Gattberg

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Gattberg
Der Butterstein im Steinernen Meer auf dem Gattberg

Der Butterstein im Steinernen Meer auf dem Gattberg

Höhe 129 m ü. NHN
Lage Belm
Gebirge Osnabrücker Bergland
Koordinaten 52° 19′ 39″ N, 8° 8′ 2″ OKoordinaten: 52° 19′ 39″ N, 8° 8′ 2″ O
Gattberg (Niedersachsen)
Gattberg
Besonderheiten Naturschutzgebiet Steinernes Meer[1]

Der Gattberg ist eine 129 m hohe flache, waldbedeckte Erhebung als Teils des Osnabrücker Berglandes im Belmer Ortsteil Vehrte, die mit ihrem Reichtum an eiszeitlichen Findlingen im Osnabrücker Land einmalig ist. Ein 13 ha großes Areal ist als NaturschutzgebietSteinernes Meer“ ausgewiesen.[1] Hier finden sich riesige, bis zu 3,80 m hohe Findlinge. Der größte ist der „Butterstein“, ein würfelförmiger Findling mit etwa 3,40 m Kantenlänge, der aber nur ca. 1,40 m aus dem Boden ragt.[2]

Ein rötlich-grauer, dachförmiger Granitfindling von 1,65 m Länge, 1,20 m Breite und 0,75 m Höhe liegt inmitten des dortigen Hügelgräberfeldes. Auf der Schräge im Süden findet sich eine schälchenförmige Eintiefung mit einer Tiefe von 1,5 cm und einem Durchmesser von 5 cm. im Nordwesten weist der Stein eine fußsohlenartige Einmeißelung von etwa 7-10 cm Breite und 23 cm Länge auf. Bei der archäologischen Untersuchung wurde festgestellt, dass der Stein von einem künstlich angelegten Pflaster aus etwa faustgroßen Geröllsteinen umgeben ist. Die Funktion solcher und ähnlicher Steine dürfte, nach den Bearbeitungsspuren sowie ihrer Lage, Stellung und Größe zu urteilen, im Bereich des Kultischen zu suchen sein. Die genaue zeitliche Einordnung ist in der Regel unmöglich, ein jungsteinzeitliches oder bronzezeitliches Alter ist aber zu vermuten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. Friedrichs und W. Schlüter: Hügelgräber und Steinmale auf dem Gattberg. In: Oldenburger Landesverein für Geschichte, Natur- und Heimatkunde e.V. (Hrsg.): Archäologische Denkmäler zwischen Weser und Ems. Isensee Verlag, 2000, S. 425–426, ISBN 3895987522.
  • Horst Klassen: Erdgeschichte der Gemeinde Belm. In: Irmgard Sprang (Hrsg.): Heimatbuch Belm. Bd. 1, 1980, S. 47–54.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Naturschutzgebiet „Steinernes Meer“ in der Datenbank des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).
  2. Der Butterstein. Stonepages.de (Memento vom 10. September 2012 im Webarchiv archive.is).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]