Gardens by the Bay

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Gardens by the Bay
Supertrees
Supertrees bei Nacht

Gardens by the Bay ist ein 101 Hektar großes Parkgelände, das im zentralen Bezirk Singapurs auf künstlich aufgeschüttetem Land angelegt wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gardens by the Bay ist Teil einer Strategie der Regierung des Stadtstaats Singapur, mit welcher die Gartenstadt in eine Stadt im Garten umgewandelt werden soll, damit die Lebensqualität der Einwohner durch Grünzüge verbessert werden kann. Diese Politik der Regierung wurde vom Premierminister Singapurs, Lee Hsien Loong, am Nationalfeiertag 2005 verkündet. Die Parklandschaft entlang des Meers und am Marina Reservoir soll ein anziehendes Erholungsgebiet für die Stadtbevölkerung werden. Eine internationale Ausschreibung wurde 2006 für die Masterpläne zu den beiden Planungsgebiete Bay South Garden und Bay East Garden gemacht, die die beiden Firmen Grant Associates und Gustafson Porter gewannen.

Baugebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Gebiete am Marina Bay Reservoir werden erschlossen:

  • Das Baugebiet Bay East Garden umfasst 32 Hektar. Eine 2 km langen Promenade führt um das Marina Reservoir herum. Der Park wurde bereits 2010 für die Olympischen Jugend-Sommerspiele hergerichtet und im Oktober 2011 teilweise der Öffentlichkeit übergeben.
  • Das 54 Hektar große Teilgebiet Bay South Garden war im Juni 2012 fertiggestellt. Im Bay South Garden befinden sich zwei mit Glas eingehauste Biotope, in denen jeweils verschiedene Floren aus unterschiedlichen Klimazonen gezeigt werden. Beide Glashäuser wurden von dem britischen Architekturbüro Wilkinson Eyre entworfen. Sie wurden beim World Architecture Festival 2012 als Gebäude des Jahres ausgezeichnet. Das größere Glashaus, der 1,28 Hektar Fläche überdeckende Flower Dome, wurde als größtes Glasgewächshaus der Welt ins Guinness-Buch der Weltrekorde 2015 aufgenommen.[1] In ihm werden milde, trockene Klimaverhältnisse geschaffen. Es werden Pflanzen gezeigt, die typisch für die mediterranen oder halbtrockenen Klimazonen sind. Dazu gehören zum Beispiel die Chilenische Araukarie, Olivenbäume, die Kanarische Dattelpalme, Affenbrotbäume, die chilenische Honigpalme oder die Wollemie und andere mehr. Im 0,8 Hektar überspannenden Glashaus mit der Bezeichnung Cloud Forest (Nebelwald) wird die Vegetationszone der Tropen in Höhen von ca. 1.000 bis 3.000 Metern über Meereshöhe nachgestellt. Eine 35 Meter hohe Turmkonstruktion stellt einen Berg dar, der mit typischen Vertretern seiner Flora, wie Orchideen, Bromeliengewächse oder Flamingoblumen (Anthurien) bedeckt ist.

Eine weitere Einrichtung sind die Super Trees, pflanzenbewachsene Stahlgerüste mit Höhen zwischen 25 und 50 Metern. Sie dienen unter anderem der Aufzucht von seltenen Pflanzen. Ferner wird mittels Photovoltaik Elektrizität für Beleuchtung und Kühlsysteme gewonnen, werden die Niederschläge zur Bewässerung der Pflanzen gesammelt und einige der Bäume dienen als Kühltürme für die Kühlsysteme in den Glashäusern. Zwei der Türme werden in luftiger Höhe mit einem Skyway verbunden, den die Singapurische Oversea China Banking Corporation (OCBC) finanziert hat. Nachts werden die Türme beleuchtet und es finden Licht- und Tonshows statt, die die Bank sponsert.[2]

Seit Januar 2014 besteht ein Children's Garden mit Attraktionen für Kinder und Jugendliche, der auch mit einem Erlebnispfad ausgestattet ist. Er ist ganzjährig jeweils von Dienstag bis Sonntag geöffnet.

Weitere Entwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bauzone Bay South soll bis zum Jahre 2020 entwickelt werden. Ebenso soll eine neue U-Bahn-Linie des MRT (Singapur) für das bisher nur per Bus erschlossene Gebiet bis 2021 fertiggestellt werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gardens by the Bay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.hortidaily.com/article/11471/Singapore-Gardens-by-the-Bay-is-the--Largest-Glass-Greenhouse-in-the-world
  2. Der Tropenübungsplatz in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 10. Juni 2012, Seite V9


Koordinaten: 1° 17′ 0″ N, 103° 51′ 55″ O