Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland 1974

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mit dem Gesetz über die Neugliederung der Kreise und Gemeinden vom 19. Dezember 1973 wurden mit Wirkung vom 1. Januar 1974 aus den bisher 345 saarländischen Gemeinden 50 neue Gemeinden gebildet. Die ehemaligen Gemeinden sind als Ortsteile mit eigenen Ortsräten in den neuen Gemeinden enthalten. Die neuen Gemeinden haben alle über 6000 Einwohner. Die Stadt Dudweiler, die seitdem als Stadtbezirk zur Landeshauptstadt Saarbrücken gehört, war mit ca. 30.000 Einwohnern die größte Gemeinde, die ihre Selbständigkeit verlor.

Die Ämter wurden aufgelöst.

Inhaltsverzeichnis

Veränderungen an den Landkreisen[Bearbeiten]

Schwarze Linien: alte Kreisgrenzen. Farbige Flächen: neue Kreisgrenzen

Die beiden ehemals bayerischen Landkreise Homburg und St. Ingbert wurden zum Saar-Pfalz-Kreis (heute Saarpfalz-Kreis) mit Sitz in Homburg und dem Kfz-Kennzeichen HOM zusammengeschlossen. Die Stadt St. Ingbert wurde am 1. April 1974 zur Mittelstadt und erhielt - im Gegensatz zum Rest des ehemaligen Landkreises - erneut das Kfz-Kennzeichen IGB.

Der Landkreis Ottweiler wurde in Landkreis Neunkirchen umbenannt. Gleichzeitig verlor die Stadt Neunkirchen ihren Status als Mittelstadt. Der neue Landkreis erhielt das Neunkircher Kfz-Kennzeichen NK. Die Kreisverwaltung blieb jedoch in der früheren Kreisstadt Ottweiler.

Die Landeshauptstadt Saarbrücken wurde mit dem Landkreis Saarbrücken zum Stadtverband Saarbrücken (heute Regionalverband Saarbrücken, Kfz-Kennzeichen SB) zusammengeschlossen, dem ersten Kommunalverband besonderer Art in der Bundesrepublik. Völklingen blieb Mittelstadt und behielt damit das Kfz-Kennzeichen VK.

Die Landkreise Merzig-Wadern (Sitz in Merzig, Kfz-Kennzeichen MZG), Saarlouis (SLS) und St. Wendel (WND) blieben weitgehend unverändert.

Neue Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Landkreis Merzig-Wadern[Bearbeiten]

Municipalities in MZG.svg

Die Kreisstadt Merzig wurde um Gemeinden der Ämter Merzig-Land um Hilbringen erweitert. Die übrigen Ämter wurden - mit kleineren Gebietsänderungen - in neue Großgemeinden umgewandelt.

Gemeinde Beckingen[Bearbeiten]

Zu Beckingen kamen:

  • die ebenfalls zum Amt Beckingen gehörenden Gemeinden Düppenweiler, Erbringen, Hargarten, Haustadt, Honzrath, Reimsbach und Saarfels,
  • vom Amt Losheim die Gemeinde Oppen.

Gemeinde Losheim[Bearbeiten]

Zu Losheim kamen:

  • die ebenfalls zum Amt Losheim gehörenden Gemeinden Bergen, Britten, Hausbach, Niederlosheim, Rimlingen, Rissenthal, Scheiden, Wahlen und Waldhölzbach, jedoch ohne Oppen,
  • vom Amt Weiskirchen die Gemeinde Mitlosheim.
  • vom Amt Merzig-Land die Gemeinde Bachem.

Kreisstadt Merzig[Bearbeiten]

Zur Stadt Merzig kamen:

  • vom Amt Merzig-Land die Gemeinden Bietzen, Brotdorf, Harlingen, Menningen und Merchingen, jedoch ohne Bachem,
  • vom Amt Hilbringen die Gemeinden Ballern, Büdingen, Fitten, Hilbringen, Mechern, Mondorf, Schwemlingen, Silwingen, Weiler und Wellingen,
  • vom Amt Mettlach die Gemeinde Besseringen.

