Gandrange

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Gandrange
Wappen von Gandrange
Gandrange (Frankreich)
Gandrange
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Thionville
Kanton Hayange
Gemeindeverband Rives de Moselle
Koordinaten 49° 16′ N, 6° 8′ OKoordinaten: 49° 16′ N, 6° 8′ O
Höhe 154–224 m
Fläche 4,08 km2
Einwohner 2.846 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 698 Einw./km2
Postleitzahl 57175
INSEE-Code
Website Gandrange

Ehemalige Kirche Saint-Hubert (heutige Mediathek)

Gandrange (deutsch Gandringen, lothringisch Guedléng oder Gandréngen) ist eine französische Gemeinde mit 2846 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Gandrange liegt etwa zwölf Kilometer südlich von Thionville und 20 Kilometer nördlich von Metz, nahe der Mündung der Orne in die Mosel. Zusammen mit den Gemeinden Amnéville, Hagondange, Mondelange, Talange und Richemont bildet Gandrange ein geschlossenes Siedlungsgebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 848 als Goderingas erwähnt, dann Gaudrange im jahr 1793. Gehört seit 1659 zu Frankreich. Die Verwaltungssprache war deutsche sprache bis 1659.[1] Zur Gemeinde Gandrange gehört seit 1812 der Weiler Boussange, der erstmals im Jahre 1115 als Bolsingen erwähnt wurde. Dann Bolsanges/Bolsenges (1128), Bolsingen (1515), Bolsinga (1544), Bussingen (17. Jh.), Bolsinguen (1686), Bolzange (1801), Bolzingen (19. Jh.)[2], Bussingen (1871–1918 und 1940–44). Auch während der Zeit der Zugehörigkeit zum Deutschen Reich (1871–1918) blieb Französisch Amts- und Umgangssprache. Der Ort wurde im Zweiten Weltkrieg abermals von den Deutschen besetzt, die im November 1940 einen Teil der Einwohner vertrieben; am 6. September 1944 wurde der Ort wieder befreit. Von 1790 bis 1902 gehörte auch Amnéville zur Gemeinde Gandrange.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 1.475 2.706 2.579 2.296 2.370 2.542 2.634

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Gandrange-Amnéville liegt an der Bahnstrecke Saint-Hilaire-au-Temple–Hagondange.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J.C Stamer - Gandrange Boussange 1789.
  2. Duclos - dictionnaire général de la France (1851)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gandrange – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien