Gang nach Canossa

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Als Gang nach Canossa bezeichnet man den Bitt- und Bußgang des römisch-deutschen Königs Heinrich IV. von Dezember 1076 bis Januar 1077 zu Papst Gregor VII. zur Burg Canossa, wo dieser als Gast der Markgräfin Mathilde von Tuszien verweilte. Dies war notwendig geworden, nachdem Heinrich IV. im Zuge seiner Auseinandersetzung mit dem Papst exkommuniziert worden war. Gemäß zeitgenössischen Quellen soll der Kaiser drei Tage lang vor den Toren der Burg um die Wiederaufnahme in die Kirche gefleht haben. Schließlich gewährte ihm der Papst Einlass und erteilte ihm die Absolution. Der Bußgang war ein Höhepunkt eines Streits zwischen dem Kaiser und Papst um das Verhältnis von weltlicher und geistlicher Macht und um die Rolle der Reichskirche. In der späteren Geschichtsschreibung gab und gibt es eine Tendenz zur Überhöhung der Ereignisse, wobei die Zeitgenossen dem Bußgang im Vergleich zur vorangegangenen Bannung des Kaisers eher geringe Bedeutung beimaßen.

Im heutigen Sprachgebrauch wird ein als erniedrigend empfundener Bittgang im übertragenen Sinne als „Gang nach Canossa“ (oder „Canossagang“) bezeichnet.

Heinrich bittet Mathilde und seinen Taufpaten Abt Hugo von Cluny um Vermittlung (Vita Mathildis des Donizio, um 1115. Vatikanstadt, Bibliotheca Apostolica Vaticana, Ms. Vat. lat. 4922, fol. 49v)

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Februar 1076 setzte Gregor VII. – seit 1073 römischer Papst – auf der Fastensynode in Rom den König ab, exkommunizierte ihn und löste alle Christen von den Treueiden, die sie Heinrich geschworen hatten. Grund für diesen radikalen Schritt der in der ganzen Christenheit für großes Aufsehen sorgte war eine Auseinandersetzung um den Mailänder Bischofsstuhl in dessen Zuge der König am 24. Januar 1076 auf dem Hoftag zu Worms die Wahl des Papstes für ungültig und ihn damit als abgesetzt erklärt hatte.

Die nachfolgende Exkommunikation des Papstes durch Bischof Wilhelm von Utrecht konnte den Zusammenbruch der Position Heinrichs IV. nicht verhindern. Nach dem Kirchenbann fielen viele der deutschen Fürsten, die Heinrich bis dahin unterstützt hatten, von ihm ab. Schließlich entschieden sich die Fürsten des Reiches, dass sich der Kaiser bis Februar 1077 von dem Bann befreien müsse, andernfalls werde man zur Wahl eines neuen Königs schreiten und Heinrich für abgesetzt erklären. Weiterhin musste sich der der König dazu verpflichten, die Amtsenthebung des Papstes zu widerrufen und ihm Gehorsam und Genugtuung zu leisten.

Die Bußhandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um seine volle Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen, zog der damals 26-jährige Heinrich dem Papst nach Italien entgegen. Die südlichen Herzöge versperrten ihm allerdings die von ihnen kontrollierten einfachen Alpenübergänge, so dass Heinrich den weiten und gefährlichen Umweg über Burgund und den Col du Mont Cenis nehmen musste. Der anstrengende Alpenübergang wurde von dem Geschichtsschreiber Lampert von Hersfeld, einem Anhänger des Papstes, in seinen Annalen (zum Jahr 1077) wie folgt beschrieben:

„Sie krochen bald auf Händen und Füßen vorwärts, bald stützten sie sich auf die Schultern ihrer Führer; manchmal auch, wenn ihr Fuß auf dem glatten Boden ausglitt, fielen sie hin und rutschten ein ganzes Stück hinunter; schließlich gelangten sie doch unter großer Lebensgefahr in der Ebene an. Die Königin und die anderen Frauen ihres Gefolges setzten sie auf Rinderhäute, und […] zogen sie darauf hinab.“

Ruine der Burg Canossa, Emilia-Romagna

Heinrich und Gregor trafen schließlich auf der Burg Canossa der Mathilde von Canossa aufeinander. Lampert von Hersfeld beschrieb die Bußhandlung des Königs so:

„[H]ier stand er nach Ablegung der königlichen Gewänder ohne alle Abzeichen der königlichen Würde, ohne die geringste Pracht zur Schau zu stellen, barfuß und nüchtern, vom Morgen bis zum Abend […]. So verhielt er sich am zweiten, so am dritten Tage. Endlich am vierten Tag wurde er zu ihm [Gregor] vorgelassen, und nach vielen Reden und Gegenreden wurde er schließlich […] vom Bann losgesprochen.“

Die sehr drastische und bildhafte Darstellung in der einzigen ausführlichen Quelle bei Lampert von Hersfeld wird von der neueren Forschung allerdings als tendenziös und propagandistisch bewertet, da Lampert Parteigänger des Papstes und der Adelsopposition war. Die zweite wichtige Quelle zum Gang nach Canossa stammt von Papst Gregor VII. selbst. Dieser verbreitete seine Version der Ereignisse in einem Brief an alle Erzbischöfe, Bischöfe und sonstigen geistlichen Funktionsträger des Reiches.

Durch das mehrtägige Ausharren im Büßerhemd vor der Burg (25.–28. Januar 1077) erzwang Heinrich vom Papst die Aufhebung des Kirchenbanns, denn als reuiger Büßer hatte er einen Anspruch auf die Wiederaufnahme in die Kirche. Der Bußgang wird von der Forschung im Allgemeinen als taktischer Schachzug des Königs angesehen, um der drohenden Absetzung durch die Fürsten zu entgehen. Heinrich IV. erlangte durch die Aufhebung des Bannes einen Großteil seiner Handlungsfreiheit zurück, hatte letztendlich also sein Ziel erreicht, dabei jedoch erheblich an Prestige verloren

Nachfolgende Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der Aufhebung des Kirchenbanns und dem Wiedererlangen der Handlungsfreiheit entspannte sich Heinrichs Lage im Reich zunächst nur leicht. Im Frühjahr 1077 wählten die deutschen Fürsten Heinrichs Schwager, Rudolf von Rheinfelden, zum Gegenkönig. Heinrich IV. forderte vom Papst energisch die Exkommunikation Rudolfs und drohte, andernfalls einen Parteigänger zum Gegenpapst zu ernennen. Gregor verhielt sich lange abwartend, trat dann aber im März 1080 offen auf die Seite der Rebellen über. Er erklärte den König erneut für gebannt und abgesetzt und entband die Untertanen von ihrer Gehorsamspflicht gegenüber dem Salier. Damit war ein endgültiger Bruch vollzogen.

Den Rebellen gelangen zunächst einige militärische Erfolge gegen Heinrich, doch der Tod Rudolfs im Nachgang zur Schlacht bei Hohenmölsen im Jahr 1080 versetzte der Opposition einen schweren Schlag und ließ sie zu weiten Teilen zusammenbrechen. Zwar wurde Hermann von Salm 1081 zum neuen Gegenkönig proklamiert, doch sein Einflussbereich erstreckte sich lediglich über Sachsen. Im darauf folgenden Jahr zog Heinrich IV. erneut nach Italien. Der auf der Brixener Synode des Jahres 1080 zum kaiserlichen Gegenpapst nominierte Erzbischof Wibert von Ravenna bestieg 1084 unter dem Namen Clemens III. den Papstthron und krönte Heinrich zum Kaiser, nachdem dieser Rom eingenommen hatte. Damit begann ein Schisma, das bis kurz nach dem Tod Wiberts im Jahr 1100 andauern sollte. Gregor musste unter dem Spott des Volkes mit kleinem Gefolge ins Exil nach Salerno fliehen, wo er 1085 starb.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Historiengemälde Heinrich vor Canossa von Eduard Schwoiser aus dem Jahr 1862 zeigt einen ungebeugten, trotzigen Heinrich vor dem auf ihn herabblickenden Gregor
Tafel an der Canossasäule in Bad Harzburg