Gemeinde Mettlach[Bearbeiten]

Zu Mettlach kamen:

  • die ebenfalls zum Amt Mettlach gehörenden Gemeinden Dreisbach, Faha, Keuchingen, Nohn, Orscholz, Saarhölzbach und Weiten, jedoch nur ein kleiner Teil von Besseringen,
  • vom Amt Hilbringen die Gemeinden Bethingen, Tünsdorf und Wehingen.

Gemeinde Perl[Bearbeiten]

Zu Perl (Mosel) kamen:

  • die ebenfalls zum Amt Perl gehörenden Gemeinden Besch, Borg, Büschdorf, Eft-Hellendorf, Keßlingen, Münzingen, Nennig, Oberleuken, Oberperl, Sehndorf, Sinz, Tettingen-Butzdorf und Wochern.

Gemeinde Wadern[Bearbeiten]

Zu Wadern kamen:

  • die ebenfalls zum Amt Wadern gehörenden Gemeinden Bardenbach, Büschfeld, Dagstuhl, Gehweiler, Krettnich, Lockweiler, Morscholz, Niederlöstern, Noswendel, Oberlöstern, Wadrill und Wedern,
  • vom Amt Weiskirchen die Gemeinden Münchweiler, Nunkirchen und Steinberg,
  • vom Amt Nonnweiler (Landkreis St. Wendel) die Gemeinden Buweiler-Rathen und Kostenbach.

Gemeinde Weiskirchen[Bearbeiten]

Zu Weiskirchen kamen:

  • vom Amt Weiskirchen die Gemeinden Konfeld, Rappweiler, Thailen und Weierweiler.

Landkreis Neunkirchen[Bearbeiten]

Municipalities in NK.svg

Die Städte Neunkirchen und Ottweiler wurden um umliegende Gemeinden erweitert. Aus dem Amt Eppelborn kamen einige Gemeinden zur neuen Gemeinde Lebach (Landkreis Saarlouis).

Gemeinde Eppelborn[Bearbeiten]

Zu Eppelborn kamen:

  • vom Amt Eppelborn die Gemeinden Bubach-Calmesweiler, Dirmingen, Habach, Hierscheid, Humes, Macherbach und Wiesbach.

Andere Gemeinden des Amts Eppelborn kamen zu den Gemeinden Lebach (Landkreis Saarlouis) und Marpingen (Landkreis St. Wendel).

Gemeinde Illingen[Bearbeiten]

Zu Illingen kamen:

  • die ebenfalls zum Amt Illingen gehörenden Gemeinden Hirzweiler, Hüttigweiler, Uchtelfangen und Wustweiler,
  • vom Amt Schiffweiler die Gemeinde Welschbach.

Gemeinde Merchweiler[Bearbeiten]

Zu Merchweiler kam:

  • vom Amt Wemmetsweiler die Gemeinde Wemmetsweiler.

Die ebenfalls dem Amt Wemmetsweiler angehörige Gemeinde Heiligenwald kam jedoch zu Schiffweiler.

Stadt Neunkirchen[Bearbeiten]

Zu Neunkirchen - nunmehr Kreis- statt Mittelstadt - kamen:

  • vom Amt Wiebelskirchen die Gemeinden Hangard, Münchwies und Wiebelskirchen,
  • einige Flurstücke der Gemeinden Bexbach, Kirkel-Neuhäusel, Limbach und Niederbexbach (Landkreis Homburg) sowie Spiesen (Amt Spiesen).

Der Limbacher Ortsteil Bayerisch Kohlhof kam zunächst zur Stadt Neunkirchen, wurde jedoch 1984 zurückgegliedert. Preußisch Kohlhof gehört weiterhin zu Neunkirchen.

Stadt Ottweiler[Bearbeiten]

Zur Stadt Ottweiler - nun nicht mehr offiziell Kreisstadt, aber weiterhin de facto Sitz der Kreisverwaltung - kamen:

  • vom Amt Wiebelskirchen die Gemeinden Fürth im Ostertal und Lautenbach,
  • vom Amt St. Wendel-Land (Landkreis St. Wendel) die Gemeinde Mainzweiler,
  • die amtsfreie Gemeinde Steinbach bei Ottweiler.

