Gea de Albarracín

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Gemeinde Gea de Albarracín
Gea de Albarracín – Ortszentrum mit Convento del Carmen
Gea de Albarracín – Ortszentrum mit Convento del Carmen
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Gea de Albarracín
Gea de Albarracín (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: AragonienAragonien Aragonien
Provinz: Teruel
Comarca: Sierra de Albarracín
Koordinaten 40° 25′ N, 1° 21′ WKoordinaten: 40° 25′ N, 1° 21′ W
Höhe: 1030 msnm
Fläche: 57,5 km²
Einwohner: 376 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 6,54 Einw./km²
Postleitzahl: 44110
Gemeindenummer (INE): 44117 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Gea de Albarracín

Gea de Albarracín ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 376 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Provinz Teruel im Südwesten der Autonomen Region Aragonien im Osten Spaniens.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Gea de Albarracín liegt am Río Guadalaviar im Südosten des Iberischen Gebirges etwa 24 km (Fahrtstrecke) nordwestlich der Stadt Teruel in einer Höhe von ca. 1030 m. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 455 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 1.047 1.151 981 453 372[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft sowie die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen haben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem deutlichen Bevölkerungsrückgang (Landflucht) geführt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde lebte jahrhundertelang ausschließlich vom Getreideanbau (Gerste und Weizen), der hauptsächlich zur Selbstversorgung betrieben wurde; auch Viehhaltung (Schafe, Ziegen, Hühner) fand in geringem Maße statt. Der Ort Torres de Albarracín diente als merkantiles, handwerkliches und kulturelles Zentrum für die inzwischen zumeist verschwundenen Weiler und Einzelgehöfte in seiner Umgebung. Heute spielt die Landwirtschaft immer noch die wichtigste Rolle; Einnahmen aus dem Tourismus gibt es kaum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 1. Jahrtausend v. Chr. siedelten in der Region wahrscheinlich keltiberische Stammesgruppen der Lobetaner. Die römische Wasserleitung (acueducto) von Albarracín nach Cella führt durch das Gemeindegebiet. Westgotische Spuren wurden bislang nicht entdeckt. In der Phase des allmählichen Zerfalls des Kalifats von Córdoba gründete die Berber-Dynastie der Banu Racin ein kurzlebiges Taifa-Emirat. Im frühen 13. Jahrhundert wurde der Ort christlich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Iglesia parroquial de San Bernardo ist ein schmuckloser barocker Bau aus dem 17. Jahrhundert. Das Innere ist dreischiffig; das Mittelschiff hat ein Stichkappengewölbe. Die Apsis ist polygonal gebrochen; der Altarretabel (retablo) stammt aus dem Jahr 1750.[4][5]
  • Der Convento del Carmen gehörte dem Karmeliterorden und stammt aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der Kreuzgang (claustro) ist dreigeschossig und gehört zu den schönsten seiner Art.[6]
  • Der Convento de Capuchinas gehörte dem weiblichen Zweig des Kapuzinerordens und stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.[7]
  • Zwei Einsiedlerkirchen (ermitas) stehen am Ortsrand.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gea de Albarracín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Gea de Albarracín – Klimatabellen
  3. Gea de Albarracín – Bevölkerungsentwicklung
  4. Gea de Albarracín – Kirche San Bernardo
  5. Gea de Albarracín – Kirche San Bernardo
  6. Gea de Albarracín – Convento del Carmen
  7. Gea de Albarracín – Convento de Capuchinas