Garbiñe Muguruza

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Garbiñe Muguruza Tennisspieler
Garbiñe Muguruza
Garbiñe Muguruza 2016 bei den Australian Open
Nation: SpanienSpanien Spanien
Geburtstag: 8. Oktober 1993
Größe: 182 cm
Gewicht: 73 kg
1. Profisaison: 2011
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Sam Sumyk
Preisgeld: 8.796.142 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 257:125
Karrieretitel: 3 WTA, 7 ITF
Höchste Platzierung: 2 (6. Juni 2016)
Aktuelle Platzierung: 2
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 73:44
Karrieretitel: 5 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 10 (23. Februar 2015)
Aktuelle Platzierung: 30
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 6. Juni 2016
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Garbiñe Muguruza Blanco (* 8. Oktober 1993 in Caracas, Venezuela) ist eine spanische Tennisspielerin. Sie spielt seit 2011 auf der Profitour. Ihr bislang größter Erfolg war der Gewinn der French Open im Einzel im Jahr 2016.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garbiñe Muguruza wurde in Venezuela geboren, von dort stammt ihre Mutter Scarlet Blanco. Sie besitzt damit auch die venezolanische Staatsbürgerschaft. Ihr Vater Jose Antonio stammt aus Eibar im Baskenland. Sie begann 1998 im Alter von fünf Jahren – anderen Angaben zufolge mit drei Jahren[1] – mit dem Tennissport. 1999 übersiedelte ihre Familie nach Spanien, wo diese bessere Bedingungen für die sportliche Entwicklung der Tochter sah. Muguruza fand Aufnahme in der Tennis-Akademie des früheren Weltklassespielers Sergi Bruguera in Barcelona, wo sie die folgenden Jahre ausgebildet wurde. Sie zählte die Schweizerin Martina Hingis und nach deren Rücktritt die US-Amerikanerin Serena Williams zu ihren Vorbildern.[1]

Die Rechtshänderin Muguruza, die Sandplätze bevorzugt, spielt eine beidhändige Rückhand. Ihre Stärken sind gewaltige Grundschläge und ein variantenreiches Spiel.[1]

2011–2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Aufmerksamkeit sorgte Muguruza 2012 mit ihrem Einzug in die dritte Runde der Sony Ericsson Open, als sie die ehemalige Weltranglistenzweite und zweimalige Halbfinalistin des Turniers, Wera Swonarjowa, mit 6:4, 6:3 besiegte. In Miami unterlag sie im April 2012 im Achtelfinale der späteren Siegerin Agnieszka Radwańska. Mit dem Einzug ins Viertelfinale von Fès, das sie gegen die spätere Turniersiegerin Kiki Bertens aus den Niederlanden verlor, verbesserte sie sich auf Platz 118 der WTA-Weltrangliste.

Im Januar 2013 gelang ihr dann der erste Titelgewinn auf der WTA Tour. Im Endspiel von Hobart besiegte sie an der Seite ihrer Landsfrau María Teresa Torró Flor die Paarung Tímea Babos/Mandy Minella. Im Jahr darauf gewann sie bei eben diesem Turnier als Qualifikantin ihren ersten WTA-Einzeltitel, mit einem Endspielsieg über Klára Zakopalová.

Seit 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Australian Open zog Muguruza mit einem Sieg über die frühere Weltranglistenerste Caroline Wozniacki erstmals ins Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Im März stand sie im Finale des WTA-Turniers von Florianopolis, in dem sie Zakopalová (die inzwischen wieder Koukalová heißt) diesmal in drei Sätzen unterlag. Im April gewann sie in Marrakesch an der Seite von Romina Oprandi ihren zweiten WTA-Titel im Doppel. Im Einzelfinale hatte sie dort gegen María Teresa Torró Flor in zwei glatten Sätzen das Nachsehen.

