Garßen

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Dieser Artikel behandelt den Stadtteil von Celle. Zu weiteren Bedeutungen siehe Garßen (Begriffsklärung).
Garßen
Stadt Celle
Koordinaten: 52° 39′ 33″ N, 10° 7′ 47″ O
Höhe: 57 m ü. NN
Fläche: 32,89 km²
Einwohner: 2819 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 29229
Vorwahl: 05086
Lachmunds Mühle in Garssen 1914

Garßen ist ein niedersächsischer Ort in der südlichen Lüneburger Heide und seit 1973 Stadtteil von Celle. Er liegt am nordöstlichen Rand des Stadtgebietes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname entwickelte sich aus der Bezeichnung Gersnethe (1248). Historisch gehörte Garßen zum Kirchspiel Groß Hehlen. Am 1. Januar 1973 verlor Garßen seine Selbständigkeit und wurde in die Stadt Celle eingemeindet.[1]

Der Ort wird durch die von Celle nach Eschede und Uelzen führende Bundesstraße 191 in einen alten und einen neuen Ortsteil getrennt. Während der neue Ortsteil hauptsächlich aus neuen Wohnhäusern besteht, findet man im alten Ortsteil noch drei landwirtschaftliche Höfe und viel alte Bausubstanz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat Garßen hat sieben Sitze (4 CDU, 2 SPD und 1 Unabhängige)

Ortsbürgermeister ist Andreas Reimchen(CDU).[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markus-Kirche aus der Mitte des 14. Jahrhunderts
Messpunkt Garßen, Gauss, Vermessung der Welt
  • Den Mittelpunkt im alten Ortsteil bildet die etwa Mitte des 14. Jahrhunderts erbaute Markuskirche.
  • Im Jahr 1822 fand der Mathematiker Carl Friedrich Gauß in Garßen unter einigen Schwierigkeiten einen geeigneten Messpunkt[3] für die von ihm durchgeführte Landesaufnahme im damaligen Königreich Hannover. Heute erinnert eine Informationstafel im Ort an diesen Messpunkt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Kirche befinden sich die Grundschule und die Erich-Kästner-Förderschule. Zusätzlich sind in Garßen ein DRK-Kindergarten und ein großer Verbrauchermarkt, sowie mehrere kleine Handwerksbetriebe ansässig.

Garßen ist bundesweit bekannt durch den Sportverein SV Garßen Celle, der unter der Kurzbezeichnung SVG Celle seit 1998 in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen (Nord) spielte und 2011 erneut in die 1. Handball-Bundesliga der Frauen aufstieg.

Ferner besteht seit einigen Jahren am Ostrand des Ortes an der Straße nach Lachendorf ein Golfplatz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Garßen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 221.
  2. Ortsbürgermeister Garßen
  3. Briefwechsel Carl Friedrich Gauß