Geba (Fluss)

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Rio Geba
Kayanga
Guinea-Bissau mit dem Bissagos-Archipel und dem Geba

Guinea-Bissau mit dem Bissagos-Archipel und dem Geba

Daten
Lage Westafrika
Flusssystem Geba
Quelle Region Boké, Guinea
12° 37′ 23″ N, 13° 39′ 6″ W
Quellhöhe ca. 75 m
Mündung Golf von Guinea, Guinea-Bissau, Atlantischer OzeanKoordinaten: 11° 43′ 20″ N, 15° 38′ 40″ W
11° 43′ 20″ N, 15° 38′ 40″ W
Mündungshöhe m
Höhenunterschied ca. 75 m
Länge 545 km
Linke Nebenflüsse Colufe, Corubal
Schiffbar 145 km für Schiffe bis 2000 BRT
Der Geba mit Blick auf Bissau

Der Geba mit Blick auf Bissau

Der Rio Geba ist der größte Fluss Guinea-Bissaus. Im Oberlauf ist er als die Kayanga bekannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Quelle der Kayanga liegt in der Region Boké in Guinea. Zunächst überquert sie sechs Kilometer nordwestlich der Quelle im Osten der Casamance die Grenze zur Region Kolda. Im Abstand von etwa 24 Kilometer zur Südgrenze Senegals wendet die Kayanga sich nach Westen und durchfließt zunächst einen 16 Kilometer langen Stausee, der sich hinter dem 1997 errichteten und 1000 Meter langen Barrage de Niandouba aufstaut. Wenig weiter westlich, an der Einmündung des Anambé, eines rechten nördlichen Zuflusses, der den Vélingara-Krater entwässert, wurde schon 1984 ein 225 Meter langer Staudamm errichtet, bekannt als Barrage du Confluent. Beide dienen vornehmlich der Förderung des Reisanbaus.[1] 34 Kilometer südwestlich dieses Damms erreicht die Kayanga Guinea-Bissau.[2]

Der Rio Geba mündet nach einer Gesamtlänge von gut 540 Kilometern bei Guinea-Bissaus Landeshauptstadt Bissau in einer 76 Kilometer langen und bis zu 10 Kilometer breiten Trichtermündung in den Atlantischen Ozean. Die Trichtermündung verlängert sich noch erheblich in den Unterlauf des 60 Kilometer oberhalb von Bissau von links und Süden einmündenden Rio Corubal. Der Rio Geba ist flussaufwärts bis Bafatá schiffbar, wo der Fluss Colufe mündet. In seinen Ufer- bzw. Überschwemmungszonen – Regenzeit von April bis Oktober – wird unter anderem Reis angebaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Guinea-Bissau wird die Tradition gepflegt, dass der Rio Geba bereits 1446 von Nuno Tristão befahren wurde. In der Stadt Bissau erinnert eine Statue an ihn[3] und auf Silbermünzen von 1991 wird sein Name als Entdecker des Landes gewürdigt.[4]

Während des Portugiesischen Kolonialkrieges bis 1974 war der Fluss Ort verschiedener Militäroperationen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karten zum Flussverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Évaluation économique ex-post des barrages de Niandouba et Confluent au Sénégal. Dr. Ibrahima Hathie, 2015 PDF-Datei 1,19 MB
  2. Entfernungen messen mit google maps
  3. Bissau (Guiné) - Estátua de Nuno Tristão
  4. Gedenkmünze Nuno Tristão