Gaziantepspor

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Gaziantepspor
Vereinslogo
Basisdaten
Name Gaziantepspor Kulübü
Sitz Gaziantep, Türkei
Gründung 7. Februar 1969
Farben rot-schwarz
Präsident İbrahim Kızıl
Website gaziantepspor.org.tr
Erste Mannschaft
Trainer TurkeiTürkei Faik Demir
Spielstätte Gaziantep Arena
Plätze 35.574
Liga TFF 1. Lig
2017/18 18. Platz (Abstieg)

Gaziantepspor (offiziell: Gaziantepspor Kulübü) ist ein Fußballverein der größten Stadt der Region Südostanatolien, Gaziantep, die zugleich sechstgrößte Stadt der Türkei ist. Von den Fans wird der Verein auch „Antep“, „Antepspor“, „Şahinler“ oder „Gazikent“ genannt. Das Kamil-Ocak-Stadion mit Platz für 17.000 Zuschauer war bis Ende 2016 die Heimstätte von Gaziantepspor. Der Verein spielte ab den 1970er bis in die 2010er Jahre insgesamt 31 Spielzeiten in der Süper Lig und befindet sich in deren Ewigen Tabelle auf dem 9. Platz.[1] Am 15. Januar 2017 wurde die Gaziantep Arena als neue Heimat mit 35.574 Plätze eröffnet.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 7. Februar 1969 unter Führung von Beşir Bayram gegründet. Die Vereinsfarben rot-schwarz deuten auf die Verteidigung der Stadt im türkischen Befreiungskrieg (1919–1922), wobei schwarz die Trauer und rot das vergossene Blut symbolisiert.

In der Saison 1970/71 bestritt die Mannschaft in der türkischen dritten Liga ihr erstes Spiel. Der Aufstieg in die zweite Liga gelang in der folgenden Saison. Nach sieben Jahren in der zweiten Liga stieg Gaziantepspor in die erste Liga auf. Große Erfolge konnten aber nicht verzeichnet werden, und somit stieg die Mannschaft in der Saison 1982/83 ab. In der türkischen Süper Lig befand man sich seit der Saison 1989/90 und schaffte von dem Zeitpunkt an immer mehr an Ansehen und Stärke zu gewinnen, nicht zuletzt durch die kluge Wirtschaftspolitik des langjährigen Präsidenten des Vereins, Celal Doğan, der den Verein zwischen 1994 und 2004 geleitet hat. Die Mannschaft konnte zwar keine nennenswerten Erfolge feiern, galt aber trotzdem als der Angstgegner der Istanbuler Großklubs. Außerdem war Gaziantepspor für das Fördern junger Spieler bekannt, die später zu den Istanbuler Großklubs wechselten wie z. B. Gökhan Güleç, İbrahim Toraman, Ayhan Akman, İsmail Köybaşı und İbrahim Üzülmez. Gaziantepspor unterhielt eine Fanfreundschaft zu MKE Ankaragücü und später auch zu Bursaspor.

In der Saison 2016/17 befand man sich nach 34 Spieltagen auf dem 17. Tabellenplatz und musste somit in die TFF 1. Lig absteigen. In der darauf folgenden Saison wurde am letzten Tag des Jahres 2017 die Auflösung des Vereins bekannt gegeben. Als Grund wurde die Schuldenlast genannt.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wappenschild, welcher die Burg von Gaziantep darstellt, ist ein Falke, das Symbol der Stadt, abgebildet. Darunter ist das Gründungsjahr zu sehen. Den Hintergrund bildet ein Karomuster in den Vereinsfarben.

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gaziantepspor nahm im Jahre 1996 erstmals am UI-Cup teil. Im Jahr 2000 spielte Gaziantepspor zum ersten Mal im UEFA-Pokal und schied gegen den späteren Finalisten Deportivo Alavés aus. In der Saison 2003/04 erreichte der Verein die 3. Runde im gleichen Wettbewerb und schied erst dort knapp gegen den AS Rom aus.

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1996 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase NiederlandeNiederlande FC Groningen 1:1 1:1 (A)
UngarnUngarn Vasas Budapest 3:2 3:2 (H)
BelgienBelgien Lierse SK 0:1 0:1 (A)
EstlandEstland JK Trans Narva 0:0 0:0 (H)
2000/01 UEFA-Pokal 1. Runde SpanienSpanien Deportivo Alavés 3:4 0:0 (A) 3:4 (H)
2001/02 UEFA-Pokal Qualifikation Republik MoldauRepublik Moldau Zimbru Chișinău 4:1 0:0 (A) 4:1 (H)
1. Runde IsraelIsrael Hapoel Tel Aviv 1:2 0:1 (A) 1:1 (H)
2003/04 UEFA-Pokal 1. Runde IsraelIsrael Hapoel Tel Aviv 1:0 1:0 (H) 0:0 (A)
2. Runde FrankreichFrankreich RC Lens 6:1 3:0 (H) 3:1 (A)
3. Runde ItalienItalien AS Rom 1:2 1:0 (H) 0:2 (A)
2011/12 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde WeissrusslandWeißrussland FK Minsk 5:2 1:1 (A) 4:1 (H)
3. Qualifikationsrunde PolenPolen Legia Warschau 0:1 0:1 (H) 0:0 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 20 Spiele, 7 Siege, 8 Unentschieden, 5 Niederlagen, 25:17 Tore (Tordifferenz +8)

