Garlipp

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Garlipp
Wappen von Garlipp
Koordinaten: 52° 38′ 39″ N, 11° 36′ 52″ O
Höhe: 50 m
Fläche: 6,85 km²
Einwohner: 190 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39628
Vorwahl: 039324
Garlipp (Sachsen-Anhalt)
Garlipp
Garlipp
Lage von Garlipp in Sachsen-Anhalt

Garlipp ist ein Ortsteil der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Garlipp in der Altmark liegt etwa 18 Kilometer westlich von Stendal in unmittelbarer Nähe zur Kleinstadt Bismark (Altmark). Das hügelige Gebiet um Garlipp gehört zum Endmoränenbogen, der sich nördlich des Secantsgrabens in Richtung Stendal hinzieht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1188 taucht der Ort, der als Rundling angelegt wurde, als Garlip (slawischer Ursprung) erstmals in einer Urkunde auf. Die Feldsteinkirche des Dorfes stammt ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert. Die Orgel in besagter Kirche gilt als touristische Attraktion. Sie wird auf das Jahr 1687 datiert. Erbaut wurde sie von einem Stendaler, Johann Druch.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Beesewege eingegliedert.

Bis zum 31. Dezember 2009 war Garlipp eine selbständige Gemeinde.

Der Gemeinderat der Gemeinde Garlipp beschloss am 17. Juni 2009 die Zustimmung zu einem Gebietsänderungsvertrag, wodurch ihre Gemeinde aufgelöst und Teil einer neuen Einheitsgemeinde mit dem Namen Stadt Bismark (Altmark) wurde. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[1]

In der eingeflossenen Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Garlipp wird ein Ortschaftsrat mit drei Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wohl größte Sehenswürdigkeit Garlipps ist die restaurierte Orgel. Seit März 2010 wird an der Restaurierung des Findlings-Denkmals gearbeitet, welches sich auf dem ehemaligen Marktplatz gegenüber der Kirche befindet. Die sechs Findlinge sind je 2,5 m hoch und in einem Dreieck angeordnet. Das Denkmal wurde in der DDR in der Pflege vernachlässigt. Die Restaurierung wird mit Mitteln des Konjunkturpakets bezahlt und soll voraussichtlich im Sommer 2011 fertiggestellt werden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Garlipp war Waldemar Schreiber.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 14. Juli 2008 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: "Gespalten von Silber und Grün mit goldenem Schildhaupt, im Schildhaupt ein grüner Eichenzweig mit einer Eichel und zwei in die Oberecken weisenden Blätter, vorn am Spalt ein halber golden bewehrter roter Adler mit ausgeschlagener roter Zunge, hinten eine goldene Ähre zwischen zwei gestürzten zugewendeten goldenen Sensenblättern."[2]

Die Farben Garlipps sind - abgeleitet von der Farbe des Hauptmotivs und der Tinktur des Schildes: Grün - Silber (Weiß).

Die Eiche symbolisiert Kraft und Beständigkeit und galt bei den Germanen als heiliger Baum. Das Dorf liegt eingebettet in Waldstücken mit überwiegendem Eichenbewuchs. Mit dem halbierten märkischen Adler wird die Zugehörigkeit zur Altmark, einem Stammland der Mark Brandenburg, verdeutlicht. Die Sensen mit der Ähre weisen auf die bäuerliche Tradition des Ortes hin, die sich bis heute in dem landwirtschaftlich geprägten Dorf erhalten hat.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist Grün - Weiß (1:1) gestreift (Querformat: Streifen waagerecht verlaufend, Längsformat: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Garlipp stehen zwei Biogasanlagen. Diese werden von der Danpower-Gruppe betrieben.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garlipp liegt an der L 15, der Verbindungsstraße von Bismark (Altmark) nach Stendal. Der nächste Bahnhof befindet sich im Nachbarort Kläden (Bahnlinie Stendal–Salzwedel).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt. 19. Jahrgang, Nr. 17. Stendal 12. August 2009, S. 192 ff. (PDF; 6,8 MB [abgerufen am 2. Dezember 2015]).
  2. Amtsblatt des Landkreis Nr. 16/2008 Seite 108 (PDF; 133 kB)