Martin Garrix

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Garrix)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Martin Garrix beim VELD-Festival 2016

Martin Garrix (* 14. Mai 1996 in Amstelveen; mit bürgerlichem Namen Martijn Gerard Garritsen) ist ein niederländischer DJ und Musikproduzent, der im Jahre 2013 mit dem Lied Animals seinen internationalen Durchbruch hatte. Seit Beginn seiner Karriere ist er in den Bereichen der Electro- und Dirty-House-Musik aktiv, vertritt seit 2015 jedoch vermehrt Progressive House und Future-Bass. Er ist außerdem unter seinen anderen Künstlernamen GRX und Area21 (in Zusammenarbeit mit dem Rapper Maejor Ali) bekannt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Garrix lernte ab dem Alter von vier Jahren das Gitarrespielen. Als er acht Jahre alt war, fasste er den Entschluss, später einmal DJ zu werden, nachdem er Tiësto bei den Olympischen Spielen in Athen gesehen hatte. Garrix machte seinen Abschluss an der Hermann Brood Academy, einer speziellen Schule für Musikproduktion.

2012: Musikalische Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um im Musikbusiness Fuß zu fassen, produzierte Martin Garrix einen Track als Ghost Producer. Wie er dem DJ Magazine 2013 verriet, wurde dieser Song, dessen Namen er nicht sagen darf, von Spinnin’ Records veröffentlicht und wurde ein großer Erfolg.[1] „Sie [Spinnin’ Records – Anm.] fanden heraus, dass ich ihn gemacht habe, und luden mich in ihr Büro ein und ich spielte ihnen meine anderen Sachen vor“, erzählte Garrix in dem Interview. Daraufhin sei er bei Spinnin’ Records unter Vertrag genommen worden. Zunächst folgte im September 2012 die Solo-Single Keygen. Gemeinsam mit Julian Jordan veröffentlichte Garrix dann im November 2012 den Track BFAM. Im selben Jahr produzierte er außerdem für Christina Aguilera einen Remix des Liedes Your Body, der auf der Deluxe-Version ihres Albums Lotus veröffentlicht wurde, sowie einen Remix für Roy Gates' Titel Midnight Sun 2.0.

2013: Musikalischer Durchbruch, Animals & Wizard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Garrix' Logo im Jahr 2013 und 2014
Martin Garrix beim Midsummer White Festival 2013

Im Februar 2013 veröffentlichte Martin Garrix zusammen mit Sidney Samson den Track Torrent, welcher auf dem Label Musical Freedom, einem Sublabel von Spinnin’ Records, erschien. Im März brachte Garrix dann gleich zwei Tracks heraus: Einen Remix des Songs Stellar von Daddy’s Groove, sowie eine Zusammenarbeit mit Jay Hardway mit dem Namen Error 404. Wenige Wochen bevor Martin Garrix' zweite Solo-Single Animals erschien, wurde noch ein Track, der in Zusammenarbeit mit TV Noise entstand und Just Some Loops heißt, veröffentlicht. Ende September erschien der Martin Garrix Remix von Project T, einem Track von Sander van Doorn, Dimitri Vegas und Like Mike.

Ein kommerzieller Erfolg gelang ihm mit seiner zweiten Soloveröffentlichung Animals. Die Single erschien am 17. Juni 2013 und stieg bis auf Platz 3 der niederländischen Charts. In Belgien und Großbritannien erreichte sie Platz 1. Auch in anderen europäischen Ländern konnte sich Animals als Hit etablieren. Es erreichte die Top 5 in der Schweiz, in Frankreich, in Deutschland, in Österreich und in Schweden.[2] Des Weiteren konnte das Lied eine Platzierung in den USA erlangen und wurde mit insgesamt sieben Platin und zwei goldenen Schallplatten ausgezeichnet.

