Gebhard Leberecht von Blücher

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Gebhard Leberecht von Blücher, Gemälde von Ernst Gebauer, um 1815

Gebhard Leberecht von Blücher, ab 1814 Fürst Blücher von Wahlstatt (* 16. Dezember 1742 in Rostock; † 12. September 1819 in Krieblowitz) war ein preußischer Generalfeldmarschall, der durch den Sieg über Napoleon in der Schlacht bei Waterloo berühmt wurde. Volkstümlich „Marschall Vorwärts“ genannt, gehört er zu den populärsten Helden der Befreiungskriege in Europa.[1]

Nach dem Eintritt in die schwedische Kavallerie wurde Blücher 1760 von preußischen Truppen gefangen genommen und trat in ihren Dienst. Für seine Erfolge im Gefecht von Kirrweiler 1794 wurde er befördert und nahm als Brigadekommandeur 1806 an der Schlacht bei Auerstedt teil. Dabei lernte er seinen zukünftigen Stabschef Gerhard David von Scharnhorst kennen. Nach dem Frieden von Tilsit 1807 wechselte er zunächst ins Kriegsdepartement und ging dann in den Ruhestand.

Zu Beginn der Befreiungskriege trat Blücher wieder in den Dienst und nahm im Mai 1813 an den Schlachten bei Großgörschen und Bautzen teil. Im August 1813 siegte er in der Schlacht an der Katzbach. Für seine Erfolge in der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 wurde er zum Generalfeldmarschall ernannt. Nach schweren Kämpfen zog er im März 1814 mit den verbündeten Truppen in Paris ein. Anschließend wurde er zum Fürsten von Wahlstatt ernannt und zog sich auf Schloss Krieblowitz zurück.

Nach der Rückkehr Napoleons 1815 wurde Blücher, nun mit August Neidhardt von Gneisenau als Stabschef, erneut Befehlshaber der preußischen Truppen, die er in den Niederlanden mit den britischen und verbündeten Truppen unter Wellington einsetzte. Am 16. Juni 1815 wurde er in der Schlacht bei Ligny von Napoleon besiegt. Für einen späteren Vorstoß mit Wellington zog er seine Truppen unter hohem Risiko nach Wavre zurück. Am 18. Juni 1815 nahmen seine Truppen zunächst nicht an der Schlacht bei Waterloo teil, stießen auf Drängen Gneisenaus dann jedoch vor und tauchten in der entscheidenden Phase auf der rechten Flanke der französischen Truppen auf. Dies führte zusammen mit dem Vorstoß Wellingtons zur endgültigen Niederlage Napoleons.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Marschall Vorwärts“, Gemälde von Emil Hünten, 1863

Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blücher stammte aus dem alten Adelsgeschlecht Blücher. Sein Vater war der hessen-kasselsche Rittmeister Christian Friedrich von Blücher (1696–1761). Seine Mutter war Dorothea Maria von Zülow (1702–1769) aus dem mecklenburgischen Uradelsgeschlecht derer von Zülow. Die Familie von Blücher besaß ursprünglich das Rittergut Groß-Renzow.[3] Gebhard Leberechts Urgroßvater verlor diesen Familienbesitz aber während des Dreißigjährigen Krieges.[4] Um kriegerischen Auseinandersetzungen der Stände mit Herzog Karl Leopold zu entgehen, ging seine Mutter nach Rostock, wo Blücher geboren wurde. Gebhard hatte sechs ältere Brüder und zwei Schwestern. Die durchaus ärmlichen Verhältnisse veranlassten seine Eltern, ihn gemeinsam mit seinem älteren Bruder Ulrich Siegfried zur Schwester auf die schwedische Insel Rügen zu schicken. Sie war mit dem schwedischen Kammerherrn von Kradwitz verheiratet. Eine grundlegende geistige Schulbildung genossen die Brüder nicht, vielmehr widmeten sie sich fast ausschließlich der körperlichen Ertüchtigung. Nach Eintritt Schwedens 1757 in den Siebenjährigen Krieg schlossen sich die Brüder 1758 gegen den Willen ihrer Eltern dem schwedischen Husaren-Regiment Sparre an und kämpften gegen Preußen. Blücher wurde im August 1760 als Kornett bei einem Gefecht bei dem Dorf Kavelpaß von dem preußischen Husaren Gottfried Landeck (andere Quellen nennen einen Husaren Martin Krausse oder auch einen alten Husaren [oder Unteroffizier] Pfennig) gefangen genommen und auf das Gut Galenbeck verbracht. Dort bewog ihn Oberst von Belling, der mit Blücher verschwägert war, in preußische Dienste einzutreten, und machte ihn bald darauf zu seinem Adjutanten. Fortan kämpfte er erfolgreich im Husaren-Regiment H8 und stieg vom Kornett bis zum Stabsrittmeister (1771) auf. Bei Kavelpaß erinnert der Blücherstein heute an seine Gefangennahme und den Übertritt in preußische Dienste.

