Gasdruckregler

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Flüssiggasflasche, angeschlossen mit Druckregler
Schema eines Flaschendruckminderers

Der Gasdruckregler oder Gasregler bzw. das Gas-Druckregelgerät (GDR) (siehe hierzu EN 334) dient zum Bereitstellen eines definierten Drucks eines Gases. Zu beachten sind Unterschiede im Gasbetriebsdruck.

Grundformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indirekt wirkend (mit Hilfsenergie arbeitend)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gas-Druckregelgeräte in komplexer Form (Gas-Druckregelanlagen / kombinierte Gas-Druckregel- und Messanlagen) werden z.B. zum Regeln des Druckes im Erdgasnetz benutzt. Erdgas kommt mit hohem Druck aus der Erde und wird in einem Rohrnetz mit geregeltem Druck verteilt.

Direkt wirkend (ohne Hilfsenergie arbeitend)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinere Gasdruckregler für niedrigere Ausgangsdrücke sind meistens so aufgebaut, dass sie keine Hilfsenergie von außen (z. B. mit elektrischem Strom) oder aus dem Eingangsdruckraum benötigen (direkt wirkende Geräte).

Solche kleineren Regler, z. B. für Campinggas oder andere Druckgasflaschen, sind auch unter dem Namen Druckminderer oder Flaschendruckminderer bekannt.

Der Gasfluss wird durch ein Regel-Ventil unterbrochen oder gedrosselt. Einwirkende Störgrößen auf den Ausgangsdruck, wie schwankender Abnahmevolumenstrom und Druckveränderungen im Eingang eines Druck-Regelgerätes, werden durch mehr Öffnen oder Schließen des Ventils, im Sinne einer Angleichung des Istwertes (Ausgangsdruck) an den Sollwert, ausgeglichen (Regelvorgang, im Gegensatz zu einem Steuervorgang). Steigt der Ausgangsdruck an, muss das Ventil mehr schließen, sinkt er, muss es weiter öffnen.

Die Messung des Sollwertes wird meistens über eine Vergleichermembran, die das Ventil steuert realisiert (Kraft = Druck × Wirkfläche). Auf der einen Seite wirkt der Ausgangsdruck (Ist-Wert, Druckkraft des Vergleichers), von der anderen Seite wirkt eine verstellbare Federkraft (Sollwert). Durch den kontinuierlichen Vergleich Sollwert-Istwert wird das Ventil angesteuert und über dessen Öffnungsstellung der Ausgangsdruck so ausgeregelt, dass der Istwert gleich dem vorgegeben Sollwert ist. Da die Druckregelgeräte in der Regel mit Sollwertfedern, zur Einstellung des jeweils erforderlichen Ausgangsdruckes, ausgestattet sind, ergibt sich funktionstechnisch bedingt, je nach Öffnungsstellung des Ventils, eine mehr oder weniger hohe bleibende Druckabweichung des Istwertes relativ zum vorgegebenen Sollwert (Proportional- oder P- Abweichung).

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mit Ausgleichmembran: Kraftausgleich der ansonsten zu einem Fehler führenden Druckkräfte (Eingangsdruck und Ausgangsdruck) an der Ventilfläche
  • Eingangsdruckregelung, Vordruckregelung: Schwankende Eingangsdrücke (Störgröße) werden zunächst auf einen Vordruck geregelt, die Störgröße "Eingangsdruck" also weitgehend eliminiert.
  • Differenzdruckregelung: Die Differenzdruckregelung (Blendenregelung) wird für Durchflussregelungen verwendet (Normdurchflussregelungen oder Betriebsdurchflussbegrenzungen als Gaszählerschutz).
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Der Gasdruckregler in der Waffentechnik fehlt
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Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sicherheitseinrichtungen