Gemeinde Schiffweiler[Bearbeiten]

Zu Schiffweiler kamen:

  • die ebenfalls zum Amt Schiffweiler gehörenden Gemeinden Landsweiler-Reden und Stennweiler, jedoch nur ein kleiner Teil von Welschbach,
  • vom Amt Wemmetsweiler die Gemeinde Heiligenwald,
  • einige Flurstücke der Gemeinde Hüttigweiler (Amt Illingen).

Gemeinde Spiesen-Elversberg[Bearbeiten]

Die Gemeinde Spiesen-Elversberg wurde gebildet aus:

  • den beiden Gemeinden des Amts Spiesen: Spiesen und Elversberg,
  • einigen Flurstücken der Stadt Neunkirchen.

Landkreis Saarlouis[Bearbeiten]

Municipalities in SLS.svg

Die Ämter wurden nahezu 1:1 in Großgemeinden umgewandelt. Die Kreisstadt Saarlouis wurde kaum vergrößert.

Erwähnenswert ist hier, dass die Gemeinden Bous und Ensdorf 1982 aus der Großgemeinde Schwalbach ausgeschieden sind. Dadurch gibt es heute im Saarland nicht 50, sondern 52 Gemeinden.

Stadt Dillingen[Bearbeiten]

Die Stadt Dillingen/Saar blieb unverändert.

Gemeinde Lebach[Bearbeiten]

Zu Lebach kamen:

  • die ebenfalls dem Amt Lebach angehörigen Gemeinden Eidenborn, Falscheid, Hahn, Jabach, Landsweiler, Lebach, Knorscheid, Niedersaubach, jedoch ohne Primsweiler,
  • vom Amt Schmelz die Gemeinde Gresaubach,
  • vom Amt Eppelborn (Landkreis Ottweiler) die Gemeinden Aschbach, Dörsdorf, Steinbach und Thalexweiler.

Im Jahr 1977, also drei Jahre nach der Gebietsreform, erhielt Lebach die Stadtrechte.

Gemeinde Nalbach[Bearbeiten]

Zu Nalbach kamen:

  • die ebenfalls dem Amt Nalbach angehörigen Gemeinden Bilsdorf, Körprich, Nalbach und Piesbach,
  • einige Flurstücke der Gemeinde Saarwellingen.

Gemeinde Rehlingen[Bearbeiten]

Zu Rehlingen (heute Gemeinde Rehlingen-Siersburg) kam:

  • das Amt Siersburg mit den Gemeinden Biringen, Eimersdorf, Fremersdorf, Fürweiler, Gerlfangen, Hemmersdorf, Niedaltdorf, Oberesch und Siersburg.

Kreisstadt Saarlouis[Bearbeiten]

Zur Stadt Saarlouis kamen:

  • einige Flurstücke der Gemeinden Felsberg (Amt Bisten) und Wallerfangen (Amt Wallerfangen).

Gemeinde Saarwellingen[Bearbeiten]

Zu Saarwellingen kamen:

  • die amtsfreien Gemeinden Reisbach und Schwarzenholz.

Gemeinde Schmelz[Bearbeiten]

Zu Schmelz (Saar) kamen:

  • die ebenfalls dem Amt Schmelz angehörigen Gemeinden Außen, Bettingen, Dorf im Bohnental, Hüttersdorf und Limbach, jedoch ohne Gresaubach,
  • vom Amt Lebach die Gemeinde Primsweiler,
  • einige Flurstücke der Gemeinde Reimsbach (Amt Beckingen, Landkreis Merzig-Wadern),
  • vom Amt Weiskirchen (Landkreis Merzig-Wadern) die Gemeinde Michelbach

Gemeinde Schwalbach[Bearbeiten]

Zu Schwalbach (Saar) kamen:

  • das Amt Bous mit den Gemeinden Bous, Elm und Griesborn,
  • die amtsfreien Gemeinden Ensdorf und Hülzweiler.