Klub-Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Erstligaspiele
Rang Name Einsätze Zeitraum
01. TurkeiTürkei Ömer Çatkıç 211 1997–2008
02. TurkeiTürkei Hasan Yiğit 197 1994–2001
03. TurkeiTürkei Mehmet Polat 174 1999–2009
04. BrasilienBrasilien Marcello Monteiro 160 1990–1996
05. TurkeiTürkei Cem Beceren 143 1994–1999
06. TurkeiTürkei Metin Akçevre 141 1993–1998
07. TurkeiTürkei Şenol Can 140 2010–2015
ArgentinienArgentinien Cristian Zurita 140 2006–2011
LitauenLitauen Žydrūnas Karčemarskas 140 2010–2016
08. TurkeiTürkei Hasan Özer 139 1992–2005
09. TurkeiTürkei Ramazan Tunç 131 1997–2002
TurkeiTürkei İhsan Okay 131 1990–1995
10. OsterreichÖsterreich TurkeiTürkei Ekrem Dağ 126 2005–2014
Stand: 25. Juni 2015
Die meisten Erstligatore
Rang Name Tor Einsätze Tor/Spiel
01. TurkeiTürkei Hasan Özer 47 139 0,34
02. TurkeiTürkei Hasan Çelik 44 110 0,4
03. Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina TurkeiTürkei Elvir Bolić 43 72 0,6
04. TurkeiTürkei DeutschlandDeutschland Cenk Tosun 39 109 0,36
05. BulgarienBulgarien Sdrawko Lasarow 37 87 0,43
06. TurkeiTürkei Fatih Tekke 28 57 0,49
07. TurkeiTürkei Hüseyin Çakıroğlu 25 114 0,22
08. BrasilienBrasilien Beto 24 76 0,32
09. TurkeiTürkei Ayhan Akman 23 98 0,23
TurkeiTürkei Mustafa Şahintürk 23 88 0,26
TurkeiTürkei Muhammet Demir 23 82 0,28
RuandaRuanda Désiré Mbonabucya 23 70 0,33
10. WeissrusslandWeißrussland Maksim Ramaschtschanka 20 61 0,33
Stand: 25. Juni 2015

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2. Liga: 1972–1979, 1983–1990, 2017–2018


Kader (Saison 2017/18)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Letzte Aktualisierung: 27. September 2017
Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
13 TürkeTürke Adnan Karabulut 10. Juli 1998 2017 2019
32 TürkeTürke Selçuk Özcan 20. Aug. 1999 2017 2019
41 TürkeTürke Musa Emre Yakar 25. Nov. 2000 2017 2019
Abwehr
3 TürkeTürke BulgareBulgare Şenol Can 03. Apr. 1983 2016 2017
5 TürkeTürke DeutscherDeutscher Elyasa Süme 13. Aug. 1993 2014 2019
22 TürkeTürke Hüseyin Polat 04. Jan. 1997 2017 2019
23 TürkeTürke Hasan Genç 18. Jan. 1998 2017 2019
27 TürkeTürke İlker Günaslan 15. Jan. 1997 2015 2019
88 TürkeTürke Mehmet Kasım Doğala 02. Mär. 1998 2017 2019
Mittelfeld
19 TürkeTürke Zeki Sinanoğlu 16. Sep. 1993 2012 2019
20 TürkeTürke İbrahim Halil Keser 02. Juli 1997 2013 2019
50 ÖsterreicherÖsterreicher TürkeTürke Muhammed Ildiz 14. Mai 1991 2014 2018
65 TürkeTürke Oktay Aydin 03. Juli 1997 2015 2022
69 TürkeTürke Müslüm Talşik 15. Apr. 1996 2014 2019
70 TürkeTürke Erdal Özdemir 15. Jan. 1999 2017 2019
99 TürkeTürke Enes Nural 14. Feb. 1999 2017 2019
Sturm
9 TürkeTürke Serhan Yılmaz 20. Feb. 1995 2012 2019
17 TürkeTürke Sait Üzümcü 23. Dez. 2000 2017 2019
25 TürkeTürke Mustafa Emirhan Özyaşar 14. Mär. 2001 2017 2019
80 TürkeTürke Gökhan Çamur 27. Mai 1998 2017 2019
97 TürkeTürke Yusuf Erdem 24. Feb. 1997 2017 2019

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3 Erster türkischer A-Nationalspieler der Vereinsgeschichte
4 Spielte während seiner Zeit bei Konyaspor für die Türkische Nationalmannschaft bzw. wurde während dieser Zeit zum ersten Mal für diese nominiert.

Ehemalige Trainer (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

5 interimsweise

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beşir Bayram
  • Ömer Köylüoğlu
  • Hasan Nehir
  • Selahattin Öztahtacı
  • Halit Güleç
  • Muhittin Göymen
  • Hayri Tütüncüler
  • Mehmet Saip Konukoğlu
  • Ata Aksu
  • Halil Kırmızı
  • Ali İhsan Gögüş

Branchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fanclub[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fanclub von Gaziantepspor wurde 1996 gegründet. Es gibt viele Fanclubs von Gaziantepspor in ganz Europa, z. B. in Köln, Duisburg, Frankfurt, Rotterdam und Amsterdam.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stand: Saisonstart 2017/18
  2. stadiumdb.com: Gaziantep Arena (englisch)
  3. .: GAZİANTEPSPOR KULÜBÜ :. Abgerufen am 31. Dezember 2017.