Da Garrix vorgeworfen wurde, Animals nicht selbst produziert zu haben, sah dieser sich dazu veranlasst, in einem fast 70-minütigen Video zu zeigen, wie er den Track gemacht hat.[3] In einem weiteren Video des Future Music Magazine, in dem der niederländische DJ erklärt, wie er seine Hitsingle produziert hat,[4] sieht man, dass er teilweise gecrackte Software benutzt, was ihm nochmal einiges an Kritik einbrachte.[5] Laut Martin Garrix basiert die Melodie in Animals auf einem seiner alten Tracks, die er nie veröffentlicht hat. Außerdem sei der Titel von dem Lied What It Is des US-amerikanischen Rappers Busta Rhymes inspiriert. Zu Animals erschienen Remixe von Grum, Victor Niglio, Isaac, Oliver Heldens, Jay Ronk, DirtyS und Botnek.

Am 2. Dezember 2013 veröffentlichte Martin Garrix zusammen mit Jay Hardway die Single Wizard. Bereits nach wenigen Stunden stand das Lied in den Top 10 zahlreicher iTunes-Charts, darunter Platz 4 in Deutschland und Nummer 7 in Großbritannien.[6] Auch in den offiziellen Single-Charts stieg der Track hoch ein, darunter waren Platz 6 in Belgien, Platz 4 in Schottland, Rang 7 in Großbritannien sowie weitere Top-100 Positionen in über 15 Ländern. In Schweden erhielt das Duo eine Goldene Schallplatte. Das offizielle Musikvideo des Big-Room-Tracks wurde innerhalb eines Jahres über 120 Millionen Mal aufgerufen. „Spinnin'“ gab bekannt, dass keine bisherige Veröffentlichung so schnell auf Platz 1 der Beatport-Charts vorgerückt war wie Wizard. Remixe steuerten unter anderem Twoloud, Tchami, Mike Hawkins, Yellow Claw und Tom & Jame bei.

2014: Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seiner Edit-Version des Bassjackers-Tracks Crackin stieg Martin Garrix in das neue Jahr ein. Mit seiner neuen Single Helicopter, die am 17. Februar 2014 zusammen mit Firebeatz erschien, konnte Martin Garrix zunächst nicht an seine Erfolge mit Animals und Wizard anknüpfen. Die Single erreichte in den Niederlanden Platz 59 der Charts, in Frankreich Platz 98 und in Belgien Platz 33. In Deutschland, der Schweiz und Österreich reichte es nicht für eine Chartplatzierung.

Am 5. März erschien eine neue Solo-Veröffentlichung von Martin Garrix. Proxy wurde zum kostenlosen Download auf seiner Soundcloud-Seite angeboten.[7] Garrix wollte damit seinen Fans für die Unterstützung 2013 danken. Ende März trat er auf dem Ultra Music Festival 2014 in Miami auf. Dabei präsentierte er einige neue Songs, die im Laufe des Jahres veröffentlicht werden sollen. Darunter befinden sich auch gemeinsame Werke mit Afrojack und Dillon Francis.

Am 21. April 2014 erschien Tremor, eine gemeinsame Single mit Dimitri Vegas & Like Mike. Nach wenigen Tagen erreichte sie Platz 1 der Beatport-Charts und konnte insbesondere in Download-Portalen wie iTunes mit hohen Platzierungen punkten. Tremor entwickelte sich zu einem der fortan bekanntesten Big-Room-Lieder überhaupt. Mit Gold Skies veröffentlichten Sander van Doorn, Martin Garrix und DVBBS im Juni einen weiteren Track, der die Beatport-Charts eroberte.

In den ersten Monaten des Jahres 2014 wurde bekannt, dass neben Tiësto auch Martin Garrix in das Line-Up der Sendung „BBC Radio 1’s Residency“ aufgenommen werden soll. Am 1. Mai absolvierte Garrix seine erste Sendung bei dem Sender BBC Radio 1. Bis zum 4. Dezember 2014 meldete er sich monatlich in seiner einstündigen Sendung mit „energiegeladener Partymusik und den neuesten exklusiven Tracks aus dem Studio“.[8]

Nach Crackin’ erschien am 7. Juli 2014 eine weitere Edit-Version von Garrix, diesmal mit dem Track Backlash von DubVision. Ende Juli 2014 lud Garrix eine Preview des Titels Turn Up The Speakers, welcher in Zusammenarbeit mit Afrojack entstand, bei Soundcloud hoch. Das Erscheinungsdatum war der 25. August 2014. Für wenige Tage erreichte die Single Platz 1 der Beatport-Top-Ten.

