Garzeno

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Garzeno
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Garzeno (Italien)
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Como (CO)
Lokale Bezeichnung Garzee
Koordinaten 46° 8′ N, 9° 15′ OKoordinaten: 46° 8′ 0″ N, 9° 15′ 0″ O
Höhe 662 m s.l.m.
Fläche 28,76 km²
Einwohner 708 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 22010
Vorwahl 0344
ISTAT-Nummer 013106
Volksbezeichnung garzenesi
Schutzpatron Donato und Clemens von Rom (23. November)
Website Garzeno

Garzeno
Die Gemeinde Garzeno im Provinz Como

Garzeno ist eine italienische Gemeinde mit 708 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) in der Provinz Como in der Region Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garzeno liegt oberhalb des Lago di Como an der Strada provinciale 5 im Albano Tal, am Fuße des Monte Cortafon (1688 m s.l.m.). Die Gemeinde befasst die Ortsteile: Catasco, Piazze, Mòllen, Brenzeglio, Domagnolo, Quansc, Carcinedo und Ponte.

Die Nachbargemeinden sind: Cremia, Cusino, Dongo, Gravedona ed Uniti, Grandola ed Uniti, Pianello del Lario, Plesio, San Bartolomeo Val Cavargna und San Nazzaro Val Cavargna.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Straße, die von Garzeno zum San-Jorio-Pass führt, wurde jahrhundertelang benutzt, um das Val Mesolcina mit den nördlichsten Gebieten des Comer Sees zu verbinden.

Gerade durch diese Straße und insbesondere in der Richtung, die vom Kanton Graubünden zum Comer See führt, verliefen Expansionsbestrebungen der Familie Sacco, der Feudalherren des Mesolcinatals, denen Federico II. im 1220 den sogenannten Monte di Dongo und damit Garzeno. Das Gebiet blieb bis 1284 ein Lehen der Familie Sacco.

Im Jahre 1335 stellt sich heraus, dass die Gemeinde Garzeno Teil der Pieve di Dongo ist. Im selben Jahr wird in den Statuten von Como die Gemeinde Garzeno unter den Gemeinden erwähnt, die für die Instandhaltung der sogenannten Straße von Mezzola zuständig sind. Insbesondere hatten die Garzenatti die Aufgabe, facere archatas sedecim a facta illorum de Stazona in iosum versus lacum.

Im Jahre 1402 wurde das Gebiet erneut von der Familie Sacco belehnt, von der sich Garzeno zwei Jahre später, mit dem Tod des letzten Nachkommen der Familie, endgültig löste. Danach an die Trivulzio übergegangen, folgte Garzeno dem Schicksal der Pieve di Dongo, die zusammen mit der Pieve di Gravedona und der Pieve di Sorico das sogenannte Lehen der Drei Pievi Superiori bildete.

Im Jahre 1497 wurden die drei Pfarreien und die Pieve di Nesso von Ludovico il Moro an Lucrezia Crivelli zu Lehen gegeben.Im 16. Jahrhundert gingen Garzeno und der Rest der Tre Pievi zunächst an Gian Giacomo Medici (1535) und später an die Familie Gallio (1580), die ihre Lehnsrechte bis mehr als die Hälfte des 18. Jahrhunderts ausübten.

Im Jahre 1751 erstreckte sich das Territorium von Garzeno bereits auf die Cassinages von Scireso, Cotasco und Catasco.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daten von ISTAT

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1861 1871 1881 1901 1911 1921 1931 1936 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011 2021
Einwohner 1654 1719 1797 1701 1918 1697 1912 2059 2159 1974 1718 1479 1258 1029 852 699

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Pietro (15. Jahrhundert) mit Fresken des Malers Giovanni Mauro della Rovere, auch Fiammenghino genannt.[2]
  • Oratorium San Jorio am San-Jorio-Pass (2012 m s.l.m.)[3]
  • Haus mit Strohdach

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rita Pellegrini: Antica vita tra le Masoni. Editore Attilio Sampietro, Menaggio 2009.
  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 317.
  • Lombardia - Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Garzeno Online

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Garzeno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Pfarrkirche San Pietro (Foto) auf lombardiabeniculturali.it
  3. Oratorium San Jorio (Foto)