Gebietskörperschaft

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Eine Gebietskörperschaft ist eine Körperschaft, deren Zuständigkeit und Mitgliedschaft territorial bestimmt sind.[1] Ihre Gebietshoheit ist jeweils auf einen räumlich abgegrenzten Teil des Staatsgebietes beschränkt. Sie grenzt sich dadurch von solchen Körperschaften ab, deren Mitgliedschaft durch persönliche Eigenschaften bestimmt wird.[2]

Staatsorganisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebietskörperschaften auf oberster Ebene sind, unabhängig von ihrer Größe, die jeweiligen Staaten, die je nach Organisationsform aus weiteren kleineren Gebietskörperschaften bestehen können. Diese heißen in Bundesstaaten oder einem Staatenbund Gliedstaaten. Teils gibt es weitere Untergliederungen wie dezentrale Organe der Selbstverwaltung. In Deutschland gibt es als Gliedstaaten die Länder, zudem Gemeinden, Landkreise und Bezirke, in Frankreich Régions und Départements, in England Regions und Counties oder in den USA Bundesstaaten und Countys. In der Schweiz gibt es Kantone und Gemeinden.[2] In Österreich sind es die Gemeinden, die Bundesländer und die Republik selbst, während die Bezirke reine Verwaltungskonstrukte sind.

Stellung, Funktion und Aufgaben der Gebietskörperschaft im jeweiligen politischen System bestimmen den Grad der Zentralisierung des jeweiligen Systems. So wirken in Deutschland Bund, Länder, Gemeindeverbände und Gemeinden im Rahmen der vertikalen Gewaltenteilung zusammen, während in Frankreich Staat, Region, Departement und Gemeinde das Gerüst des Zentralstaats darstellen.[1]

Rechtsordnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die konkrete Situation in unterschiedlichen Rechtssystemen wird in entsprechenden Einzelartikeln dargestellt:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WiktionaryWiktionary: Gebietskörperschaft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ulrike Rausch: Gebietskörperschaft. In: Dieter Nohlen, Rainer-Olaf Schultze (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. C. H. Beck, 2010, ISBN 978-3-406-59233-1, S. 292.
  2. a b Manfred G. Schmidt: Wörterbuch zur Politik (= Kröners Taschenausgabe. Band 404). 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-520-40403-9, S. 281.