Da Blücher bei Unruhen in Polen (1772) an einem verdächtigen Priester eine Scheinerschießung vornehmen ließ, überging man ihn bei der bevorstehenden Ernennung zum Major und Eskadronschef. Daraufhin verlangte er trotzig seinen Abschied (1773), der ihm von Friedrich dem Großen mit den Worten „Der Rittmeister von Blücher kann sich zum Teufel scheren“ gewährt wurde. Schnell bereute Blücher diesen Entschluss, doch Friedrich verweigerte ihm trotz wiederholter Gesuche und Eingaben den Wiedereintritt in die Armee. Blücher zog sich nach Schlesien zurück, wo er ein Gut erwarb. In Pottlitz (Kreis Flatow in Westpreußen) heiratete er 1773 Karoline Amalie von Mehling (1756–1791), mit der er sieben Kinder hatte. Nach ihrem Tod heiratete er 1795 in Sandhorst bei Aurich Amalie von Colomb (1772–1850), eine Schwester des späteren Generals Peter von Colomb. Etwa 15 Jahre lang besaß Blücher Ländereien in Groß-Raddow bei Stettin, Kreis Regenwalde (Hinterpommern). Am 6. Februar 1782 nahm ihn die Freimaurerloge „Augusta zur goldenen Krone“ in Stargard in Pommern als Mitglied auf.[5]

Nach dem Tod Friedrichs II. stellte Friedrich Wilhelm II. 1787 Blücher wieder in sein altes Regiment ein und beförderte ihn zum Major. 1789 diente er als Oberstleutnant im Regiment der Graf Goltzschen Husaren und erhielt am 4. Juni 1789 von König Friedrich Wilhelm II. den Orden Pour le Mérite.[6] Nach dem Feldzug gegen Holland 1790 wurde er Oberst. Nach dem Gefecht von Kirrweiler (gegen Frankreich), in dem er sechs Geschütze eroberte, wurde er 1794 Generalmajor. Blücher übernahm 1795 das Kommando über die gemäß dem Frieden von Basel zum Schutz der Demarkationslinie in Westfalen verbleibenden preußischen Truppen. Sein Hauptquartier war in Münster.

Von 1798 bis 1801 war Blücher Besitzer des Guts Nipnow in der Landgemeinde Schmaatz bei Stolp in Hinterpommern.[7] In Hamm trat er 1799 der Freimaurerloge Zum hellen Licht bei.

Jena und Auerstedt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1801 ernannte König Friedrich Wilhelm III. Blücher zum Generalleutnant. Blücher wohnte zwei Jahre in Emmerich am Rhein, wo er sich der Freimaurerloge „Pax inimica malis“ (lat., etwa: Friede – Feind des Bösen) anschloss, in der auch seine beiden Söhne und neun seiner Offiziere initiiert wurden.[8]

Nach dem Frieden von Lunéville nahm Blücher 1802 das Hochstift Münster, das Stift Essen und die Reichsabtei Werden für Preußen in Besitz. Blücher wurde Gouverneur der neu errichteten Provinz Westfalen, mit deren Oberpräsidenten Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein er Freundschaft schloss. In den Jahren 1802–1806 war er Meister vom Stuhl der Loge „Zu den drey Balken“. Dort ließ er sich auch in freimaurerischer Bekleidung malen.

Bei Ausbruch des Krieges 1806 stieß er mit den westfälischen Truppen zum Korps des Generals Ernst von Rüchel. Vergeblich versuchten beide, den Kurfürsten Wilhelm I. von Hessen-Kassel zum Kriegseintritt auf preußisch-sächsischer Seite zu bewegen anstatt neutral bleiben zu wollen. Unmittelbar vor Beginn der Schlacht bei Auerstedt erhielt Blücher am Morgen des 14. Oktober 1806 das Kommando einer neu formierten leichten Brigade als Vorhut der Hauptarmee unter Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig. Mit ihr griff er im Frühnebel ohne vorherige Erkundung zweimal die abwehrbereite französische Infanterie an und wurde zurückgeschlagen. Wenig später verlor die preußische Seite infolge der tödlichen Verwundung Braunschweigs ihre Leitung. Die Schlacht endete mit dem Rückzug der Hauptarmee, der in eine allgemeine Flucht überging, als sie auf die panikartig vom Schlachtfeld von Jena flüchtenden Truppen traf. Kurzfristig übernahm Blücher das Kommando über die zweihundert Mann starke Leibschwadron zum Schutz des Königs.