Mit einer ungewöhnlichen PR-Aktion kündigten Martin Garrix und MOTi Mitte September ihren neuen Track Virus an. Auf dem Twitter-Account der beiden Künstler wurden dazu Tweets veröffentlicht, die darauf hindeuteten, dass die DJs und Produzenten gehackt worden sein könnten.[9] Auf der Webseite von Garrix flackerte jedoch ein Text im Code-Stil, der das Veröffentlichungsdatum, den 13. Oktober, bekanntgab.[10] Darüber hinaus führte eine URL zu einem eine Stunde und 40 Minuten langen Video auf YouTube, das nur eine Zahlenfolge, geschrieben im Computer-Stil, zeigte.[11] Im Oktober 2014 verpasste Garrix nur knapp den Einzug unter die DJ Mag Top 100 DJs Top 3 und landete auf Rang 4.[12]

2015: Musikalische Neuausrichtung, Trennung von „Spinnin’ Records“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Garrix' Logo seit Anfang des Jahres 2015

Nach dem stark durch Progressive House beeinflussten Lied Virus begann Martin Garrix zum Jahr 2015 sich neu zu präsentieren. Am 24. Januar 2015 spielte Danny Howard beim britischen Radiosender BBC Radio 1 die Premiere von Forbidden Voices, welches starke melodische Einflüsse aufweist und nicht seinem vorher typischen Big-Room-Stil entsprach.[13] Der Song wurde ab dem 7. Februar 2015 als Dank für 10 Millionen Facebook-Likes zum kostenlosen Download angeboten.[14] Zeitgleich erhielt Martin Garrix außerdem ein neues Logo.[15]

Anfang März 2015 wurde eine Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Sänger Usher angekündigt. Das Release erfolgte am 17. März 2015. Bereits Wochen vorher erschien ein Live-Mitschnitt von Don’t Look Down im Internet. Anfangs wurde vermutet, dass die Vocals vom schwedischen Popsänger John Martin stammen. Des Weiteren wurde der Musikstil bereits früh mit dem des Produzenten Kygo verglichen. Bereits eine Woche nach der Veröffentlichung stand das Lied in der oberen Charthälfte zahlreicher Länder, darunter in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Das offizielle Musikvideo zeigte bereits nach 24 Stunden über eine Million Aufrufe.

Bei seinem Auftritt beim Ultra Music Festival in Miami Ende März 2015 spielte Martin Garrix mehrere unveröffentlichte neue Songs. Für Aufsehen sorgten insbesondere ein von ihm produzierter Track im Future-House-Stil zusammen mit Justin Mylo, der im Internet unter dem Namen Bouncybob kursiert sowie der lang erwartete Song Rewind Repeat It, der bereits Mitte des Jahres 2014 in Zusammenarbeit mit dem britischen Singer-Songwriter Ed Sheeran angekündigt wurde und für zahlreiche Gerüchte verantwortlich war. Des Weiteren regte der Moment, bei den Garrix während Tiëstos Set live auf der Bühne erschien und sie gemeinsam ihre kommenden Single The Only Way Is Up spielten, Gesprächsstoff an. Die Performance des Liedes Don’'t Look Down, bei der der Sänger Usher live auf der Bühne erschien, brach einen Ultra-Music-Rekord, da es im Internet zuvor nie mehr Zuschauer bei einem Online-Stream gab.

Am Anfang April 2015 äußerte sich Garrix erstmals wieder zur lang erwarteten Zusammenarbeit mit David Guetta und gab bekannt, welcher Track seines Ultra-Music-Festival-Set es sei. Dabei handelte es sich um ein Stück, das im Gegensatz seiner vorherigen Progressive-House-Lieder wieder Merkmale des Big-Room- sowie auch des French-House aufwies. Ein Releasedate wurde nicht bekannt gegeben. Jedoch erschien am 4. Mai 2015 seine Zusammenarbeit mit Tiësto The Only Way is Up als Single. Sie fand bereits 2014 als Tonspur mit den Titeln Voices und Kindergarten ihren Weg im Internet. Das offizielle Musikvideo entsteht in Kooperation mit dem Unternehmen hinter der Limonade 7 Up und wird jeweils einen Auftritt der beiden DJs in einer Wüste zeigen. Parallel wurde auch bekanntgegeben, dass 7 Up auch in Zukunft als Sponsor für Garrix in Erscheinung treten würde. Des Weiteren erschien auch eine Special Edition ihres Getränks mit seinem Namen als „Tropical Version“.

