Gebietskörperschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Gebietskörperschaft ist eine Körperschaft, deren Zuständigkeit und Mitgliedschaft territorial bestimmt sind.[1] Ihre Gebietshoheit ist jeweils auf einen räumlich abgegrenzten Teil des Staatsgebietes beschränkt. Sie grenzt sich dadurch von solchen Körperschaften ab, deren Mitgliedschaft durch persönliche Eigenschaften bestimmt werden.[2]

Staatsorganisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größte Gebietskörperschaften sind die jeweiligen Staaten, die je nach Organisationsform aus weiteren kleineren Gebietskörperschaften bestehen können. Diese heißen in Bundesstaaten oder einem Staatenbund Gliedstaaten. Sie sind dezentrale Organe der Selbstverwaltung und heißen in Deutschland Länder, Gemeinden, Landkreise und Bezirke, in Frankreich Régions und Départements, in England Regions und Counties oder in den USA Bundesstaaten und Countys. In der Schweiz gibt es Kantone und Gemeinden.[2] In Österreich sind es die Gemeinden, die Bundesländer und die Republik selbst, während die Bezirke reine Verwaltungskonstrukte sind.

Stellung, Funktion und Aufgaben der Gebietskörperschaft im jeweiligen politischen System bestimmen den Grad der Zentralisierung des jeweiligen Systems. So wirken in Deutschland Bund, Länder, Gemeindeverbände und Gemeinden im Rahmen der vertikalen Gewaltenteilung zusammen, während in Frankreich Staat, Region, Departement und Gemeinde das Gerüst des Zentralstaats darstellen.[1]

Rechtsordnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die konkrete Situation in unterschiedlichen Rechtssystemen wird in entsprechenden Einzelartikeln dargestellt:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Gebietskörperschaft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ulrike Rausch: Gebietskörperschaft. In: Dieter Nohlen, Rainer-Olaf Schultze (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. C. H. Beck, 2010, ISBN 978-3-406-59233-1, S. 292.
  2. a b Manfred G. Schmidt: Wörterbuch zur Politik. Alfred Kröner Verlag, 2010, ISBN 978-3-520-40403-9, S. 281.