Bous und Ensdorf schieden 1982 aus und bilden fortan die einzigen Ein-Ort-Gemeinden des Saarlandes.

Gemeinde Überherrn[Bearbeiten]

Zu Überherrn kamen:

  • die ebenfalls dem Amt Bisten angehörigen Gemeinden Altforweiler, Berus, Bisten und Felsberg.

Gemeinde Wadgassen[Bearbeiten]

Zu Wadgassen kamen:

  • die ebenfalls dem Amt Wadgassen angehörigen Gemeinden Differten (einschließlich Friedrichweiler), Hostenbach, Schaffhausen und Werbeln.

Gemeinde Wallerfangen[Bearbeiten]

Zu Wallerfangen kamen:

  • die ebenfalls dem Amt Wallerfangen angehörigen Gemeinden Bedersdorf, Düren, Gisingen, Ihn, Ittersdorf, Kerlingen, Leidingen, Rammelfangen und St. Barbara.

Landkreis St. Wendel[Bearbeiten]

Municipalities in WND.svg

Das Amt St. Wendel-Land wurde auf die neuen Gemeinden St. Wendel, Marpingen und Oberthal aufgeteilt. Die Kreisstadt St. Wendel wurde außerdem um Gemeinden der Ämter Niederkirchen und Oberkirchen-Namborn erweitert. Aus Teilen der Ämter Oberkirchen-Namborn und Türkismühle wurde die Großgemeinde Freisen gebildet.

Gemeinde Freisen[Bearbeiten]

Zu Freisen (ehemals Amt Nohfelden) kamen:

  • vom Amt Nohfelden die Gemeinden Asweiler und Eitzweiler,
  • vom Amt Oberkirchen-Namborn die Gemeinden Grügelborn, Haupersweiler, Oberkirchen, Reitscheid und Schwarzerden,

Gemeinde Marpingen[Bearbeiten]

Zu Marpingen (ehemals Amt St. Wendel-Land) kamen:

  • vom Amt St. Wendel-Land die Gemeinden Alsweiler und Urexweiler,
  • vom Amt Eppelborn (Landkreis Ottweiler) die Gemeinde Berschweiler.

Gemeinde Namborn[Bearbeiten]

Zu Namborn (ehemals Amt Oberkirchen-Namborn) kamen:

  • vom Amt Oberkirchen-Namborn die Gemeinden Baltersweiler, Eisweiler, Furschweiler, Gehweiler, Heisterberg, Hirstein, Hofeld-Mauschbach, Pinsweiler und Roschberg.

Gemeinde Nohfelden[Bearbeiten]

Zu Nohfelden kamen:

  • die ebenfalls zum Amt Nohfelden (bis 1956: Amt Türkismühle) gehörigen Gemeinden Bosen, Eckelhausen, Eisen, Eiweiler, Gonnesweiler, Mosberg-Richweiler, Neunkirchen/Nahe, Selbach, Sötern, Türkismühle, Walhausen und Wolfersweiler, jedoch ohne Asweiler-Eitzweiler und Freisen.

Gemeinde Nonnweiler[Bearbeiten]

Zu Nonnweiler kamen:

  • die ebenfalls zum Amt Nonnweiler gehörigen Gemeinden Bierfeld, Braunshausen, Kastel, Otzenhausen, Primstal und Sitzerath, jedoch ohne Buweiler-Rathen und Kostenbach,
  • vom Amt Nohfelden die Gemeinde Schwarzenbach.

Gemeinde Oberthal[Bearbeiten]

Zu Oberthal (Saar) (ehemals Amt St. Wendel-Land) kamen:

  • vom Amt St. Wendel-Land die Gemeinden Gronig, Güdesweiler und Steinberg-Deckenhardt.

Kreisstadt St. Wendel[Bearbeiten]

Zur Stadt St. Wendel kamen:

  • vom Amt St. Wendel-Land die Gemeinden Bliesen, Dörrenbach, Niederlinxweiler, Oberlinxweiler, Remmesweiler, Werschweiler und Winterbach,
  • vom Amt Niederkirchen die Gemeinden Bubach im Ostertal, Hoof, Marth, Niederkirchen im Ostertal, Osterbrücken und Saal,
  • vom Amt Oberkirchen-Namborn die Gemeinden Leitersweiler und Urweiler.