Vorher erschien jedoch am 21. Mai 2015 der mit dem schwedischen DJ Avicii produzierte Titel Waiting for Love, bei dem fälschlicherweise lange Zeit davon ausgegangen wurde, dass die Vocals vom US-amerikanischen Singer-Songwriter John Legend stammen würden. Obwohl Garrix wie bei den Avicii-Singles üblich nicht erwähnt wurde, machte sich der Titel als Collab seine Wege durch das Internet und wurde ein großer Erfolg. Sie erreichten unter anderem Platz eins in Schweden sowie die Top 10 in Dänemark, Österreich und seinem Heimatland, den Niederlanden.

Ende August 2015 veröffentlichte Garrix seinen lang angekündigten Remix des Liedes Can’t Feel My Face des US-Rappers The Weeknd auf SoundCloud. Bereits vorab erschienen mehrere Mitschnitte seiner Live-Auftritte, bei denen er dieses Lied spielte. Anfangs war der Remix sehr Deep-House-lastig, wurde aber stark überarbeitet, da Garrix den Remix aggressiver gestalten wollte. Zwar wurde er im Nachhinein stark mit dem Stil des Produzenten MOTi verglichen, der Track wurde aber dennoch positiv aufgegriffen. Es erschien ebenfalls ein Remix-Video auf YouTube, in dem Szenen seines Sets beim EDC-Las-Vegas zusammen mit Teilen des offiziellen Musikvideos von The Weeknd zu sehen sind. Ein Single-Release wurde nicht angekündigt und vorab auch nicht vorgesehen.

Am 27. August 2015 verkündete Garrix über Instagram, dass seine Zusammenarbeit mit seinem Management „MusicAllstars Management“ sowie dem Label „Spinnin’ Records“ beendet sei, er jedoch bereits an neuen Projekten arbeite. Garrix gab bekannt, dass er durch die 360°-Verträge beinahe alle Rechte an seinen Liedern verloren habe. Ein Versuch, diese zurückzukaufen, wie es Steve Angello im Vorjahr bei „Columbia“ tat, scheiterte. Des Weiteren waren die Verträge ebenfalls schuld daran, dass Garrix’ Mitarbeit an Aviciis Erfolgstrack Waiting For Love nicht auf der Single erwähnt wurde.[16] Laut seinem ausführlichen Instagram-Statement scheint sein US-amerikanischer Manager Scooter Braun nicht von der Trennung betroffen zu sein und auch seine PR-Agentur „The Media Nanny“ wird nicht erwähnt. Neuigkeiten soll es vor allem im Rahmen des Amsterdam Dance Events geben.[17] Einen Tag nach Garrix’ Statement äußerte sich Eelko van Kooten, Mitglied von „Spinnin’ Records“, zu der ganzen Sache. Er erklärte, dass sie auf Grund seines Erfolges in den letzten Monaten im engen Kontakt zu Martijn und seinem Team standen, um die immer noch bestehenden Verträge anzupassen. Des Weiteren wären sie bereit gewesen, Martijns Wunsch zu entsprechen und die Verträge zu seinen Gunsten neu zu verhandeln. Dabei bestätigten sie auch den Wechsel des Besitzes. Dennoch entschied sich Martijn, die Zusammenarbeit unmittelbar einseitig zu beenden. Sie beschrieben die Begleitung Martijns von einem unbekannten, höchst talentierten Künstler zu einem weltberühmten Star als eine großartige Erfahrung.[18]

Ende 2015 bis 2016: STMPD-Records & DJ Mag "Nr.1 DJ"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Garrix live beim Air Festival 2016

Nach der Trennung von Spinnin’ und der Unterzeichnung eines Vertrages mit dem Schweizer Unternehmen TAG Heuer erschien das Aftermovie des Ultra Music Festivals 2015, in dem er eine neue Produktion vorstellte. Das Lied verbreitete sich im Internet unter dem Titel Don’t Crack Under Pressure, da ein Werbespot mit demselben Motto von TAG Heuer veröffentlicht wurde. Der Track kam sehr gut an, und es entstanden schnell Gerüchte, wann er veröffentlicht werde. Anfang Februar 2016 gab Martin Garrix auf seiner Facebook-Seite bekannt, dass er gemeinsam mit John Martin und Michel Zitron, dem Sänger von Tiëstos Red Lights eine Vocal-Version zu diesem Lied aufgenommen habe. Verglichen wurde das Lied jedoch mit Aviciis Silhouettes.

