korea SudSüdkorea AB Jae-suk Oh
23 JapanJapan MF Shōgo Nakahara
24 JapanJapan MF Haruya Ide
25 JapanJapan MF Jungo Fujimoto
26 JapanJapan MF Naoya Senoo
27 JapanJapan MF Yūto Mori
28 JapanJapan MF Shōta Yomesaka
29 JapanJapan ST Hiromo Kori
Nr. Position Name
30 JapanJapan ST Sō Hirao
31 JapanJapan TW Mizuki Hayashi
32 Korea SudSüdkorea AB Hiroki Noda
33 JapanJapan ST Kazunari Ichimi
34 JapanJapan MF Takahiro Kō
35 JapanJapan AB Ryō Hatsuse
36 JapanJapan MF Mizuki Ichimaru
37 JapanJapan ST Akito Takagi
38 JapanJapan MF Ritsu Dōan
39 JapanJapan MF Jin Izumisawa
40 JapanJapan ST Ryōtarō Meshino
41 JapanJapan TW Kōsei Tani
42 Korea SudSüdkorea AB Soo-yong Bae
43 JapanJapan MF Katsuki Umezu
44 JapanJapan MF Reo Takae
45 JapanJapan AB Hirohide Adachi
46 JapanJapan AB Kanta Usui
47 JapanJapan AB Hiroki Ōkui
48 JapanJapan AB Yūsuke Kishida
49 JapanJapan MF Ren Shibamoto
50 JapanJapan ST Haruto Shirai
51 JapanJapan AB Taiga Nakajima
52 JapanJapan MF Ryō Yamashita
53 JapanJapan ST Shūhei Akasaki (ausgeliehen von Kashima Antlers)
54 JapanJapan ST Kentarō Wada

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das neue Suita City Football Stadium im Oktober 2015
Das Osaka Expo ’70 Stadion war bis 2015 das Heimstadion von Gamba Osaka
2005, 2014
2007, 2014
1990, 2008, 2009, 2014, 2015
2007, 2015
1992
2008

Saison-Platzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platzierungen
Jahr Liga Platz Spiele S U N Tore Punkte
2015 J1 - 1st 4 17 9 5 3 24:13 32
J1 - 2nd 3 17 9 4 4 32:24 31
2014 J1 1 34 19 6 9 59:31 63
2013 J2 1 42 25 12 5 99:46 87
2012 J1 17 34 9 11 14 67:65 38
2011 J1 3 34 21 7 6 78:51 70
2010 J1 2 34 18 8 8 65:44 62
2009 J1 3 34 18 6 10 62:44 60
2008 J1 8 34 14 8 12 46:49 50
2007 J1 3 34 19 10 5 71:37 67
2006 J1 3 34 20 6 8 80:48 66
2005 J1 1 34 18 6 10 82:58 60
2004 J1 - 1st 4 15 7 3 5 31:23 24
J1 - 2nd 3 15 8 3 4 38:25 27
2003 J1 - 1st 12 15 4 4 7 26:29 16
J1 - 2nd 7 15 6 5 4 24:17 23
2002 J1 - 1st 4 15 9 1 5 35:19 27
J1 - 2nd 2 15 10 0 5 24:13 27

Trainerchronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer Nationalität Jahr
Kunishige Kamamoto JapanJapan Japan 1992–1994
Sigfried Held DeutschlandDeutschland Deutschland 1995
Josip Kuže KroatienKroatien Kroatien 1996–1997
Friedrich Koncilia OsterreichÖsterreich Österreich 1997–1998
Frédéric Antonetti FrankreichFrankreich Frankreich 1998–1999
Hiroshi Hayano JapanJapan Japan 1999–2001
Kazuhiko Takemoto JapanJapan Japan 2001
Akira Nishino JapanJapan Japan 2002–2011
José Carlos Serrão BrasilienBrasilien Brasilien 2012
Masanobu Matsunami JapanJapan Japan 2012
Kenta Hasegawa JapanJapan Japan 2013–

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gamba Osaka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. クラブ概要
  2. Kader der Saison 2017 Gamba Osaka. In: data.j-league.or.jp. J. League, abgerufen am 11. März 2017.
  3. Kader der Saison 2017 Gamba Osaka U-23. In: data.j-league.or.jp. J. League, abgerufen am 17. März 2017.