Gamigo

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Gamigo AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2000
Sitz Hamburg, Deutschland

Leitung

  • Remco Westermann (CEO)
  • Andreas Planer (COO)[1]
Mitarbeiter 97 (Jahresdurchschnitt 2013)[2]
Umsatz 13,54 Mio. Euro (2013)[2]
Branche Browserspiele- und MMOG-Publisher sowie -Distributer[1]
Website de.gamigo.com

Die Gamigo AG (Eigenschreibweise: gamigo) ist ein deutscher Anbieter für Browserspiele und Massively Multiplayer Online Games. Zuvor betrieb das Unternehmen unter der Domain gamigo.de ein Onlinemagazin für Computerspiele.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 wurde Gamigo von den Brüdern Holger, Ralf und Rolf Klöppel sowie Lars Koschin in Rheine als Onlinemagazin für PC- und Konsolenspiele gegründet und bereits kurze Zeit später von den Finanzinvestoren BMP und AS Ventures finanziert.[3] Neben dem Aufbau eines der damals größten deutschsprachigen Online Spielemagazine konzentrierte sich das Unternehmen auch auf die Vermietung von Gameservern für verschiedene 3D-Shooter, wie Counterstrike. Im Bereich der Gameserver-Vermietung unter der Eigenmarke Gamigostrike war Gamigo als einer der ersten Anbieter maßgeblich an der Entwicklung des Marktes beteiligt und zeitweise Marktführer in Deutschland. Im Mai 2001 kaufte Gamigo von dem heutigen E-Mail Sicherheits-Service Vircom die Lizenzrechte am Spiel Die 4. Offenbarung und veröffentlichte das erste in deutscher Sprache lokalisierte Onlinerollenspiel. Es folgten weitere Spiele, die in deutscher Sprache angeboten wurden: Anarchy Online (Mai 2002), Tactical Commanders (Juni 2003) und Puzzle Piraten (Mai 2004).[1]

Im Jahr 2003 verstarb der Gründer Holger Klöppel. Ralf Klöppel verließ das Unternehmen 2005, Rolf Klöppel und Lars Koschin im Jahr 2007.

2008 wurden die Spiele Last Chaos und Fiesta Online veröffentlicht. Gamigo expandierte ins europäische Ausland und startete jeweils die französische und spanische Version von Shot Online und Last Chaos. Im selben Jahr erwarb die Axel Springer AG alle Anteile der BMP AG an Gamigo.[4] 2009 wurde Gamigo ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Axel Springer AG. Last Chaos wurde auch auf polnisch spielbar und erreichte als erstes Spiel des Publishers über eine Million registrierte Spieler in Europa.[5]

2010 veröffentlichte Gamigo mit Cultures Online das erste selbst produzierte Spiel, das vom deutschen Entwicklerteam Funatics entwickelt wurde. Ende 2010 erwarb das Unternehmen zudem Anteile am deutschen Entwicklerstudio Reakktor Media.[6] Gemeinsam wurde das Online-Actionspiel Black Prophecy entwickelt und betrieben. 2011 erwarb Gamigo 20,1 % der Anteile am koreanischen Entwicklerstudio von Fiesta Online, OnsOn Soft.[7]

Im Oktober 2012 veräußerte die Axel Springer AG alle Anteile der Gamigo AG an den strategischen Investor Samarion.[8] Am 28. Juni 2013 gab Gamigo bekannt, dass ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Gamigo Advertising GmbH die Onlinecommunity gulli.com gekauft hat.[9][10]

Am 7. Dezember 2013 hat die Gamigo AG die nordamerikanische Lizenz für das Portfolio-Produkt Last Chaos von Aeria Games erworben.[11]

Geschäftsmodell[Bearbeiten]

Anfangs bot Gamigo Onlinerollenspiele mit monatlichem Abonnement an. Im Laufe der Jahre zeigte sich jedoch, dass nur sehr große Produktionen mit entsprechender Marketing- und PR-Unterstützung ausreichende Abonnentenzahlen erreichen konnten, um langfristig bestehen zu können. Schon früh erkannte die Geschäftsführung das Potential von sogenannten Free-to-play-Spielen aus Asien, die kostenlos und ohne monatliche Gebühren zum Herunterladen angeboten werden. Stattdessen können virtuelle Gegenstände gegen reales Geld erworben werden, die den Komfort im Spiel erhöhen oder eine Zeitersparnis einbringen. Sehr populär sind beispielsweise "Booster", die einen Bonus auf Erfahrungspunkte oder die Währung im Spiel gewähren. Auch Reittiere, besondere Kleidungsstücke oder Haustiere sind bei Spielern beliebt.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Spiele[Bearbeiten]

Browserbasierte Spiele:

  • Cultures Online
  • Jagged Alliance Online
  • Pirate Galaxy
  • Taern - Blut. Tod. Vergeltung.
  • UFO Online (in Entwicklung)

Clientbasierte Spiele:

  • Champions of Regnum
  • Fiesta Online
  • Golfstar
  • King of Kings 3
  • Last Chaos
  • Loong: Power of the Dragon
  • Soul Master (in Entwicklung)

eingestellte bzw. nicht veröffentlichte Spiele:

  • Anarchy Online
  • Black Prophecy
  • Bloody Bite*
  • Die 4. Offenbarung**
  • Dreamlords
  • Dungeon Empires
  • Elements of War Online*
  • Goal United**
  • Grimlands*
  • Heroes in the Sky**
  • Level R
  • Magic Campus
  • Martial Empires
  • Mytheon*
  • Navy Field
  • NeoSteam
  • Nexus Conflict
  • Patrizier Online*
  • Puzzle Piraten
  • Shot Online**
  • Slapshot Underground
  • Smash Online
  • Tactical Commanders
  • The Witcher: Versus
  • War of Angels*

* Spiel wurde angekündigt, wurde jedoch nie veröffentlicht beziehungsweise hat die Betaphase nie verlassen.
** Die Lizenz des Spiels wurde nicht verlängert, seitdem wird es von einem anderen Unternehmen betrieben.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Unternehmen – Vorstand – Historie. Website der Gamigo AG, abgerufen am 4. November 2015.
  2. a b Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013. Gamigo AG, abgerufen im Unternehmensregister am 4. August 2015.
  3. AS Venture und BMP beteiligen sich an Gamigo. Horizont.net, 21. Dezember 2000. Abgerufen am 4. August 2015.
  4. MMOG-Spezialist Gamigo gehört jetzt mehrheitlich zur Axel Springer AG. Heise.de.
  5. Last Chaos: Millionengrenze durchbrochen. Gameswelt.de.
  6. Eurogamer.de: gamigo investiert in das MMO Black Prophecy und Entwickler Reakktor Media
  7. Hamburg@Work: gamigo erwirbt Anteile am koreanischen Entwickler OnsOn Soft
  8. Gamesindustry.biz: Gamigo: Axel Springer stößt Free2Play-Games-Sparte ab
  9. Gulli Forum - Vorstellung.
  10. Offizielle Gulli-News Ankündigung.
  11. gamigo übernimmt Nordamerika-Lizenz vom MMORPG Last Chaos. Pressemitteilung der Gamigo AG, undatiert, abgerufen am 4. August 2015.
  12. Black Prophecy - Massively's Best of E3 2010
  13. Jagged Alliance Online - Bestes Browsergame Deutscher Entwicklerpreis