Parallel kündigte der Niederländer eine Reihe an Free-Tracks an, da diese wohl durch den Vertrag mit Spinnin’ aufgrund seines kommerziellen Erfolges nur sehr selten bewilligt wurden. Jedoch erschien am 31. Oktober 2015 ohne jegliche Promotion-Kampagne das Lied Poison zum Free-Download. Premiert wurde das Lied nur zwei Wochen zuvor beim Amsterdam Dance Event 2015. Ebenfalls gab er auf Facebook eine Zusammenarbeit mit David Guetta und Afrojack sowie auf Snapchat eine neue Single mit Jay Hardway im Bereich des Big-Rooms und eine erneute Zusammenarbeit mit Julian Jordan (ebenfalls auf Snapchat) bekannt.

Mitte Oktober 2015 landete Garrix bei den DJ Mag Top 100 DJs hinter Dimitri Vegas & Like Mike und Hardwell auf Platz drei.

Mitte November 2015 veröffentlichte Garrix seinen lang erwarteten Remix zu Can’t Feel My Face von The Weeknd über „Universal Music“ als Single. Ebenfalls kündigte er auf Facebook an, dass seine Kollaboration mit Justin Mylo und dem gerade einmal 16-jährigen Mesto am 31. Dezember 2015 als Free-Track erscheinen werde. Bouncybob war somit der zweite Free-Track in Folge. Bereits seit seinem Auftritt beim Ultra Music Festival im Mai 2015 wird der Future-House-Song erwartet. Währenddessen wurde ein Remake auf YouTube sehr populär und erhielt als vermeintliches Original beinahe eine Million Klicks.

Am 11. März 2016 erfolgte letztlich das Release der Kollaboration mit John Martin und Michel Zitron unter dem Titel Now That I Found You. Der Track konnte den Erfolg seiner letzten Lieder übertreffen und erreichte innerhalb kürzester Zeit die Download-Charts mehrerer Länder. Zudem präsentiert es die erste Veröffentlichung seines eigenen Plattenlabels „STMPD-RCRDS“. Der Name basiert auf dem englischen Wort „Stamp“, was für „Briefmarke“ steht. Inspiriert für die Namensgebung wurde er von seinem Vater, der bei einer Briefmarken-Vermarktungs-Agentur arbeitete. Bei seinem Auftritt beim Ultra Music Festival im März 2016 spielte er eine große Auswahl an neuen Liedern, darunter Produktionen mit Bebe Rexha, Avicii und den langerwarteten Titel Spotless mit Jay Hardway.

DJ-Mag-Platzierungen
Jahr Platz
2013 40
2014 4
2015 3
2016 1

Am 1. April 2016 veröffentlichte Martin über sein Plattenlabel das Lied Spaceships als Free-Download. Der Lovetrap-Song erschien unter dem Pseudonym „Area 21“, hinter dem er sich gemeinsam mit dem Rapper Maejor Ali versteckt. Eine weitere Produktion mit dem Projekt trägt den Titel We Did It und wurde ebenfalls beim Ultra Music Festival premiert. Mitte April 2016 sickerte über unbekannte Wege die Studioversion des Liedes Waiting for Tomorrow durch, das gemeinsam mit dem Produzenten Pierce Fulton und dem Sänger Mike Shinoda von Linkin Park aufgenommen worden war. Zwar wurden viele der Uploads gelöscht, aber die Verbreitung konnte nicht gestoppt werden. Am 20. Mai wurde ein weiterer Track von Area 21 mit dem Namen Girls veröffentlicht.

