GamePro

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GamePro
Logo der GamePro
Beschreibung Videospiele-Zeitschrift
Verlag Webedia
Erstausgabe 10_2002 
(1. September 2002)
Erscheinungsweise monatlich
Chefredakteur Heiko Klinge
Weblink www.gamepro.de
ISSN 1610-6571

Die GamePro (auch GP oder G+) ist eine monatlich erscheinende, deutschsprachige Videospiele-Zeitschrift des französischen Verlags Webedia. Es ist eine auf Spielkonsolen spezialisierte Publikation und das Schwestermagazin der PC-Spielezeitschrift GameStar, aus deren Redaktion sie hervorging. Das ursprünglich vom Verlag IDG herausgegebene Magazin trägt den gleichen Namen wie eine ebenfalls von IDG in den USA zwischen 1989 und 2011 verlegte Spielezeitschrift, die jedoch redaktionell eigenständig war und zusätzlich auch PC-Spiele abdeckte. GamePro erscheint monatlich, normalerweise am ersten Mittwoch des Vormonats und hat pro Ausgabe etwa 110 Seiten, abhängig vor allem von der Anzahl aktuell erschienener Spiele. Sitz der Redaktion ist München.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der ursprünglichen Gamepro des MVL Verlages von 1994/1995

Das erste deutschsprachige Magazin mit dem Namen Gamepro erschien 9/1994.[1] Das in Lizenz beim MVL Verlag als Gamepro (bzw. GAMEPRO auf dem Cover geschrieben) erschienene Magazin war als Multiplattform-Ergänzung zu ihren Schwesterformaten Gamers und Total! gedacht, die jeweils nur über Sega bzw. Nintendo berichteten. Gamepro behandelte neben Konsolenspielen auch im geringen Umfang Spiele für PCs. Die Redaktion bestand aus in der Branche teilweise bereits sehr bekannten Gesichtern wie Julian Eggebrecht, Hans-Joachim Amann, Klaus-Dieter Hartwig und dem ehemaligen Sega-Europameister Reza Abdolali. Die Zeitschrift wurde allerdings nach nur 14 Ausgaben mit der Ausgabe 11/1995 eingestellt, als der Verlag Konkurs anmeldete.

Die zweite deutsche Variante der GamePro, diesmal im Eigenverlag durch IDG produziert, startete als ein Sonderheft des Schwestermagazins GameStar. Die Erstausgabe 10_2002[2] als eigenständige Zeitschrift erschien nach nur zehnwöchiger Entwicklungszeit am 1. September 2002 mit Gunnar Lott als Chefredakteur.[3] Seit dieser Ausgabe ist dem Heft eine DVD beigelegt.

In den Ausgaben 01/2007 und 06/2010 wurde das Heft überarbeitet, beispielsweise wurden das Layout und das Wertungssystem geändert. Die derzeitige Redaktion besteht aus Chefredakteur Heiko Klinge und den Redakteuren Kai Schmitt, Tobias Veltin, Thomas Wittulski und Sebastian Stange. Diese sowie weitere Redakteure wurden bis Ausgabe 06/2011 speziell als Comicfiguren dargestellt. Die Comicfiguren waren mit den Layout-Änderungen in Ausgabe 06/2010 erstmals abgeändert worden.

Eine Sonderausgabe der GamePro erschien mit Ausgabe 12/2011. Diese hatte ein komplett goldenes Cover zur Titelstory und Test von Skyward Sword. Der Schriftzug „GamePro“ war dabei ebenfalls golden auf dem (üblichen) blauen Hintergrund. Im Gegensatz zu anderen Magazinen dieses Genres, bei denen Sonderausgaben häufiger vorkommen, war dies die erste und bisher einzige Sonderdesignänderung des Covers seit Bestehen des Heftes.