Der Rückzug nach Lübeck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonderbriefmarke der Deutschen Post (DDR) zum 150. Jahrestag der Befreiungskriege mit Abbildungen von Gneisenau und Blücher, 1963

Anschließend sammelte Blücher Teile der versprengten Truppen und brachte mit Scharnhorst – hierbei begann ihre Freundschaft – 34 schwere Kanonen in Sicherheit. Blücher machte Scharnhorst zum Stabschef, und beide planten, französische Truppen auf sich zu ziehen, so dass Preußen neue Truppen aufstellen und die Franzosen erneut angreifen könne. Tatsächlich nahmen die Franzosen die Verfolgung mit drei Korps unter den Marschällen Bernadotte, Soult und Murat auf. Trotz mangelnder Verpflegung und vieler Erschöpfungstoter – in 20 Tagen seit Jena und Auerstedt wurden 700 Kilometer zurückgelegt – gelang es, sich den Franzosen zu entziehen. Anfänglich 10.000 Mann stark, wuchs die Armee durch den Zusammenschluss mit den zurückgehenden Truppen des Herzogs von Weimar am Ostufer der Müritz auf 21.000. Marschall Bernadotte schickte zwei Aufforderungen zur ehrenvollen Kapitulation, die Blücher aber trotz hoffnungsloser Situation ablehnte. Allein bei Strelitz hatte Blücher 5000 Mann durch feindliche Angriffe und Hunger verloren.

Blücher führte nun die Truppen nach Lübeck, das als Freie Reichsstadt neutral und nahezu unbewaffnet war, und die Preußen verschafften sich am 5. November mit Äxten Zugang durch die geschlossenen Tore. Als die Franzosen am 6. November unter Bernadotte angriffen, wurde – entgegen Scharnhorsts Befehl – ein Versuch unternommen, die außerhalb der Stadtmauer stehenden Kanonen in die Stadt zu retten. Das offene Tor konnte von den Franzosen genommen werden. Nach blutigen Straßenkämpfen hatten die Franzosen die Stadt unter Kontrolle und viele Preußen – darunter Scharnhorst und den schwer verletzten Yorck – gefangen. Blücher gelang mit 9000 Mann die Flucht. Mit seinen abgekämpften Soldaten zog sich Blücher über Schwartau nach Ratekau zurück, wo er im Pastorat Quartier nahm. Ein heilloses Durcheinander herrschte im Dorf. Hafer, Heu, Saatklee und Brot, alles wurde beschlagnahmt. Die Kirche wurde aufgebrochen und als Pferdestall benutzt. Französische Artillerie war beim Riesebusch in Stellung gegangen, um Ratekau zu beschießen. Als die Nachricht kam, dass Travemünde in der Hand der Franzosen sei, entschloss sich Blücher, „zugunsten des Dorfes Ratekau und des Pastors Schrödter“ zu kapitulieren. Ein drittes Angebot von Bernadotte zu einer ehrenvollen Kapitulation nahm er diesmal an, freilich mit dem schriftlichen Zusatz, er tue dies nur, weil er keine Munition und Brot mehr habe, und unter der Bedingung einer Ehrerbietung für die preußischen Truppen. Bernadotte akzeptierte diese Bedingungen zuerst nicht, aber da Blücher zu keinen weiteren Zugeständnissen zu bewegen war, gab Bernadotte zur Vermeidung weiterer Kämpfe und Toter nach und ließ entsprechend den Kapitulationsbedingungen die französischen Truppen längs der Straße (Eutin–Lübeck, an der Blüchereiche in Ratekau) zur Ehrerbietung an den vorbeiziehenden tapferen Feind Aufstellung nehmen. Als persönliche Geste verzichtete er auf die Annahme von Blüchers Degen. Während der preußische Armeeführer seine Waffen behalten durfte, legten seine Soldaten ihre Waffen nieder und begaben sich in Gefangenschaft. An der „Blüchereiche“ bei Ratekau wurde 1856 ein Gedenkstein errichtet.

