Gebenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gebenbach
Gebenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gebenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 32′ N, 11° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Hahnbach
Höhe: 448 m ü. NHN
Fläche: 18,13 km2
Einwohner: 895 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92274
Vorwahl: 09622
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 123
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 6
92274 Gebenbach
Webpräsenz: www.gebenbach.de
Bürgermeister: Peter Dotzler (FW)
Lage der Gemeinde Gebenbach im Landkreis Amberg-Sulzbach
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Über dieses Bild
Gebenbach

Gebenbach ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hahnbach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebenbach gliedert sich in drei Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebenbach wurde 1138 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Ansiedlung dürfte auf eine fränkische Gründung im 9. Jahrhundert zurückzuführen sein. 1974 wurden beim Neubau der Pfarrkirche St. Martin Mauerreste eines Vorgängerbaus gefunden, die unter Umständen aus der Karolingerzeit (751 bis 911 n. Chr.) stammen könnten. Der einfache Saalbau mit eingezogener Apsis dürfte zu den ältesten archäologisch erforschten Kirchenfundamenten der Oberpfalz zählen. Im Hochmittelalter bestanden zur Zeit von Bischof Otto I. im 12. Jahrhundert enge Beziehungen zwischen Gebenbach und der Bamberger Bischofskirche. In Gebenbach amtete im 12. Jahrhundert ein Ministeriale des Bamberger Bischofs. Die Grundherrschaft der Bamberger wurde vom Kloster Prüfening ausgeübt.

Durch Gesetze und Erlasse des bayerischen Staates wurde Gebenbach im Jahre 1808 zur politischen Gemeinde und dem Landgericht Amberg und damit dem Naabkreis zugeordnet[3]. Nach der Auflösung des Naabkreises zugunsten des Mainkreises und des Regenkreises wurde Gebenbach im Jahr 1810 zusammen mit dem Landgericht Amberg dem Regenkreis zugeordnet (ab 1838 Oberpfalz und Regensburg).

1838 wurde Gebenbach zusammen mit den Gemeinden Adlholz, Ehenfeld, Gressenwöhr, Großschönbrunn, Hahnbach, Iber, Irlbach, Langenbruck, Massenricht, Schlicht, Seugast, Sigl, Süß, Vilseck und Weißenberg aus dem Landgericht Amberg herausgelöst und dem neuen Landgericht Vilseck zugeordnet[4][5].

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 1996 Peter Dotzler (* 1964) von den Freien Wählern.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl im März 2014 hat der Gemeinderat acht Mitglieder. Sitzverteilung:[6]

  • CSU: 3 Sitze
  • FW : 3 Sitze
  • JA : 2 Sitze

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebenbach führt seit 1967 ein Wappen.

Amtliche Wappenbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Unter goldenem Schildhaupt, darin ein blauer Wellenbalken, in Rot ein durchgehendes silbernes Tatzenkreuz, das von einer Schrägleiste überdeckt ist.“

Bedeutung der Wappensymbole[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tatzenkreuz ist das heraldische Abzeichen Prüfenings, die Schrägleiste stammt aus dem Bamberger Wappen. Beide Symbole stellen die historischen Beziehungen Gebenbachs mit Bamberg bzw. dem Kloster Prüfening dar. Der Wellenbalken spricht für den Ortsnamensteil -bach und die goldene Farbe des Schildhaupts aus dem Wappen von Hahnbach erinnern daran, dass Gebenbach lange Zeit Teil der Vogtei Hahnbach war.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Ortsmitte verläuft die B 14. Durch Gebenbach führt die Bahnstrecke Amberg–Schnaittenbach, die hauptsächlich zur Abfuhr von Kaolinsandprodukten aus den Kaolintagebauen westlich von Gebenbach dient. Im Personenverkehr war diese Strecke weniger relevant, der letzte planmäßige Personenzug hielt dort 1975. Der Gütertarifpunkt Gebenbach wurde Anfang der 1990er Jahre eingestellt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Fuchs: Item ein kreull. Ein oberpfälzisisches Pfarrhausinventar aus dem Jahre 1431. In: Sandra Reimann, Katja Kessel (Hrsg.): Wissenschaften im Kontakt. Kooperationsfelder der Deutschen Sprachwissenschaft. Für Albrecht Greule, Tübingen 2007, S. 191–205 (zusammen mit Hans Ulrich Schmid).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111105/185105&attr=OBJ&val=887
  3. http://geschichte.digitale-sammlungen.de/hab/seite/bsb00007658_00152
  4. Geschichtliches auf den Webseiten der Stadt Vilseck
  5. http://geschichte.digitale-sammlungen.de/hab/seite/bsb00007658_00157
  6. Gemeinde Gebenbach: Gemeinderat Gebenbach. Abgerufen am 7. März 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gebenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien