Gary Horowitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Gary T. Horowitz (* 14. April 1955 in Washington, D.C.) ist ein US-amerikanischer theoretischer Physiker, der sich mit Stringtheorie und Quantengravitation beschäftigt.

Horowitz studierte an der Princeton University (Bachelor 1976) und promovierte 1979 an der University of Chicago bei Robert Geroch.[1] Danach war er als Post-Doc an der University of California, Santa Barbara und der Oxford University (als NATO Fellow). 1981 bis 1983 war er als Einstein Fellow am Institute for Advanced Study. 1983 wurde er Assistant Professor, 1986 Associate Professor und 1990 Professor an der University of California in Santa Barbara.

Horowitz beschäftigt sich mit Untersuchung von Gravitations-Erscheinungen, zum Beispiel Schwarzen Löchern, in der Stringtheorie. In seiner Arbeit über Schwarze Löcher in der Stringtheorie arbeitete er in den 1990er Jahren unter anderem mit Andrew Strominger[2] und Joseph Polchinski. Damals gelang für spezielle (extremale) Schwarze Löcher der Nachweis, dass sie in der Stringtheorie die Bekenstein-Hawking-Entropie-Formeln erfüllen (Strominger, Cumrun Vafa, Horowitz u. a.)[3].

1985 veröffentlichte er eine einflussreiche Arbeit mit Philip Candelas, Andrew Strominger und Edward Witten über die Kompaktifizierung von Superstrings in Calabi-Yau-Räumen.[4]

Mit Strominger war er auch einer derjenigen, die Hinweise auf Brane-Lösungen der Stringtheorie Anfang der 1990er Jahre fanden[5].

Er beschäftigt sich auch mit AdS/CFT-Korrespondenz und deren Anwendung zum Beispiel auf Supraleiter (holographische Supraleiter)[6]

1982 erhielt er den ersten Preis mit M. Perry im Essay-Wettbewerb der Gravity Research Foundation. 1985 bis 1989 war er Sloan Research Fellow. Er ist seit 2002 Fellow der American Physical Society, seit 2010 Mitglied der National Academy of Sciences und seit 2013 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. 1993 erhielt er den Xanthopoulos-Preis.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gary Horowitz im Mathematics Genealogy Project (englisch) Vorlage:MathGenealogyProject/Wartung/id verwendet
  2. Counting states of near extremal black holes, Phys.Rev.Letters, Bd. 77, 1996, S. 2368
  3. Für allgemeinere schwarze Löcher kann man nur die Proportionalität des Logarithmus der Anzahl der Stringzustände zur Oberfläche (die der Entropie entspricht) zeigen, Horowitz, Polchinski A correspondence principle for black holes and strings, Physical Review D, Bd. 55, 1997, S. 6189
  4. Vacuum configuration of superstrings, Nuclear Physics B, Bd. 258, 1985, S. 46–76
  5. Horowitz, Strominger Black strings and p-branes, Nuclear Physics B, Bd. 360, 1991, S. 197–209
  6. Horowitz, Introduction to Holographic Superconductors, 2001, 5. Aegean Summer School

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]