Blüchers Kanonenrettung und der Rückzug nach Lübeck machten ihn zu einer Legende in ganz Europa. König Friedrich Wilhelm III. verlieh ihm darauf im April 1807 den Schwarzen Adlerorden.[9] Für Lübeck begann hingegen die Franzosenzeit. Nach der französischen Gefangenschaft – Blücher durfte sich auf sein Ehrenwort größtenteils frei bewegen –, in der auch Napoleon ihn kennenlernen wollte, wurde er 1807 gegen den französischen General Victor ausgetauscht, den preußische Soldaten ins belagerte Kolberg entführt hatten.

Nach kurzem Aufenthalt am nach Königsberg ausgewichenen Königshof bekam er das Kommando, ein preußisches Hilfskorps dem schwedischen König Gustav IV. Adolf zu unterstellen, und wurde nach Schwedisch-Pommern geschickt, um die Schweden zu unterstützen. Es kam aber zu keinen Kampfeinsätzen mehr. In den folgenden Jahren stieg er zum Generalgouverneur in Pommern und der Neumark (1807) und General der Kavallerie (1809) auf.

Befreiungskriege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Völkerschlacht bei Leipzig, Gemälde von Wladimir Iwanowitsch Moschkow, 1815
Blüchers Rheinübergang bei Kaub, Gemälde von Wilhelm Camphausen, 1860

Blücher forderte leidenschaftlich den Befreiungskampf gegen Frankreich und wandte sich den preußischen Heeresreformern zu. Damit war er am offiziell mit Frankreich verbündeten preußischen Hofe nicht genehm. Als französische Agenten ihn bei der heimlichen Ausbildung von nicht genehmigten Truppen („Krümpern“) aufspürten, musste er 1812 den aktiven Dienst verlassen. Er lebte daraufhin in Kunzendorf.

Als Preußen 1813 den Krieg mit Frankreich wieder aufnahm, holte man ihn zurück. Zunächst führte Blücher das preußische Korps, danach wurde er Oberbefehlshaber der Schlesischen Armee. In der Schlacht an der Katzbach am 26. August vernichtete er das Heer Marschall Jacques MacDonalds. Am 18. September hielt er in der Loge in Bautzen seine in der Freimaurerei berühmte Rede:

„Ich habe von Jugend auf die Waffen für mein Vaterland geführt und bin darin grau geworden; ich habe den Tod in seiner fürchterlichsten Gestalt gesehen und sehe ihn noch täglich vor Augen; ich habe Hütten rauchen und ihre Bewohner nackt und bloß davongehen sehen, und ich konnte nicht helfen. So bringt es das Treiben und Toben der Menschen in ihrem leidenschaftlichen Zustand mit sich. Aber gerne sehnt sich der bessere Mensch aus diesem wilden Gedränge heraus, und segnend grüße ich die Stunde, wo ich mich im Geiste mit guten, treuen Brüdern in jene höhere Regionen versetzen kann, wo ein reines, helles Licht uns entgegenstrahlt. Heilig ist mir daher die Maurerei, der ich bis zum Tode treulich anhängen werde, und jeder Bruder wird meinem Herzen stets teuer und wert sein.“

Am 9. Oktober 1813 bezog Blücher sein Hauptquartier in Pouch in der Nähe von Bitterfeld, nördlich von Leipzig und schlug am 16. Oktober in der Völkerschlacht bei Leipzig den Marschall Marmont bei Möckern vollständig. Obwohl seine Kavallerie starke Verluste erlitten hatte, verfolgte der frisch ernannte Generalfeldmarschall die Franzosen bis nach Paris. Wegen seines offensives Vorgehens gaben ihm die russischen Soldaten den Beinamen „Marschall Vorwärts“, der bald auch bei den Deutschen populär wurde.

Auf dem Marsch nach Frankreich sammelte sich die Schlesische Armee im Dezember 1813 auf der rechten Rheinseite auf einer Breite von Mannheim bis Neuwied. Das Zentrum der Armee mit Blücher und den Korps Yorck und Langeron sammelte sich im Raum Kaub auf dem Taunus. In der Neujahrsnacht auf 1814 setzten die Vorhut und erste Truppen in Nachen über den Rhein, während russische Pioniere eine Brücke aus Leinwandpontons bauten. Nach dem Brückenbau in Höhe der Burg Pfalzgrafenstein überquerte Blüchers Armee vom 2. bis 5. Januar den Rhein.[10] Durch den Vormarsch der preußischen Truppen in Frankreich wurde auch die französische Telegraphenlinie von Metz nach Mainz unterbrochen. Zur selben Zeit überquerten das Korps Sacken den Rhein bei Mannheim und das Korps St. Priest den Rhein zwischen Neuwied und der Lahnmündung mit Schwerpunkt Koblenz.

Am 1. Februar 1814 schlug Blücher die französische Armee unter Napoleon bei La Rothière, wurde in der Folge von fünf Tagen in vier Schlachten jedoch wieder zurückgeschlagen (Champaubert, Montmirail, Château-Thierry, Vauchamps). Am 9. März siegte wiederum Blücher bei Laon und marschierte mit dem aus Belgien kommenden Bülowschen Korps auf Paris, das am 30. März 1814 mit der Erstürmung des Montmartre genommen wurde. Friedrich Wilhelm III. ernannte Blücher am 3. Juni 1814 zum Fürsten von Wahlstatt und schenkte ihm die Güter um Krieblowitz.

Die Schlacht bei Waterloo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlacht bei Waterloo, Gemälde von William Sadler, 1815

Nach der Rückkehr Napoleons aus seinem Exil auf Elba übernahm Blücher das 150.000 Mann starke preußische Heer in Belgien, wurde aber in der Schlacht bei Ligny am 16. Juni 1815 geschlagen. Dennoch rückte er vor und griff zwei Tage später mit seiner Armee gerade noch rechtzeitig in die Schlacht bei Waterloo ein und konnte damit die bereits wankenden Truppen des englischen Generals Wellington („Ich wollte, es wäre Nacht, oder die Preußen kämen“) siegentscheidend gegen Napoleon unterstützen. Zur Belohnung schenkte ihm Friedrich Wilhelm III. ein Stadtpalais in Berlin.

In Absprache mit Wellington, dessen Truppen vollkommen erschöpft waren, rückte Blücher in Eilmärschen anschließend alleine mit seinen Truppen auf Paris vor und besetzte es am 7. Juli 1815. An den anschließend beginnenden Verhandlungen hatte Blücher weder Interesse noch Anteil, sondern hielt sich abseits.

Alter und Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Krieblowitz, in dem Blücher zuletzt lebte
Blücher-Mausoleum von Johann Heinrich Strack in Krieblowitz

Im selben Jahr wurde Blücher mit dem Blücherstern, einer für ihn gestifteten Sonderform des Eisernen Kreuzes, ausgezeichnet. Im Anschluss an einen Besuch in London, wo er vom König empfangen und als Held gefeiert wurde, zog er sich auf sein Schloss Krieblowitz zurück, besuchte aber regelmäßig Karlsbad. Am 12. September 1819 verstarb er in Krieblowitz und wurde dort später in einem für ihn geschaffenen Mausoleum beigesetzt. Der in den Jahren 1846–1853 neben der Familiengruft errichtete runde Turmbau erlitt durch sowjetische Soldaten am 25. Februar 1945 und andere Vandalismusakte nach dem Kriege Beschädigungen, wobei der Sarg Blüchers beseitigt wurde. Das Grab ist seither leer.[11] Der Verbleib des Leichnams ist unbekannt.

Zur Persönlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blücher war bei der Truppe beliebt. Er führte seine Soldaten schon vor der Scharnhorstschen Militärreform ohne körperliche Strafen, requirierte energisch für sie und sah über Plünderungen auch einmal hinweg. Strategisch sowie taktisch tat er sich wenig hervor[12] (hier standen ihm jedoch seine Stabschefs, wie etwa Scharnhorst oder Gneisenau, denen er vertraute, loyal zur Seite),[13] doch zeichnete ihn sein draufgängerisches, gelegentlich tollkühnes und leutseliges Temperament vor vielen Generalen der Koalitionsarmeen aus. Sein Temperament und sein Angriffswille führten zu seinem Spitznamen „Marschall Vorwärts“.

Blüchers sprachlich recht eigenwillige Briefe geben seinen Charakter sehr gut wieder. Den folgenden Brief schrieb er am 4. Mai 1813, zwei Tage nach der Schlacht bei Großgörschen, an seine Frau:

„was vor nachricht du auch erhälst, so sey ruhig, den ob ich gleich 3 kugell erhalten und auch mein Pferd erschossen, so ist doch alles nicht gefährlich, und ich bin und bleibe in volliger tetigkeit. Satisfaction habe ich genug, den ich habe den HErrn Napoleon zwey mahl angegriffen und beide mahl geworften. Die Schlacht ist so mörderisch gewesen, daß beide teille erschöpft wahren und beide mangel an amunition hatten. Der feind hat ungleich mehr wie wihr verlohren, aber es ist auch manche brave waffen Bruder aus der weld geschieden. […] vor heutte kann ich nicht mehr schreiben, da ich auß marschire. […] negstens will ich dich mehr sagen, gott mit dich. Ich habe einen Schuß im rücken, der mich sehr schmerzt, die kugell bring ich dich mit.[14]

In Blüchers Verhalten gab es auch skurrile Äußerungen: Nach dem Zeugnis Hermann von Boyens behauptete Blücher, von einem Elefanten schwanger zu sein, und glaubte, die Franzosen hätten den Boden seines Zimmers glühend erhitzt, weswegen er nur auf Zehenspitzen ging.[15][16] Bis heute ist ungeklärt, ob Blücher tatsächlich mental beeinträchtigt war, ob er durch übermäßigen Alkoholkonsum Wahnvorstellungen hatte oder ob seine Äußerungen einem seltsamen Sinn für Humor entsprangen.[17]

Privat verschuldete er sich immer wieder durch seine Spielsucht.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen des Fürsten Blücher von Wahlstatt

Blücher war zweimal verheiratet. Seine erste Frau war Karoline Amalie von Mehling (* 1756; † 17. Juni 1791), die er am 21. Juni 1773 geheiratet hatte. Die Eltern seiner Frau waren der polnische Oberst Friedrich Wilhelm von Mehling und Bernhardine von Bojanowska. Er hatte mit ihr sieben Kinder, darunter:

  • Franz (1778–1829) preußischer Generalmajor, infolge einer Kopfverwundung 16. September 1813 bei Peterswalde geisteskrank ⚭ Gerhardine Hermine Groß (* 23. März 1777; † 7. Juni 1807)
  • Friedrich Gebhardt Lebrecht (* 15. Dezember 1780; † 14. Januar 1834) ⚭ Elisabeth von Conring (* 2. August 1791; † 25. Februar 1842)
  • Bernhardine Friederike (* 4. März 1786; † 14. März 1870)
⚭ 1806 Adolph Ernst Ludwig Graf von der Schulenburg (* 6. Mai 1765 in Magdeburg; † 9. September 1813)
⚭ 14. Januar 1814 Maximilian Karl Asche von der Asseburg (* 9. Januar 1779; † 17. August 1851)

Seine zweite Frau wurde am 19. Juli 1795 Amalie von Colomb (* 3. Oktober 1772; † 16. April 1850). Sie war die Tochter des Kriegs- und Domänenrats Peter Colomb und der Maria Elisabeth Bacmeister. Diese Ehe blieb kinderlos.

Große Schlachten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Redensart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Redensart „(Der/Die geht) ran wie Blücher (an der Katzbach)“ bezieht sich ebenfalls auf Gebhard Leberecht von Blücher und umschreibt im Allgemeinen ein sehr stürmisches und entschlossenes Vorgehen.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisernes Kreuz mit goldenen Strahlen, genannt „Blücherstern“ (Replik)
Blücher-Denkmal von Schadow mit Inschrift von Goethe auf dem Universitätsplatz in Rostock
Blücher-Standbild von Christian Daniel Rauch gegenüber der Neuen Wache in Berlin

Blücher war Ehrenbürger von Berlin, Hamburg und Rostock (1816). Er wurde am 14. Juni 1814 von der Universität Oxford zum Dr. jur. h. c. ernannt (gemeinsam mit Wellington und Metternich) und am 3. August 1814 von der Berliner Universität zum Dr. phil. h. c. (gemeinsam mit Hardenberg, Yorck, Gneisenau, Kleist, Bülow und Tauentzien).

Im Waterloo-Saal der Hauptresidenz Windsor Castle hängt auf dem Ehrenplatz an der Kopfseite das Bildnis von Wellington und an seiner rechten Seite das von Blücher.

George Stephenson nannte eine seiner ersten Lokomotiven „Blücher“.

Blücher ist – neben Hindenburg – der einzige Träger des Sterns des Grosskreuzes des Eisernen Kreuzes ("Eisernes Kreuz mit goldenen Strahlen").

In Köln wurde der Blücherpark nach ihm benannt, in Aachen der Blücherplatz (östlich des Europaplatzes), der um 1868 gebaut wurde.[18] In der Berliner Innenstadt gab es im Bereich des Generalszuges drei (teils nicht realisierte) Benennungen als Blücherstraße und zwei als Blücherplatz sowie einen vorgesehenen Wahlstattplatz; dazu im heutigen Berlin sechs weitere Blücherstraßen. Um 1820 erhielt die Marschallbrücke im Berliner Regierungsviertel ihren Namen in Erinnerung an Blücher.