Während der Reformation im 16. Jahrhundert wurde Heinrich von vielen deutschen Lutheranern für den „ersten Protestanten“ gehalten und im Zuge dessen zur Symbolfigur in ihrem Kampf gegen eine ihrer Ansicht nach tyrannische und ungerechte Institution erhoben. Als Papst Benedikt XIII. das Fest Gregors VII. im Jahr 1728 für die gesamte Kirche verbindlich einführte und das Offizium (Breviertext) an die durch diesen Papst gestärkte Freiheit der Kirche und an den Sturz des „gottlosen“ Kaiser Heinrichs IV. durch den Papst in Canossa erinnerte, erregte dies größten Anstoß in Frankreich, den Niederlanden, Österreich und Italien. Das Pariser Gericht Parlement und Kaiser Karl VI., nach ihm Maria Theresia, verboten in der Habsburgermonarchie und in den Österreichischen Niederlanden die Publizierung des Offiziumstextes bei drastischen Strafen gegenüber dem Klerus. Gallikanismus und österreichisches Staatskirchentum ließen die von Rom bewusst gesuchte Erinnerung an die Unterordnung des Kaisertums unter das Papsttum, die auch in der Gegenwart gelten sollte, nicht zu. Bei diesen Verboten blieb es bis in die 1830er Jahre.[1]

Im späteren 19. Jahrhundert wurde Canossa zum Sinnbild päpstlich-kurialer Anmaßung und deutscher Schande. Die Malerei entdeckte die Dramatik der Situation als Stoff, der im Sinne des national-liberalen Fortschritts und der Reichsgründung gestaltet werden konnte, auch im Sinne des Historismus, der die Gegenwart im Spiegel der Vergangenheit deuten und verstehen wollte. Aber nicht nur in der Historienmalerei, auch in einem der großen Geschichtsdramen des österreichischen Spätrealismus, in Ferdinand von Saars Kaiser Heinrich IV., wurde „Canossa“ im zentralen dritten Akt des ersten Teils zum Spiegel des Verhältnisses von Papsttum und moderner Welt.[2]

Den Hintergrund dafür lieferte der österreichische Kulturkampf, in dem die an die Regierung gekommenen Deutschliberalen gegen das Konkordat von 1855 unter anderem die Zivilehe durchsetzten. Graf Anton Auersperg (populär unter dem Dichternamen Anastasius Grün) erzielte größte publizistische Resonanz in der Debatte des Herrenhauses am 20. März 1868, als er unter großem Beifall ausführte, das Konkordat von 1855 komme ihm vor „wie ein gedrucktes Canossa, in welchem das Oesterreich des 19. Jahrhunderts für den Josephinismus des 18. Jahrhunderts in Sack und Asche zu büßen hatte“. Über die Debatte und Auerspergs Auftritt berichtete eingehend die Wiener und auch die norddeutsche Presse. Otto von Bismarck erhielt darüber Berichte der Wiener Gesandtschaft.[3]

Am 14. Mai 1872 griff Bismarck in einer Rede vor dem Reichstag den Bußgang auf: „Seien Sie außer Sorge, nach Kanossa gehen wir nicht, weder körperlich noch geistig.“[4] Dies stand im Zusammenhang mit der Einführung des Kanzelparagraphen und des Jesuitengesetzes im Rahmen des Kulturkampfes, der Auseinandersetzung der Nationalliberalen in Preußen mit der römischen Kurie über das Verhältnis von Staat und Kirche nach der Reichsgründung, nachdem Papst Pius IX. die Ernennung des Kardinals Hohenlohe-Schillingsfürst zum deutschen Gesandten beim Heiligen Stuhl abgelehnt hatte. Hohenlohe hatte als Kurienkardinal zuvor im Konflikt mit Pius IX. über das Infallibilitätsdogma das Vatikanische Konzil verlassen. Insofern war Bismarcks Ernennungsvorschlag eine durchsichtige Provokation von Papst und Kurie.