Gemeinde Tholey[Bearbeiten]

Zu Tholey kamen:

  • die ebenfalls zum Amt Tholey gehörigen Gemeinden Bergweiler, Hasborn-Dautweiler, Lindscheid, Neipel, Scheuern, Sotzweiler, Theley und Überroth-Niederhofen,
  • einige Flurstücke der Gemeinde Selbach (Amt Türkismühle).

Saar-Pfalz-Kreis[Bearbeiten]

Municipalities in HOM.svg

Da dieser Teil des Saarlandes bis zum Ersten Weltkrieg bayerisch gewesen war, gab es auf dem Gebiet des heutigen Saarpfalz-Kreises nur wenige Ämter (Bürgermeistereien). Die Städte Homburg, St. Ingbert und Blieskastel wurden um umliegende Gemeinden erweitert. Teile des Landkreises St. Ingbert wurden zur Gemeinde Mandelbachtal - der einzigen saarländischen Gemeinde, die nicht nach einem Ort benannt ist - zusammengeschlossen. Andere Teile des ehemaligen Landkreises kamen zum Stadtverband Saarbrücken.

Am 10. Juli 1989 wurde die Schreibweise des Landkreises in Saarpfalz-Kreis geändert.

Stadt Bexbach[Bearbeiten]

Zur Stadt Bexbach (Landkreis Homburg) kamen:

  • vom Amt Limbach die Gemeinde Niederbexbach,
  • die Gemeinden Frankenholz, Höchen, Kleinottweiler und Oberbexbach,
  • einige Flurstücke der Gemarkung Wellesweiler der Stadt Neunkirchen.

Stadt Blieskastel[Bearbeiten]

Zur Stadt Blieskastel (Landkreis St. Ingbert) kamen:

  • aus dem Amt Aßweiler (Landkreis St. Ingbert) die Gemeinden Aßweiler und Biesingen,
  • aus dem Amt Altheim (Landkreis Homburg) die Gemeinden Altheim und Neualtheim (heute Pinningen),
  • aus dem Landkreis St. Ingbert die Gemeinden Ballweiler, Bierbach, Blickweiler, Niederwürzbach und Wolfersheim,
  • aus dem Landkreis Homburg die Gemeinden Böckweiler, Breitfurt, Brenschelbach, Mimbach und Webenheim.

Gemeinde Gersheim[Bearbeiten]

Zu Gersheim (Landkreis St. Ingbert) kamen:

  • das Amt Rubenheim (Landkreis St. Ingbert) mit den Gemeinden Herbitzheim und Rubenheim,
  • das Amt Medelsheim (Landkreis Homburg) mit den Gemeinden Medelsheim, Niedergailbach, Peppenkum, Seyweiler und Utweiler,
  • aus dem Amt Breitfurt (Landkreis St. Ingbert) die Gemeinde Bliesdalheim,
  • aus dem Landkreis St. Ingbert die Gemeinde Reinheim,
  • aus dem Landkreis Homburg die Gemeinde Walsheim.

Kreisstadt Homburg[Bearbeiten]

Zur Kreisstadt Homburg kamen:

Gemeinde Kirkel[Bearbeiten]

Zu Kirkel-Neuhäusel (Landkreis Homburg) kamen:

  • aus dem Amt Limbach (Landkreis Homburg) die Gemeinden Altstadt und Limbach.

Der Limbacher Ortsteil Bayerisch Kohlhof kam zunächst zur Stadt Neunkirchen, wurde jedoch 1985 zurückgegliedert.[1][2]

Gemeinde Mandelbachtal[Bearbeiten]

Die Gemeinde Mandelbachtal wurde aus folgenden Gemeinden des Landkreises St. Ingbert gebildet:

  • das Amt Bliesmengen-Bolchen mit den Gemeinden Bliesmengen-Bolchen und Habkirchen,
  • aus dem Amt Aßweiler die Gemeinde Erfweiler-Ehlingen,
  • aus dem Amt Ommersheim die Gemeinden Heckendalheim und Ommersheim,
  • die Gemeinden Bebelsheim, Ormesheim und Wittersheim.

