Gebhard Christian Bastineller

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Gebhard Christian Bastineller (* 15. Mai 1689[1] in Halle (Saale); † 19. Oktober 1755 in Wittenberg) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bastineller wurde als Sohn des Hallenser Oberbürgermeisters und Pfänners Andreas Bastineller und seiner Frau Barbara Dorothea, der Tochter des Doktors und sachsen-weißenfelsischen Vizekanzlers und Inspektors des Gymnasiums in Weißenfels Adam Samuel Freystein, geboren und besuchte das Hallenser Gymnasium. Im Anschluss immatrikulierte er sich 1704 an der Universität Halle. 1708 begab er sich auf eine Studienreise durch Deutschland und besucht die Universitäten in Wien, Regensburg und Wetzlar.

Zurückgekehrt, konzentrierte er sich auf die Rechtswissenschaften und wurde nach einigen Veröffentlichungen Hofmeister bei einigen Adligen und dann Notar im Bistum Merseburg. 1711 promovierte er unter dem Vorsitz von Samuel Stryk zum Doktor der Rechtswissenschaften in Halle und las an der dortigen Universität. Daraufhin wird er 1714 als ordentlicher Professor an die Juristenfakultät der Universität Wittenberg berufen, womit er Assessor am Hofgericht in Wittenberg wurde. Hier stieg er durch die Abgänge an der Universität auf, wurde 1722 zum Hofrat des Königs von Polen, erlangte 1726 die Professur des Kodex, war 1729 Senior der juristischen Fakultät. Er war in den Sommersemestern 1727, 1737, 1745 und 1751 Rektor der Universität Leucorea. Am 22. Oktober wurde er in der Schlosskirche Wittenberg beigesetzt.

1720 Heirat mit Christiani Louisa, Tochter Gottlieb Friedrich Nesters, Polnischer Amtmann zu Stolberg. Aus der Ehe gingen sechs Nachkommen hervor.

Bastineller besaß den Vorgängerbau des heutigen Hauses Bürgermeistraße 16 in Wittenberg als Wohnhaus, das bei der Bombardierung 1760 zerstört wurde.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Disp. Inaugur. De Prodomino Feudi dircto. Halle (Saale) 1711.
  • De Contractu emphytheuticario. Halle 1711.
  • De quaestione: au filius juste exhaeredatus in computiatione legitimae inter libos connumerandus sit, nec ne?. Halle 1712.
  • De quaestione: quarentis filius juste exheredatus in computatione legitimae inter liberos connumerandus sit, nec ne?. Halle 1712.
  • De Successione Vidui ex lege Halensi. Halle 1714.
  • De Successione Vidui ex lege Halensi. Halle 1714.
  • De jure Creditoris literarum Cambii, cum, vel sine clausula hypothecae in Concursu. Halle 1714.
  • De Dore Virgini a Marto vititatae non praestanda. Wittenberg 1715.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Juhnke: Album Academiae Vitebergensis. Halle 1966.
  • Nikolaus Müller: Die Funde in den Turmknäufen der Stadtkirche zu Wittenberg, Magdeburg Evangelische Buchhandlung Ernst Holtermann, 1912
  • Johann Gottlob Wilhelm Dunkel: Historisch Kritische Nachrichten von verstorbenen Gelehrten und deren Schriften Köthen 1753 1. Bd., S. 384
  • Johann Christoph von Dreyhaupt: Pagus Neletizi et Nudzici, oder ausführliche diplomatisch-historische Beschreibung des zum ehemaligen Primat und Ertz-Stifft, nunmehr aber durch den westphälischen Friedens-Schluß secularisirten Herzogthum Magdeburg gehörigen Saal-Kreyses und aller darinnen befindlichen Städte, Schlösser, Aemter, Rittergüter, adelichen Familien, Kirchen, Clöster, Pfarren und Dörffer, insonderheit der Städte Halle, Neumarckt, Glaucha, Wettin, Löbegün, Cönnern und Alsleben; aus Actis publicis und glaubwürdigen … Nachrichten mit Fleiß zusammengetragen, mit vielen ungedruckten Dacumenten bestärcket, mit Kupferstichen und Abrissen gezieret, und mit den nöthigen Registern versehen. Emanuel Schneider, Halle 1749/50. Bd. 2, S. 582

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann Christoph von Dreyhaupt: Beschreibung des Saalkreises. Emanuel Schneider, Halle 1750, S. 581.