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Kaub am Rhein erinnert seit 1913 mit ihrem Blüchermuseum Kaub an den Marschall und seine Rheinüberquerung von 1814.

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das erste Denkmal wurde ihm am 26. August 1819 in seiner Vaterstadt Rostock auf dem Blücherplatz errichtet. Es war das erste Denkmal, das in Deutschland einer lebenden, nichtfürstlichen Person galt. Blücher stand dieser Ehrung reserviert gegenüber: „So geehrt ich mich“, schrieb Blücher am 8. Februar 1816, „auch durch das in meiner Vaterstadt zu errichtende Denkmal in meiner Vaterstadt fühlen muß, so kann ich doch nicht umhin, mir die Bemerkung zu erlauben, daß man das Wenige, was ich zu leisten im Stande war, zu hoch in Anrechnung bringt, und die Entscheidung hierüber doch wohl eigentlich nur der Nachwelt gebührte.“ Das Standbild wurde von Johann Gottfried Schadow in Berlin gefertigt, der sich gemäß Wunsch der Stifter mit Goethe über die Anordnung beraten hatte. Es wurde am 26. August 1819, dem Jahrestag der Schlacht an der Katzbach, eingeweiht. Das Denkmal zeigt Blücher in Uniform, umschlungen vom Löwenfell des Herkules, in schreitender Stellung streckt er mit der rechten Hand den Marschallstab vor. An dem Granitblock darunter sind zwei Reliefs, wo er einmal im Moment der Gefahr des 16. Juni 1815 und als siegreicher Feldherr dargestellt ist. Die Inschriften stammen von Goethe. Auf der vorderen Seite steht: „Dem Fürsten Blücher von Wahlstatt, die Seinen.“ Auf der hinteren Tafel:
„In Harren und Krieg,
In Sturz und Sieg
Bewußt und groß,
So riß er uns von Feinden los.“
  • In Berlin setzte der König Blücher am 18. Juni 1826 durch Christian Daniel Rauch ein zweites Standbild, anfertigt von dem Bildgießer Lequine.[19] Es stand neben dem Königlichen Palais, gegenüber der Neuen Wache und den Standbildern von Scharnhorst und Bülow. Auf der Vorderseite findet sich die Inschrift: „Friedrich Wilhelm III. dem Feldmarschall Fürsten Blücher von Wahlstatt, 1826“. Die Rückseite zeigt in einem Lorbeerkranz die Jahreszahlen 1813, 1814, 1815. Ein Seitenrelief bildet die Heimkehr Blüchers ab, das andere eine Schlachtenszene.[20] Das Denkmal steht seit Mitte der 1960er Jahre im hinteren Teil des Prinzessinnengartens
  • Ein drittes Standbild, ebenfalls von Rauch, wurde 1827 auf dem in Blücherplatz umbenannten Salzring, dem nach dem Großen Ring größten Marktplatz in Breslau, errichtet. Wie in Berlin stellte der Künstler den Feldmarschall vorwärts schreitend dar. Es wurde 1945 bei der Entdeutschung Breslaus nach seiner Inbesitznahme durch Polen beseitigt und eingeschmolzen.[21]
  • Des Weiteren findet sich eine Büste in der Walhalla und das Blücherdenkmal von Fritz Schaper in Kaub am Rhein, das am 18. Juni 1894, dem Jahrestag der Schlacht bei Waterloo, enthüllt wurde.
  • Zudem gibt es in Kaub ein Blücherdenkmal und ein Blücher-Museum.[22]
  • Im niederschlesischen Krieblowitz, das zwischen 1937 und 1945 Blüchersruh hieß, steht das Blücher-Mausoleum, ein zylindrischer Bau von etwa zehn Metern Höhe.
  • Für die Denkmalgruppe 30 in der ehemaligen Berliner Siegesallee schuf Gustav Eberlein 1901 eine Nebenbüste Blüchers zum zentralen Standbild von König Friedrich Wilhelm III.

Schiffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Marschall Blücher wurden mehrere Schiffe benannt:

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Blücher (Schuh) geht auf Marschall Blücher zurück, der seine Soldaten mit diesem Schuhmodell (damals noch als Stiefel) für den Siegeszug gegen Napoleon ausstatten ließ. Die international gebräuchliche Bezeichnung verweist noch auf seine Ursprünge als robuster Armeestiefel.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ältere Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuere Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tom Crepon: Leberecht von Blücher. Leben und Kämpfe. Biografie. Neues Leben, Berlin 1988, ISBN 3-355-00624-6.
  • Frank Bauer: Gebhard Leberecht von Blücher. Der Volksheld der Befreiungskriege 1813–1815. Edition König und Vaterland, Potsdam 2010 (= Kleine Reihe Geschichte der Befreiungskriege 1813–1815, Sonderheft 7)
  • Hans Haussherr: Blücher von Wahlstatt, Gebhard Leberecht Fürst. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955, ISBN 3-428-00183-4, S. 317–319 (Digitalisat).
  • Wolf Karge (Redaktion): Gebhard Leberecht von Blücher und seine Zeit. Hinstorff Verlag, Rostock, 1992.
  • Jörg Kuhn: Das Mausoleum Blüchers in Krieblowitz. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins. 88. Jahrgang, Heft 4, Oktober 1992, S. 79–88. PDF
  • Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 2, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1937], DNB 367632772, S. 413–427, Nr. 899.
  • Universität Rostock. Presse- und Informationsstelle, Wissenschaftspublizistik (Hrsg.): Gebhard Leberecht von Blücher. Ein großer Sohn der Stadt Rostock. Lebenswerk, Vermächtnis und Erbe. Universität Rostock, Philosophische Fakultät, Fachbereich Geschichtswissenschaften, Rostock 1993, ISBN 3-86009-085-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gebhard Leberecht von Blücher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang von Unger: Blücher. Unikum Verlag, Bremen 2011, ISBN 978-3-8457-2079-1.
  2. https://www.deutsche-biographie.de/sfz35354.html#ndbcontent
  3. Leopold Zedlitz-Neukirch (Freiherr von): Neues preussisches Adels-Lexicon. Erster Band A–D. Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1836, S. 256
  4. Jens Hennig: Gebhard Leberecht von Blücher. In: Ilona Buchsteiner (Hrsg.): Mecklenburger in der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Ingo Koch Verlag, Rostock 2001, S. 49.
  5. Jürgen Holtorf: Die Logen der Freimaurer, Nikol VerlagsGmbH, Hamburg, ISBN 3-930656-58-2, S. 140.
  6. Gustav Lehmann: Die Ritter des Ordens pour le merite, Band I, Berlin 1913, S. 200, Nr. 82.
  7. Karl-Heinz Pagel: Der Landkreis Stolp in Pommern. Lübeck 1989, S. 865
  8. Kurzer Abriss der Logengeschichte (Memento des Originals vom 17. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/pim.emmerich.freimaurerei.de Loge Pax inimica malis.
  9. Liste der Mitglieder des Königlich Preußischen hohen Ordens vom Schwarzen Adler, (Nr. 46 der Verleihungen dieses Orden durch Friedrich Wilhelm III.), Decker, Berlin. 1851.
  10. Berthold Seewald: Die preußische Invasion begann an Neujahr 1814. In: welt.de. 31. Dezember 2013.
  11. Das leere Grab
  12. […] certain mental limitations, […] D. Chandler: Dictionary of the Napoleonic Wars. S. 60.
  13. Laut seinem Generalquartiermeister von Müffling konnte Blücher zur Genehmigung vorgelegte Pläne weder verstehen noch beurteilen. In: Karl Marx, Friedrich Engels: New American Cyclopedia von 1857.
  14. Briefe des Feldmarschalls Blücher, ausgewählt und eingeleitet von Wilhelm Capelle. Insel, Leipzig o. J., S. 41.
  15. Narren und Nulpen. In: Der Spiegel. Nr. 16, 1995, S. 205–207 (online).
  16. Peter Young, Michael Roffe: Blücher’s Army. 1813-1815. Osprey Publishers, Oxford 2002, ISBN 0-85045-117-5, S. 9 f.
  17. Mark Grossman: World Military Leaders. A biographical Dictionary. Facts on File, New York 2007, ISBN 978-0-8160-4732-1, S. 42.
  18. Blücherplatz Aachener Straßen und ihre Geschichte, abgerufen am 11. Juni 2013.
  19. Standbilder, Denkmäler und ornamentale Bauten. In: Berliner Adreßbuch, 1875, Teil 4, S. 170.
  20. Wilhelm Burckhardt: Gebhard Lebrecht von Blücher, preußischer Feldmarschall und Fürst von Wahlstatt, 2. Aufl. Schwäbisch Hall / Leipzig 1842, S. 120 f.
  21. Zum Schicksal des Denkmals 1945 siehe Gregor Thum: Die fremde Stadt. Breslau 1945. Siedler, Berlin 2003, ISBN 3-88680-795-9, S. 380.
  22. Blücher-Museum in Kaub