Im Mai 2016 erschien der, beim Ultra als Intro seines Sets verwendete High-Energy-Progressive-House-Track Lions in the Wild und wurde bei Fans sowohl durch Vocals, als auch durch seine unverkennbare Melodie gelobt. Der Titel entstand in Kollaboration mit dem britischen Progressive-Duo Third Party. Die Charts konnte das Lied in Frankreich erreichen.

Am 13. Juni 2016 erschien das Lied Oops als Single. Das Release basiert auf dem Muster einer Promo-Single, da diese im Zuge seines Video-Spiels erschien. Neben typischen Martin-Garrix-Elementen orientierte er sich auch an stilistische Mittel von Soundtracks von Spielen wie Super Mario. Das Video-Spiel an sich ist eine abgewandelte Version von Flappy Bird.

Am 29. Juli 2016 wurde die Single In The Name Of Love veröffentlicht, welche zusammen mit der US-amerikanischen Sängerin Bebe Rexha geschrieben und produziert wurde. Im Gegensatz zu Garrix anderen Liedern, ist diese Future-Bass lastig mit einigen Elementen des Lovetraps. Kommerziell gesehen brauchte das Lied ein wenig Anlaufzeit, konnte dann jedoch hohe Chartplatzierungen erreichen, darunter waren die Top-15 in Deutschland, den Niederlande und Großbritannien. Zudem konnte erstmals seit Animals wieder die Top-100 in den USA erreicht werden. Bis Ende 2016 wurde In the Name of Love über eine Millionen Mal verkauft.

Im Zuge des Amsterdam Music Festivals erschienen sieben Lieder in einer Woche, die die EP „Seven“ bildeten. WIEE machte den Anfang. Es stellt nach „Bouncybob“ die zweite Kollaboration mit dem Nachwuchsproduzenten Mesto dar. The Sun Is Never Going Down erschien als zweite Single der EP. Lange Zeit wurde vermutet, dass Simon Aldred, der Sänger von Aviciis und Garrix‘ Waiting For Love hinter den Vocals steckt, aber tatsächlich ist es Dawn Golden. Spotless mit Jay Hardway ist die Nummer drei der Liste. Das Lied wurde lang von den Fans erwartet und wurde schnell mit dem Lied Memories von KSHMR und den Bassjackers verglichen. Hold On & Believe bildete die vierte Single der EP und wurde gemeinsam mit The Federal Empire aufgenommen. Bereits vor Release wurde das Lied durch seine Ähnlichkeit zu Waiting For Love als zweite Kollaboration mit Avicii mit dem Titel Hold On Never Leave gehandelt. Die langerwartete zweite Kollaboration mit seinem Freund Julian Jordan wurde mit Welcome am 19. Oktober 2016 veröffentlicht. Die Nummer ist geprägt mit Jordans Dub-House-Stil. Mit Together, die gemeinsam mit dem DJ-Duo Matisse & Sadko produziert wurde, ging es weiter. Das Lied bildete im Progressive-House-Gewand das Finale seines Tomorrowland-Sets. Make Up Your Mind stellt den letzten Track der Woche dar. Dieser basiert entgegen Florian Picassos eigentlichem Progressive-House-Stil auf Spuren des Groove-House’und des Bigrooms.

Am 19. Oktober 2016 wurde Martin Garrix vom Magazin DJ Mag zum #1 DJ der Welt gekürt.[19] Damit ist er der jüngste DJ, der jemals den Platz 1 des DJ Mag Votings gewonnen hat. Der Preis wurde ihm von seinem Mentor und dreimaligen Gewinner des Dj Mag Top 100 Voting, Tiësto überreicht. Die Verleihung fand in Amsterdams bekannter Heineken Musik Hall statt und war die Eröffnungsfeier des diesjährigem Amsterdam Music Festival, welches das größte Festival des Amsterdam Dance Event (ADE) ist.

2017: Scared to Be Lonely[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim AVA New Year’s Eve in Myanmar premierte Martin Garrix eine neue Future-Bass-Produktion. Dem Lied wurde der Titel Scared to Be Lonely hinzugeordnet und die britische Sängerin Dua Lipa als Vocalistin vermutet. Von Garrix wurde Mitte Januar 2017 beides bestätigt. Zudem wurde seit In the Name of Love erstmals wieder ein Musikvideo gedreht. Release erfolgte am 27. Januar 2017. Innerhalb einer Woche konnte das Musikvideo mehr als 10 Millionen Aufrufe verzeichnen.[20] Das Lied startete mit ähnlichem Erfolg wie In the Name of Love und erreichte in der ersten Woche die Single-Charts zahlreicher europäischer Länder sowie die Top-100 der USA. Am 7. April 2017 erschien eine Akustikversion des erfolgreichen Tracks auf Garrix' Youtubekanal, in dem der Future-Bass-Song mit Geigen, Gitarren und Klavieren nachgespielt wurde.