Sitz der Gemeinde ist Ormesheim.

Mittelstadt St. Ingbert[Bearbeiten]

Zu St. Ingbert - nun nicht mehr Kreis-, sondern ab dem 1. April 1974 Mittelstadt[3] - kamen:

  • aus dem Amt Brebach (Landkreis Saarbrücken) die Gemeinde Rentrisch,
  • die Gemeinden Hassel, Oberwürzbach und Rohrbach.

Stadtverband Saarbrücken[Bearbeiten]

Municipalities in SB.svg

Die Landeshauptstadt Saarbrücken wurde um umliegende Gemeinden erweitert. Die Gemeinden des Amts Ludweiler kamen teils zur Mittelstadt Völklingen, teils zur Großgemeinde Großrosseln.

Stadt Friedrichsthal[Bearbeiten]

Die Stadt Friedrichsthal (Saar) blieb unverändert.

Gemeinde Großrosseln[Bearbeiten]

Zu Großrosseln kamen:

  • vom Amt Ludweiler-Warndt die Gemeinden Dorf im Warndt, Emmersweiler, Großrosseln, Karlsbrunn, Naßweiler und St. Nikolaus.

Gemeinde Heusweiler[Bearbeiten]

Zu Heusweiler kamen:

  • das Amt Heusweiler mit den Gemeinden Holz, Kutzhof, Niedersalbach, Obersalbach-Kurhof und Wahlschied,
  • die 1966 aus dem Amt Heusweiler ausgeschiedene Gemeinde Eiweiler.

Gemeinde Kleinblittersdorf[Bearbeiten]

Zu Kleinblittersdorf kamen:

  • das Amt Kleinblittersdorf mit den Gemeinden Auersmacher, Rilchingen-Hanweiler und Sitterswald,
  • vom Amt Brebach die Gemeinde Bliesransbach.

Stadt Püttlingen[Bearbeiten]

Zur Stadt Püttlingen kam:

  • die 1933 gebildete Gemeinde Köllerbach.

Gemeinde Quierschied[Bearbeiten]

Zu Quierschied kamen:

  • vom Amt Quierschied die Gemeinden Fischbach und Göttelborn,
  • aus der Stadt Dudweiler der Ortsteil Camphausen.

Gemeinde Riegelsberg[Bearbeiten]

Zur 1939 gebildeten Gemeinde Riegelsberg kam:

  • die ebenfalls dem Amt Riegelsberg angehörige Gemeinde Walpershofen.

Landeshauptstadt Saarbrücken[Bearbeiten]

Zur 1909 gebildeten Großstadt Saarbrücken kamen:

  • die Stadt Dudweiler (ohne Camphausen),
  • vom Amt Brebach die Gemeinden Bischmisheim, Brebach-Fechingen, Bübingen, Eschringen, Güdingen, Schafbrücke und Scheidt,
  • die amtsfreien Gemeinden Altenkessel, Ensheim, Eschringen, Gersweiler und Klarenthal,
  • einige Flurstücke der Gemeinden Fischbach (Amt Quierschied), Kleinblittersdorf (Amt Kleinblittersdorf), Ormesheim (Landkreis St. Ingbert) und Riegelsberg (Teile der Gemarkung Güchenbach).

Stadt Sulzbach[Bearbeiten]

Zur Stadt Sulzbach/Saar kam:

Mittelstadt Völklingen[Bearbeiten]

Zur Stadt Völklingen kamen:

  • vom Amt Ludweiler-Warndt die Gemeinden Lauterbach und Ludweiler,
  • einige Flurstücke der Gemeinden Differten (Amt Wadgassen, Landkreis Saarlouis) und Klarenthal.

