Ganderbal (Distrikt)

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Distrikt Ganderbal
Lagekarte des Distrikts
Bundesstaat Jammu und Kashmir
Division: Kashmir
Verwaltungssitz: Ganderbal
Fläche: 1045 km²
Einwohner: 297.446 (2011)
Bevölkerungsdichte: 285 Ew./km²
Website: ganderbal.nic.in
Der Ort Gund
Der Gangabal-See am Fuß des Haramukh

Ganderbal ist ein Distrikt in Jammu und Kashmir, Indien.

Der Distrikt wurde 2007 aus zwei Tehsils (Ganderbal und Kangan) des Distrikts Srinagar gebildet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Distrikt Ganderbal liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 1950 m. Der Verwaltungssitz Ganderbal ist ungefähr 21 km von Srinagar entfernt.

Der Sind fließt durch den Distrikt. An diesem Fluss liegen drei Wasserkraftwerke und er versorgt die Bevölkerung des Distrikts mit Wasser. 80 % der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft und das Wasser des Flusses dient auch der Bewässerung der Felder.[1] Der Sand des Flusses ist als Baumaterial sehr geschätzt und wird verkauft.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Distrikt besteht aus 6 Tehsils: Ganderbal, Gund, Kangan, Lar, Tullamulla und Wakura. Der Distrikt besteht außerdem aus 9 Blöcken: Ganderbal, Kangan, Lar, Wakoora, Gund, Shearpathri, Phaag, Manigam und Batwina. Jeder Block besteht aus einer Reihe von Panchayats. Der Distrikt hat zwei Wahlkreise.[2]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima des Distrikts Ganderbal ist typisch für das Kaschmirtal.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Naranag-Tempel sind eine bedeutende archäologische Stätte. Die Tempel liegen am Fuß des Haramukh ungefähr 50 km von Srinagar entfernt. Sie sollen Shiva geweiht sein und auf den Herrscher Lalithdatiya Muktadiya aus dem achten Jahrhundert zurückgehen.[3]
  • Der Berg Haramukh (5148 m) liegt im Distrikt Ganderbal. Der Aufstieg auf den Berg von dieser Seite gilt als sehr gefährlich. Der Haramukh wurde erstmals von der Großen Trigonometrische Vermessung unter Thomas Montgomerie 1856 bestiegen. Von seinem Gipfel wurden der K1 und K2 das erste Mal erfasst und benannt.[8]
  • Der Gangabal-See (Urdu -ﮔﻨﮕﺒﻞ ﺟﮭﻴﻞ), auch Gangbal-See genannt, liegt am Fuß des Haramukh. Er ist ein fischreicher Bergsee.[9][10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Distrikt Ganderbal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Agriculture directory of Ganderbal. diragrikmr.nic. Abgerufen am 25. April 2012.
  2. ERO’s and AERO’s. Chief Electoral Officer, Jammu and Kashmir. Archiviert vom Original am 22. Oktober 2008. Abgerufen am 24. April 2012.
  3. Naranag temple in ruins. kashmirmonitor.org. Archiviert vom Original am 4. August 2012. Abgerufen am 25. April 2012.
  4. Mansbal Lake (Memento vom 14. Februar 2012 im Internet Archive) auf indiainfoweb.com. (Webarchiv)
  5. Manasbal Lake (Memento vom 3. März 2012 im Internet Archive) auf ilec.or.jp
  6. Kashmir lakes
  7. Manasbal Lake
  8. Jim Curran: K2. The Story of the Savage Mountain. Hodder & Stoughton, London 1995, ISBN 0-340-66007-4, S. 25.
  9. Fishes and Fisheries in high altitude lakes, Vishansar, Gadsar, Gangabal, Krishansar. Fao.org. Abgerufen am 19. April 2012.
  10. T. Petr: Fish and fisheries at higher altitudes: Asia. FAO, Rom 1999, ISBN 92-5104309-4, S. 72 (books.google.com).

Koordinaten: 34° 8′ N, 74° 28′ O