In der zweiten Runde der French Open warf sie Ende Mai die Weltranglistenerste Serena Williams mit einem glatten 6:2-6:2-Sieg aus dem Turnier. Mit einem weiteren Zweisatzsieg über Pauline Parmentier zog sie dann erstmals ins Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Dort unterlag sie der früheren French-Open-Siegerin Marija Scharapowa nach dem Gewinn des ersten Satzes noch mit 6:1, 5:7 und 1:6. Zusammen mit Carla Suárez Navarro erreichte sie in Roland Garros das Halbfinale im Doppel. Beim Hartplatzturnier in Stanford konnte sie mit derselben Partnerin ihren dritten WTA-Titel feiern, mit dem sie im Ranking auf Position 25 kletterte. In der WTA-Weltrangliste verbesserte sie sich in der zweiten Jahreshälfte 2014 auf neue persönliche Bestmarken (Einzel: Rang 20; Doppel: Rang 15).

2015 gab sie ihr Debüt für die spanische Fed-Cup-Mannschaft. Im Juli erreichte sie in Wimbledon ihr erstes Grand-Slam-Finale, das sie mit 4:6, 4:6 gegen Serena Williams verlor. Infolgedessen stand sie am 13. Juli 2015 mit Platz 9 auch im Einzel erstmals in den Top Ten der Weltrangliste. Im Oktober verbesserte sie sich nach ihrem zweiten WTA-Einzeltitel (in Peking, Endspielsieg über Timea Bacsinszky) sogar auf Position 3.

Garbiñe Muguruza 2016 während der Siegerehrung bei den French Open

Bei den Australian Open unterlag Muguruza 2016 in der dritten Runde Barbora Strýcová in zwei Sätzen. Bei den French Open gelang ihr dagegen erneut der Einzug in ein Grand-Slam-Finale; diesmal konnte sie Serena Williams in zwei Sätzen (7:5, 6:4) besiegen und mit ihrem ersten Grand-Slam-Titel verbesserte sie sich auf Platz 2 der Weltrangliste.

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 11. Januar 2014 AustralienAustralien Hobart WTA International Hartplatz TschechienTschechien Klára Zakopalová 6:4, 6:0
2. 11. Oktober 2015 China VolksrepublikVolksrepublik China Peking WTA Premier Mandatory Hartplatz SchweizSchweiz Timea Bacsinszky 7:5, 6:4
3. 4. Juni 2016 FrankreichFrankreich French Open Grand Slam Sand Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Serena Williams 7:5, 6:4

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 12. Januar 2013 AustralienAustralien Hobart WTA International Hartplatz SpanienSpanien María Teresa Torró Flor UngarnUngarn Tímea Babos
LuxemburgLuxemburg Mandy Minella
6:3, 7:65
2. 27. April 2014 MarokkoMarokko Marrakesch WTA International Sand SchweizSchweiz Romina Oprandi PolenPolen Katarzyna Piter
UkraineUkraine Maryna Sanewska
4:6, 6:2, [11:9]
3. 3. August 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Stanford WTA Premier Hartplatz SpanienSpanien Carla Suárez Navarro PolenPolen Paula Kania
TschechienTschechien Kateřina Siniaková
6:2, 4:6, [10:5]
4. 21. Juni 2015 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA Premier Rasen SpanienSpanien Carla Suárez Navarro TschechienTschechien Andrea Hlaváčková
TschechienTschechien Lucie Hradecká
6:4, 6:4
5. 27. September 2015 JapanJapan Tokio WTA Premier Hartplatz SpanienSpanien Carla Suárez Navarro Chinese TaipeiChinese Taipei Chan Hao-ching
Chinese TaipeiChinese Taipei Chan Yung-jan
7:5, 6:1

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Karriere
Australian Open 2 AF AF 3 AF
French Open Q3 2 VF VF S S
Wimbledon Q2 2 1 F 2 F
US Open 1 1 2 2
WTA Championships HF HF

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2011 2012 2013 2014 2015 Karriere
Australian Open 2 2 2
French Open 1 HF 1 HF
Wimbledon 1 AF 2 AF
US Open AF 2 AF
WTA Championships VF F F

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Garbiñe Muguruza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Garbiñe Muguruza. In: Internationales Sportarchiv 06/2016 vom 9. Februar 2016 (abgerufen via Munzinger Online).