Gammelin

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gammelin
Gammelin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gammelin hervorgehoben

Koordinaten: 53° 31′ N, 11° 15′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Hagenow-Land
Höhe: 46 m ü. NHN
Fläche: 15,62 km2
Einwohner: 476 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19230
Vorwahl: 038850
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 041
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Bahnhofstr. 25
19230 Hagenow
Website: www.amt-hagenow-land.de
Bürgermeister: Manfred Kebschull
Lage der Gemeinde Gammelin im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Gammelin ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Hagenow-Land mit Sitz in der Stadt Hagenow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gammelin befindet sich zwischen den Städten Schwerin und Hagenow. Die Bundesautobahn A 24 verläuft zirka 2,5 km südlich des Ortes, die Bundesstraße B 321 etwa 3 km östlich.

Gemeindegliederung (Ortsteile)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bakendorf
  • Gammelin (Hauptort)

(Quelle:[2])

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Zollerlass des Grafen von Ratzeburg Albrecht II. wird Gammelin 1219 erstmals Chemelin urkundlich erwähnt. Bereits 1335 wurde in Aufzeichnungen die Dorfkirche Gammelin erwähnt.[3] Während des Dreißigjährigen Krieges hatte die Bevölkerung sehr zu leiden. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erhielten Umsiedler, Vertriebene und landarme Bauern im Zuge der Bodenreform Land zugeteilt. Wie in der DDR üblich, wurden die Bauern in den 1950er Jahren zwangskollektiviert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Gammelin setzt sich aus zwei Ratsfrauen und vier Ratsherren folgender Parteien und erlangten Sitzen zusammen:

Kommunalwahl WG GuZ * Einzelbewerber Büge Einzelbewerber Christen Einzelbewerber Stamer Gesamt
26. Mai 2019[4] 3 1 1 1 6 Sitze

* WG Gammelin gemeinsam und zukunftsorientiert

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister der Gemeinde Gammelin ist Manfred Kebschull (WG GuZ). Seine Stellvertreter sind Klaus Stamer (Einzelbewerber Stamer) und Jörg Jakob (WG GuZ).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kommunalwappen von Gammelin wurde von dem Glaisiner Manfred Sturzenbecher gestaltet. Es wurde am 21. August 1997 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 135 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Wappen von Gammelin
Blasonierung:Gespalten von Gold und Rot; vorn zwei grüne Hopfendolden übereinander; hinten ein silbernes Kleeblatthochkreuz.“[5]
Wappenbegründung: Das Wappen zeigt den Hopfen als redendes Symbol für den Ortsnamen. Die Darstellung von zwei Hopfendolden beruht auf den beiden ehemaligen Ortsteilen Gammelin und Bakendorf. Das silberne Kreuz auf rotem Grund symbolisiert die ehemalige Zugehörigkeit zum Bistum und der Grafschaft Ratzeburg. Die Form des Kreuzes ist der gemauerten Kreuznische im Westgiebel der auf einer Anhöhe gelegenen gotischen Dorfkirche nachempfunden. Die Schildfarben Rot und Gold weisen auf die spätere Zugehörigkeit Gammelins zur Grafschaft Schwerin hin.

Siehe auch: Wappen der Gemeinde Gammelin

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge der Gemeinde Gammelin

Die Flagge der Gemeinde Gammelin ist längsgestreift von Grün, Weiß und Grün. Die grünen Streifen nehmen je zwei Neuntel der Flaggenhöhe ein. Der weiße Streifen nimmt fünf Neuntel der Flaggenhöhe ein und ist in der Mitte mit dem Gemeindewappen belegt, das vier Neuntel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Backsteinkirche in Gammelin
  • Feldsteinkapelle in Bakendorf
  • ehemalige Rundscheune in Bakendorf

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeleben und regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Gammelin gestaltet das Gemeindeleben. Überwiegend findet dieses in dem Gemeindeortsteil Gammelin statt. Hier trifft sich der Sportverein Gammeliner Stockenten oder auch der Dorfclub, welcher regelmäßig Feste organisiert. Die Rentner der Gemeinde treffen sich regelmäßig zum Kaffee im Gemeindehaus.