Für 2017 ist zudem die Veröffentlichung eines Dokumentationsfilms angesetzt. Dieser soll Martin Garrix und DJ-Legende Carl Cox als Hauptdarsteller mit dem Titel What We Started zeigen. Dabei soll die Entwicklung der EDM-Szene im Laufe der letzten 30 Jahre gezeigt werden, bei dem insbesondere Cox, der erst kürzlich seinen Rücktritt vom Ibiza-Club Space bekanntgab, als Hauptbegründer in den Fokus genommen wird. Martin Garrix wird im Zuge seines Belegen des ersten Platzes der DJ-Mag-Top-100 die heutige EDM-Szene repräsentieren.[21] Regie, Co-Autor und Produzent des Filmes ist Bert Marcus.[43] Der Soundtrack und die Co-Produktion übernahm Pete Tong. [22]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Garrix wuchs mit seinen Eltern Karin und Gerard Garritsen sowie seiner Schwester (* 13. März 1998) in Amstelveen in den Niederlanden auf, wo er bis heute lebt. Seine Schwester studiert derzeit an der Universiteit van Amsterdam. Zwischen 2013 und 2014 war er mit der als Model und Zeichnerin bekannten Lynn Spoor liiert.[23] Im Herbst 2015 gab er bekannt mit der Lifestyle-Bloggerin Sonja Horn zusammen zu sein.[24] Ab Sommer 2016 wurde er nicht mehr mit ihr in Verbindung gebracht. Seit Oktober 2016 gingen Gerüchte herum, dass er in einer festen Beziehung mit dem Model Charelle Schriek sei.[25] Dies dementierte er jedoch in einem Interview mit Radio 538 Anfang Februar 2017.[26]

Philanthropie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fuck Cancer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2016 trat Garrix als Gesicht einer Veranstaltung in Los Angeles in Erscheinung dessen Erlöse allesamt an die Non-Profit-Organisation „Fuck Cancer“ gingen. Hinter dieser verbirgt sich ein Unternehmen, welches sich für die Prävention und Unterstützung Krebsbetroffener einsetzt.[27]

Magic Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2016 startete Garrix seine Indien-Tour mit einem Charity Konzert in Mumbai, das von über 40.000 Leuten besucht wurde. Auf der Mahalaxmi-Rennstrecke veranstaltete Martin Garrix ein weiteres Event, dessen Erlöse an den Magic Bus gespendet wurden. Dieser unterstützt über 10.000 Kinder im ganzen Land in Form von Bildungshilfe.[28]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Martin Garrix/Diskografie

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Charts[29] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2014 Gold Skies 171
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Juli 2014
2015 Break Through the Silence Erstveröffentlichung: 27. Juli 2015
(vs. Matisse & Sadko)
2016 Seven Erstveröffentlichung: 28. Oktober 2016