Bismarcks Wendung vom „Gang nach Canossa“ wurde zum geflügelten Wort und steht seitdem als Bezeichnung für einen demütigenden Bußgang – und für die Ablehnung der Unterordnung unter den päpstlichen Primat. Die 1877 errichtete Canossasäule in Bad Harzburg ist dem Ereignis gewidmet. Allerdings entspricht diese Sicht dem damaligen Geschichtsbild, wie es vor allem Wilhelm Giesebrecht im dritten Band seiner Geschichte der deutschen Kaiserzeit (1868) in eigenartiger Mischung von Quellenkritik und Suggestion entwickelt hatte. Von dieser Interpretation des Geschehens 1076/77 weicht die historische Forschung seit den 1930er Jahren erheblich ab. Das 19. Jahrhundert projizierte gerne Probleme der Gegenwart in die Vergangenheit. Auch die Redewendung „in Sack und Asche gehen“ für einen reuigen Menschen wird auf das geschichtliche Ereignis von „Canossa“ zurückgeführt, da Heinrich sein Bitten um Vergebung und um Aufhebung der Acht auch durch sein äußerlich demutsvolles Auftreten unterstrichen haben soll.

Die im Jahr 2006 in Paderborn, einer Hochburg des Ultramontanismus im 19. Jahrhundert mit Auswirkungen auf das Selbstverständnis des Bistums bis in die Gegenwart, gezeigte Ausstellung „Canossa 1077. Erschütterung der Welt. Geschichte, Kunst und Kultur am Aufgang der Romanik“ verbannte die Wirkungsgeschichte des Ereignisses von Canossa in ein abgesondertes Gebäude, abseits der Preziosen, auf die sich das Interesse des Publikums richtete. Auch der Katalog thematisierte nicht die dem berühmten Diktum Bismarcks seit dem frühen 18. Jahrhundert vorausgehende Auseinandersetzung um die zwischen Papsttum und den katholischen Monarchen Europas umstrittene Sicht auf „Canossa“.[5]

Eine radikale Neudeutung erfuhr der Gang nach Canossa Anfang der 2000er durch den angesehenen Mittelalterhistoriker Johannes Fried.[6] Durch die Berücksichtigung vernachlässigter Quellen gelangte Fried zu der These, dass die lange Zeit gültige Chronologie der Ereignisse falsch sei. Demnach hätte Heinrich bereits seit dem Spätsommer 1076 (also vor Trebur) Kontakt zum Papst gesucht, um zu einer Verständigung zu gelangen und so seine innenpolitisch angespannte Lage zu entschärfen. Der Papst ging darauf auch ein, um so eine friedliche konsensuelle Lösung zu erzielen. Da Heinrich aber nicht als Gebannter nach Augsburg reisen wollte und der Papst sich mit der Reise nach Norden Zeit ließ, reiste er direkt nach Italien, wo der Papst den gebannten König willkommen hieß und ihn nach einem rein formellen Bußakt am 25. Januar 1077 vom Bann löste.