Am 29. April 2015 wurde die IDG Entertainment Media GmbH von der Muttergesellschaft IDG an das französische Unternehmen Webedia verkauft. Grund sei eine komplette Neuausrichtung Seitens der Muttergesellschaft IDG, die sich nunmehr auf den IT-Bereich spezialisieren möchte und somit ihre Gaming-Bereiche weltweit verkaufen werden.[4]

Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Inhalte sind:

  • News (Neuigkeiten aus der Videospielszene)
  • Titelstory (dem Titelspiel der Ausgabe wird besondere Aufmerksamkeit gespendet in Form eines längeren Artikels und weiteren Zusatzbeiträgen)
  • Vorschau (Berichte über gespielte Spiele, die sich noch in Entwicklung befinden)
  • Tests (Berichte über Spiele, die bald veröffentlicht werden oder schon veröffentlicht wurden)
  • Magazin (Retro Hall of Fame Spiele, Leserbriefe und anderes)
  • Technik und Zubehör (Hardware wie Gamepads wird getestet)
  • Service (Spiele-Charts, Spieleempfehlungen für alle aktuellen Konsolen, Erscheinungstermine der Spiele und anderes)

Ausgabearten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erhältliche Formate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • GamePro DVD (ohne Altersbeschränkung)
    • Auf der DVD befinden sich ein Newsvideo mit Neuigkeiten aus der Videospielszene sowie Testvideos und Vorschauberichte zu ausgewählten im Heft vorgestellten Spielen. Daneben sind Trailer und Sonderbeiträge enthalten. Seit der Ausgabe 06/2008 liegt dem Heft eine doppelseitige DVD bei, auf deren einer Seite sich alle Videos in Standard PAL-Auflösung und auf der anderen Seite sich einige dieser Videos in höherer Auflösung befinden.
  • GamePro DVD ab 18 (DVD enthält auch Trailer und Videos oder ungeschnittene Videoversionen mit einer Altersbeschränkung „Ab 18 Jahren“; nur im Abonnement, beziehungsweise in Österreich und der Schweiz am Kiosk erhältlich)

Nicht mehr existierende Formate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • GamePro ohne DVD (ohne Altersbeschränkung, in roter statt blauer Hülle)

Wertungssystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Beginn an wertete die GamePro mit dem in Deutschland bei Video- und Computerspielzeitschriften etablierten Prozentsystem.

Für die Spieletests wurde seit Beginn ein einfaches Bewertungssystem verwendet. Für die Bereiche

  • Grafik
  • Sound
  • Bedienung
  • Multiplayer
  • Atmosphäre

wurde jeweils eine Wertung in Form von 0 bis 100 Punkten vergeben. Eine Gesamtwertung, in der GamePro als Spielspaß benannt, wurde unabhängig von den Einzelwertungen vergeben.

In der Ausgabe 01/2007 wurde ein neues Wertungssystem eingeführt. Für die Bereiche

  • Grafik
  • Sound
  • Gamedesign
  • Bedienung
  • Story/Spielwelt
  • Umfang

wurden dann eine Wertung von 0 bis 10 Punkten vergeben. Vier Redakteure bewerteten das Spiel ebenfalls von 0 bis 10 Punkten. Aus allen Einzelwertungen errechnete sich die Gesamtwertung, die in Prozent angegeben wurde. Die Multiplayerbewertung hingegen wurde aus dem Gesamtbewertungskasten entfernt und in einen eigenen Wertungskasten, der nicht direkt in die Gesamtwertung mit einfloss, verlegt.

Mit der Ausgabe 06/2010 wurde erneut ein anderes Wertungssystem eingeführt. Man kehrte von der Gesamtbewertung wieder zu der ursprünglichen Wertungsmethode, in der die Redakteure die Gesamtpunktzahl vergaben, zurück. Für Grafik, Sound und Multiplayer wird zwar weiterhin eine Wertung zwischen 0 und 10 Punkten vergeben (alle anderen Bereiche wurden weggelassen), aber diese sind für die Gesamtwertung irrelevant.

Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Awards werden seit Einführung der GamePro bei Erreichen einer bestimmten Gesamtwertung an Spiele verliehen. Ab einer Gesamtwertung von 85 Prozent erhält das Spiel einen GamePro Gold-Award. Spiele mit einer Wertung ab 90 Prozent einen Platin-Award.

Höchstwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die höchste Wertung in der 15-jährigen Geschichte des Heftes konnte das Spiel Grand Theft Auto V (2013) für Xbox 360 und PlayStation 3 mit 97 % erreichen.

Weiters erhielten die Titel The Legend of Zelda: Twilight Princess für GameCube (2006) und Wii (2007), God of War II für Playstation 2 (2007) sowie GTA IV (2008), Red Dead Redemption (2010) und Batman: Arkham City (2011) für Xbox 360 und PlayStation 3 je 95 %. Dahinter folgt die GameCube-Fassung von Resident Evil 4 (2005), Super Mario Galaxy (2007) und Super Mario Galaxy 2 (2010) für Wii, sowie Uncharted 3 (2011) und Killzone 3 für PlayStation 3 mit je 94 %.

Jedes Jahr wird darüber hinaus von den Lesern der GamePro über das beste Spiel des vergangenen Jahres abgestimmt. Die Spiele werden dann mit der höchsten Auszeichnung „(Konsolen-)Spiel des Jahres“ ausgezeichnet. Neben der höchsten Auszeichnung existieren noch weitere Auszeichnungen, die sich aber jährlich leicht ändern. Seit 2007 heißen die Auszeichnungen GameStars. Im Jahr 2011 fand dementsprechend auch erstmals eine geschlossene Veranstaltung statt für die Preisverleihung Spiele des Jahres 2010 gemeinsam mit dem Schwestermagazin GameStar.

Nachfolgend aufgelistet sind die Spiele des Jahres:

Auflagenstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im vierten Quartal 2014 lag die durchschnittliche monatlich verbreitete Auflage nach IVW bei 17.076 Exemplaren. Dies sind 13,05 Prozent (2.563) weniger Hefte als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Abonnentenzahl nahm innerhalb eines Jahres um 4,72 Prozent auf jetzt 6.903 Abonnenten zu. Damit bezogen 40,42 Prozent der Leser die Zeitschrift im Abonnement.

Im 4. Quartal 2016 nahm der Verlag die Zeitschrift aus der IVW-Zählung raus.[5]

Anzahl der monatlich verbreiteten Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anzahl der monatlich verkauften Abonnements[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Online[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gamepro.de bietet aktuelle Neuigkeiten aus dem Bereich Videospiele an, sowie viele Tests zu Spielen, die auch im Heft erscheinen. Ebenso ein Forum und die GamePro-Beiträge aus Twitter. Außerdem ist eine umfassende Spieledatenbank inklusive aller Online veröffentlichten Testartikel, Videos und Vorschauberichten enthalten. In unregelmäßigen Abständen gibt es auch spezielle Beiträge wie Umfragen, Gewinnspiele, Interviews und Kolumnen.

Am 7. November 2011 wurde die Website komplett verändert. Das Design und der Aufbau von gamepro.de und gamestar.de wurden dabei angepasst um eine stärkere Verbindung untereinander zu schaffen.[6]

GamePro in anderen Ländern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurzeit erscheinen in Spanien und Frankreich gleichnamige Schwestermagazine der deutschen GamePro.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gamepro (1994) - Covergalerie 1994 bis 1995 auf kultboy.com
  2. GamePro (2002) - Covergalerie 2002 bis 2005 auf kultboy.com
  3. GamePro, Ausgabe 10/2012, Seite 20
  4. GameStar und GamePro erhalten neuen Eigentümer - IDG AG verkauft Entertainment-Töchter an Webedia Abgerufen am 29. April 2015.
  5. meedia.de: Eine Branche kapituliert: Fast alle Games-Magazine steigen nach den Auflagen-Verlusten aus der IVW aus, abgerufen am 10. Februar 2017
  6. Die neue GamePro.de - Verbessertes Design und erweiterter Funktionsumfang. IDG GmbH; abgerufen am 11. Dezember 2011.