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Auszeichnung Kategorie Werk Ergebnis Quelle
2013 Dance Music Awards Best Electro / Progressive Track Martin Garrix Gewonnen [30]
DJ of the Year Gewonnen
Newcomer of the Year Gewonnen
2014 Young Hollywood Awards Breakout Music Artist Nominiert [31]
Teen Choice Awards Choice Music: Electronic Dance Music Artist Nominiert [32]
Choice Music: Electronic Music Dance Song Animals Nominiert
The Buma Awards Best International Song Gewonnen [33]
MTV Video Music Awards MTV Clubland Award Nominiert [31]
NRJ DJ Awards Best Music Gewonnen [34]
Best Live Performance Martin Garrix Gewonnen
MTV Europe Music Awards Bester niederländischer Musiker Nominiert
World Music Awards World’s Best Song Animals Nominiert
World’s Best Video Nominiert
Best Male Artist Martin Garrix Nominiert
World’s Best Entertainer of the Year Nominiert
Best Electronic Dance Music Artist Nominiert
Echo Bester Dance-Künstler Nominiert
2015 YouTube Music Awards 50 artists to watch Gewonnen [35]
iHeartRadio Music Awards Dance Song of the Year Animals Gewonnen
MTV Europe Music Awards Bester Electronic-Act Martin Garrix Gewonnen [36]
Bester niederländischer Musiker Nominiert
DJ Awards Best Electro/Progressive House Nominiert [37]
Best International DJ Nominiert
2016 International Dance Music Awards Best Electro/Progressive House Track The Only Way Is Up Nominiert
Best Global DJ Martin Garrix Nominiert
MTV Millennial Awards Beat Guru Gewonnen
MTV Europe Music Awards Bester Electronic-Act Gewonnen
Bester World stage Gewonnen
NRJ DJ Awards Best International DJ Gewonnen [38]
Best Live Performance Gewonnen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Martin Garrix – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Garrix im Interview mit dem DJ Magazine
  2. Chartstatistik für „Animals“ auf acharts.us
  3. Making Of Animals bei YouTube
  4. „Martin Garrix In The Studio With Future Music“
  5. „Produziert Garrix mit gecrackter Software?“ bei virtualnights.com
  6. Wizard in den iTunes-Charts
  7. Free-Download der Single Proxy bei Soundcloud
  8. Erste Folge „BBC Radio 1’s Residency“ mit Martin Garrix
  9. Tweet von Martin Garrix bei Twitter
  10. Website von Martin Garrix
  11. „Virus“-Video bei YouTube
  12. DJ Mag Top 100 DJs 2014
  13. Danny Howard präsentiert Martin Garrix - Forbidden Voices (englisch; abrufbar bis 21. Februar 2015)
  14. Facebook-Post zu "Forbidden Voices"
  15. Webseite von Martin Garrix mit neuem Logo
  16. „Martin Garrix trennt sich von Spinnin' Records“ auf Dance-Charts
  17. „Martin Garrix trennt sich von Spinnin' Records und Music Allstars“ auf Houseblogger
  18. „Martin-Garrix-Statement von Spinnin' Records“ auf Dance-Charts
  19. Martin Garrix wird neue Nummer 1 des DJ Mag Top 100. In: It's All About The Music. 19. Oktober 2016 (iaatm.de [abgerufen am 20. Oktober 2016]).
  20. Martin Garrix released nächsten Megahit Scared To Be Lonely. In: It's All About The Music. 27. Januar 2017 (iaatm.de [abgerufen am 27. Januar 2017]).
  21. Steve Baltin: New Doc 'What We Started' Sees Dance Music Through the Eyes of Carl Cox & Martin Garrix auf „Billboard
  22. DJ Mag Staff: MARTIN GARRIX & CARL COX TO STAR IN EDM-FOCUSED DOCUMENTARY, WHAT WE STARTED auf „DJMag“ (Thrust Publishing Ltd.)
  23. Hauke: 5 Dinge über Martin Garrix, die du nicht wusstest
  24. Garrix World auf Ask.fm
  25. Confirmed! Charelle is Martin's new girl
  26. Interview mit Radio 538 auf YouTube
  27. Tyler Robinson: [ Martin Garrix Put on Special Performance for FCancer Campaine] auf „MagneticMag“
  28. EVENTFAQS Bureau: Martin Garrix Hops on the Magic Bus with Percept in a Charity Concert for 40,000+ auf „Event Faqs“
  29. Chartquellen: DE, AT, CH UK US NL Singles
  30. Gewinner der IDMA 2014
  31. a b Martin Garrix Awards. IMDb
  32. Nordyke, Kimberly: Teen Choice Awards 2014 Gewinner. (8. Oktober 2014)
  33. Martin Garrix auf Twitter: "Sick, I won the Buma Award for best International song!!! Thank you!!
  34. NRJ Awards
  35. „YouTube Music Awards: Watch New Videos By Charli XCX, Ed Sheeran, Martin Garrix“ auf Billboard
  36. Martin Garrix auf MTVEma
  37. DJ-Award-Gewinner
  38. Ergebnisse der NRJ DJ Awards