Wichtig für die Gemeinde Gammelin ist die Kirche, die ebenfalls das Gemeindeleben ausschlaggebend mitgestaltet. Pastorin Maria Harder rief so im Jahr 2009 eine Junge Gemeinde ins Leben, zu der sich Jugendliche aus der Kirchgemeinde, zu der die Orte Gammelin, Bakendorf, Hülseburg, Parum und Warsow gehören, alle zwei Wochen treffen. Bei ihren Treffen schreiben sie selbst Theaterstücke, welche bei Festivitäten aufgeführt werden.

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besitzt eine Freiwillige Feuerwehr die sich aus etwa 20 aktiven Mitgliedern, der Jugendfeuerwehr (19 aktive Mitglieder), der Floriangruppe (ca. 15 aktive Mitglieder) und dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr (10 aktive Mitglieder) zusammensetzt. Die Feuerwehr bildet einen zentralen Punkt im Gemeinschaftsleben der Gemeinde und organisiert jedes Jahr einen Tag der offenen Tür mit Blutspende. Seit 2004 besteht eine Freundschaft zwischen der Freiwilligen Feuerwehr Gammelin und der Freiwilligen Feuerwehr Schönefeld. Durch regelmäßige Treffen und Ausflüge entschied man sich 2008 für die offizielle Partnerschaft.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Martens (1850–1914), Werkstoffkundler und Materialprüfer, im Ortsteil Bakendorf geboren

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Lüders, alias Albertus Luderus (um 1627–1675), Priester in Gammelin, er endete nach einem Todesurteil in Schwerin auf dem Scheiterhaufen[6]
  • Ernst Christoph von Koppelow (1659–1721), er war Geheimer Rat und mecklenburgischer Rittergutsbesitzer, er besaß Güter im ritterschaftlichen Amt Wittenburg u. a. in Gammelin
  • Karl August Christian zu Mecklenburg (1782–1833), Soldat, er kämpfte als General in russischen Diensten gegen Napoleons Truppen, sein Adoptivsohn Carl Gustav Janus wurde Förster im Ortsteil Backendorf
  • Georg Störzel (1782–1863), Jurist und Politiker, er wurde 1848 als Mitglied in die Mecklenburgische Abgeordnetenversammlung im Wahlkreis Mecklenburg-Schwerin 20 (Gammelin) gewählt und war deren Alterspräsident
  • Christa Wolf (1929–2011), Schriftstellerin, sie arbeitete als Schreibhilfe beim Bürgermeister in Gammelin
  • Patrick Ortel (* 1990), Radiomoderator, er wuchs u. a. in Gammelin auf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gammelin – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2018 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Gammelin, § 1; Name, Status. (PDF; 128 KB) In: www.amt-hagenow-land.de. 20. März 2015, S. 1, abgerufen am 22. Juli 2019.
  3. Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde (Hrsg.): Mecklenburgisches Urkundenbuch. Band VIII, Nr. 5613. Stiller'sche Hofbuchhandlung, Schwerin 1873, S. 540 (Latein, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 22. Juli 2019] 1335 – Taxe der Kirchen und geistlichen Lehne im Bistum Ratzeburg).
  4. Gemeindevertretung Gammelin. In: www.votemanager.kdo.de. 26. Mai 2019, abgerufen am 22. Juli 2019.
  5. a b Hauptsatzung der Gemeinde Gammelin, § 2; Wappen, Flagge, Dienstsiegel. (PDF; 128 KB) In: www.amt-hagenow-land.de. 20. März 2015, S. 1, abgerufen am 22. Juli 2019.
  6. Heiko Völker: Hadler Priester endet auf dem Scheiterhaufen. In Schwerin wurde das Todesurteil über Albertus Luderus vollstreckt. In: Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. (Hrsg.): Niederdeutsches Heimatblatt. Nr. 803. Nordsee-Zeitung GmbH, Bremerhaven November 2016, S. 2–3 (Digitalisat [PDF; 5,7 MB; abgerufen am 22. Juli 2019]).