Nach Fried hatte es also nie einen für den König eventuell demütigenden Bußgang gegeben, sondern ein Treffen zwischen König und Papst, das längere Zeit vorbereitet worden war. Heinrich und Gregor haben demnach am 28. Januar 1077 auch einen Vertrag abgeschlossen, dessen genauer Inhalt nicht überliefert ist, der aber wohl den Frieden und Konsens wiederherstellen sollte. Der Pakt entfaltete jedoch keine Wirkung, da die Gegner des Papstes und des Königs die Einigung hintertrieben. Nach Frieds Interpretation zeigt der Gang Heinrichs nach Canossa die Bereitschaft von König und Papst, nicht im Konflikt, sondern im Konsens und auf die Vernunft bedacht zu handeln. Dieser Position haben die Mediävisten Gerd Althoff, Stefan Weinfurter und Steffen Patzold entschieden widersprochen.[7] Der wissenschaftliche Diskurs ist derzeit nicht beendet.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lampert von Hersfeld: Annalen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000, ISBN 3-534-00176-1 (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 13; Text lateinisch-deutsch)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Egon Boshof: Die Salier. 5. aktualisierte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2008, ISBN 3-17-020183-2.
  • Johannes Fried: Canossa: Entlarvung einer Legende. Eine Streitschrift. Akademie, Berlin 2012, ISBN 3-05-005683-5.(Besprechungen bei Sehepunkte).
  • Johannes Fried: Der Pakt von Canossa. Schritte zur Wirklichkeit durch Erinnerungsanalyse. In: Klaus Herbers, Wilfried Hartmann (Hrsg.): Die Faszination der Papstgeschichte. Neue Zugänge zum frühen und hohen Mittelalter (= Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Bd. 28). Böhlau, Köln u. a. 2008, ISBN 978-3-412-20220-0, S. 133–197.
  • Wolfgang Hasberg, Hermann-Josef Scheidgen (Hrsg.): Canossa. Aspekte einer Wende. Pustet, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7917-2411-9.
  • Ernst-Dieter Hehl: Gregor VII. und Heinrich IV. in Canossa 1077. Paenitentia – absolutio – honor (= Monumenta Germaniae Historica. Studien und Texte. Bd. 66). Harrassowitz, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-447-11246-8
  • Christoph Stiegemann, Matthias Wemhoff (Hrsg.): Canossa 1077 – Erschütterung der Welt. Hirmer, München 2006, ISBN 3-7774-2865-5 (zweibändiger Ausstellungskatalog).
  • Stefan Weinfurter: Canossa. Die Entzauberung der Welt. Beck, München 2006, ISBN 3-40-653590-9.
  • Matthias Pape: „Canossa“ – eine Obsession? Mythos und Realität. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 54, 2006, S. 550–572.
  • Claudia Zey: Der Investiturstreit. Beck, München 2017, ISBN 3-406-70655-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gang nach Canossa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Pape: „Canossa“ – eine Obsession? Mythos und Realität. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 54, 2006, S. 550–572, Kap. 3 (mit Einzelnachweisen).
  2. Matthias Pape: Psychopathologie und Geschichte. Ferdinand von Saars Trauerspiel „Kaiser Heinrich IV.“ (1865/66). In: Heinz-Peter Niewerth (Hrsg.): Von Goethe zu Krolow. Analysen und Interpretationen zu deutscher Literatur. In memoriam Karl Konrad Polheim. Frankfurt am Main 2008, S. 72–99.
  3. Matthias Pape: „Nach Kanossa gehen wir nicht“. War Anastasius Grün (Graf Anton Auersperg) Bismarcks Stichwortgeber im Kulturkampf? In: Eloquentia copiosus. Festschrift für Max Kerner zum 65. Geburtstag. Aachen 2006, S. 245–264.
  4. S. 356 links oben reichstagsprotokolle.de
  5. Zu den lokalpolitischen Paderborner Hintergründen Dietmar Klenke: „Schwarz – Münster – Paderborn“. Ein antikatholisches Klischeebild. Münster 2008. Der Befund steht in eigentümlichem Gegensatz zum Titel des Buchs.
  6. Zuerst: Johannes Fried: Der Pakt von Canossa. Schritte zur Wirklichkeit durch Erinnerungsanalyse. In: Die Faszination der Papstgeschichte. Neue Zugänge zum frühen und hohen Mittelalter. Hrsg. v. Wilfried Hartmann, Klaus Herbers. Böhlau, Köln-Weimar-Wien 2008, S. 133–197. Darauf aufbauend: Johannes Fried: Canossa. Entlarvung einer Legende. Eine Streitschrift. Akademie Verlag, Berlin 2012. Kritische Sammelrezension von Claudia Zey, Matthias Becher, Hans-Werner Goetz und Ludger Körntgen, in: sehepunkte 13 (2013), Nr. 1 Link.
  7. Gerd Althoff: Kein Gang nach Canossa? In: Damals Nr. 5, 2009, S. 59–61; Gerd Althoff: Das Amtsverständnis Gregors VII. und die neue These vom Friedenspakt in Canossa, in: Frühmittelalterliche Studien 48 (2015), S. 261–276. Steffen Patzold, Gregors Hirn. Zu neueren Perspektiven der Forschung zur Salierzeit, in: geschichte für heute 4 (2011), Heft 2, S. 5–19. Steffen Patzold: Frieds Canossa. Anmerkungen zu einem Experiment, in: geschichte für heute 6 (2013), S. 5–39. Stefan Weinfurter: Canossa als Chiffre. Von den Möglichkeiten historischen Deutens, in: Wolfgang Hasberg/Hermann-Josef Scheidgen (Hgg.): Canossa. Aspekte einer Wende, Regensburg: Pustet 2012, S. 124–140.