Rechtsnachfolger der aufgelösten Ämter[Bearbeiten]

Aufgelöstes Amt Ehemaliger Landkreis Rechtsnachfolgerin Neuer Landkreis
Brebach Saarbrücken Landeshauptstadt Saarbrücken Stadtverband Saarbrücken
Heusweiler Saarbrücken Gemeinde Heusweiler Stadtverband Saarbrücken
Kleinblittersdorf Saarbrücken Gemeinde Kleinblittersdorf Stadtverband Saarbrücken
Ludweiler-Warndt Saarbrücken Mittelstadt Völklingen Stadtverband Saarbrücken
Quierschied Saarbrücken Gemeinde Quierschied Stadtverband Saarbrücken
Riegelsberg Saarbrücken Gemeinde Riegelsberg Stadtverband Saarbrücken
Altheim Homburg Stadt Blieskastel Saar-Pfalz-Kreis
Aßweiler St. Ingbert Stadt Blieskastel Saar-Pfalz-Kreis
Bebelsheim St. Ingbert Gemeinde Mandelbachtal Saar-Pfalz-Kreis
Bliesmengen-Bolchen St. Ingbert Gemeinde Mandelbachtal Saar-Pfalz-Kreis
Breitfurt Homburg Stadt Blieskastel Saar-Pfalz-Kreis
Limbach Homburg Gemeinde Kirkel Saar-Pfalz-Kreis
Medelsheim Homburg Gemeinde Gersheim Saar-Pfalz-Kreis
Ommersheim St. Ingbert Gemeinde Mandelbachtal Saar-Pfalz-Kreis
Rubenheim St. Ingbert Gemeinde Gersheim Saar-Pfalz-Kreis
Walsheim Homburg Gemeinde Gersheim Saar-Pfalz-Kreis
Bisten Saarlouis Gemeinde Überherrn Saarlouis
Bous Saarlouis Gemeinde Schwalbach Saarlouis
Lebach Saarlouis Gemeinde Lebach Saarlouis
Nalbach Saarlouis Gemeinde Nalbach Saarlouis
Schmelz Saarlouis Gemeinde Schmelz (Saar) Saarlouis
Siersburg Saarlouis Gemeinde Rehlingen Saarlouis
Wallerfangen Saarlouis Gemeinde Wallerfangen Saarlouis
Wadgassen Saarlouis Gemeinde Wadgassen Saarlouis
Beckingen Merzig-Wadern Gemeinde Beckingen Merzig-Wadern
Hilbringen Merzig-Wadern Kreisstadt Merzig Merzig-Wadern
Losheim Merzig-Wadern Gemeinde Losheim Merzig-Wadern
Merzig-Land Merzig-Wadern Kreisstadt Merzig Merzig-Wadern
Mettlach Merzig-Wadern Gemeinde Mettlach Merzig-Wadern
Perl Merzig-Wadern Gemeinde Perl (Mosel) Merzig-Wadern
Wadern Merzig-Wadern Stadt Wadern Merzig-Wadern
Weiskirchen Merzig-Wadern Gemeinde Weiskirchen Merzig-Wadern
Eppelborn Ottweiler Gemeinde Eppelborn Neunkirchen
Nalbach Ottweiler Gemeinde Eppelborn Neunkirchen
Illingen Ottweiler Gemeinde Illingen (Saar) Neunkirchen
Schiffweiler Ottweiler Gemeinde Schiffweiler Neunkirchen
Wiebelskirchen Ottweiler Kreisstadt Neunkirchen Neunkirchen
Niederkirchen St. Wendel Kreisstadt St. Wendel St. Wendel
Nohfelden St. Wendel Gemeinde Nohfelden St. Wendel
Nonnweiler St. Wendel Gemeinde Nonnweiler St. Wendel
Oberkirchen-Namborn St. Wendel Gemeinde Namborn St. Wendel
St. Wendel-Land St. Wendel Kreisstadt St. Wendel St. Wendel
Tholey St. Wendel Gemeinde Tholey St. Wendel

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Limbach Infoseite auf dem Webangebot der Gemeinde Kirkel
  2. Urteil vom 27. November 1985 über die Verfassungsbeschwerde der Kreisstadt Neunkirchen (PDF)
  3. St. Ingbert wird Mittelstadt im Amtsblatt des Saarlandes (PDF; 267 kB)