Gebsattel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gebsattel
Gebsattel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gebsattel hervorgehoben
Koordinaten: 49° 21′ N, 10° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Rothenburg ob der Tauber
Höhe: 373 m ü. NHN
Fläche: 19,12 km2
Einwohner: 1718 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91607
Vorwahl: 09861
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 152
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstr. 10
91607 Gebsattel
Webpräsenz: www.gebsattel.de
Bürgermeister: Gerd Rößler (SPD)
Lage der Gemeinde Gebsattel im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-RiesAnsbachFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenUnterer WaldLehrbergAdelshofen (Mittelfranken)Bechhofen (Mittelfranken)Bruckberg (Mittelfranken)Buch am WaldBurkColmbergDentlein am ForstDiebachDietenhofenDinkelsbühlDombühlEhingen (Mittelfranken)FeuchtwangenFlachslandenGebsattelGerolfingenGeslauHeilsbronnInsingenLangfurthLeutershausenLichtenau (Mittelfranken)Merkendorf (Mittelfranken)MönchsrothNeuendettelsauNeusitzOberdachstettenOhrenbachPetersaurachRöckingenRothenburg ob der TauberRüglandSachsen bei AnsbachSchillingsfürstSchnelldorfSchopfloch (Mittelfranken)SteinsfeldUnterschwaningenWassertrüdingenWeidenbach (Mittelfranken)WeihenzellWeiltingenWettringen (Mittelfranken)WiesethWindelsbachWindsbachWittelshofenWörnitz (Gemeinde)Wolframs-EschenbachWilburgstettenOrnbauMitteleschenbachHerriedenDürrwangenBurgoberbachAurach (Landkreis Ansbach)ArbergBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Gebsattel ist eine Gemeinde im Landkreis Ansbach in Mittelfranken. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg ob der Tauber.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebsattel liegt im Naturpark Frankenhöhe, etwa drei Kilometer südlich von Rothenburg ob der Tauber, nahe der Grenze zu Baden-Württemberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebsattel hat neun Ortsteile:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich waren es zwei Orte, das ältere Kirchdorf links der Tauber aus der Zeit der fränkischen Landnahme und das jüngere Schlossdorf rechts der Tauber, das im 11. Jahrhundert im Besitz der Grafen von Rothenburg-Komburg war und seinen Namen nach der letzten Besitzerin aus diesem Hause, der Gräfin Geba (Gebasedelen = Sitz der Geba), erhielt. Nach 1400 gehörten etwa drei Viertel der Anwesen zum Benediktinerstift Komburg bei Schwäbisch Hall, während ein Viertel der Bewohner Rothenburger Untertanen waren. Erst 1810 kam Gebsattel zum Königreich Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Kirnberg (mit Pleikartshof, Speierhof, Wildenhof) eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 kam Bockenfeld hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Gebsattel mit eingemeindeten Ortsteilen:

  • 1939: 1086 Einwohner
  • 1950: 1502 Einwohner
  • 1961: 1235 Einwohner[4]
  • 1970: 1300 Einwohner[4]
  • 1979: 1360 Einwohner
  • 1991: 1557 Einwohner
  • 1995: 1746 Einwohner
  • 2005: 1844 Einwohner
  • 2010: 1778 Einwohner
  • 2015: 1718 Einwohner

Gemeinde Gebsattel ohne eingemeindete Ortsteile:

  • 1910: 744 Einwohner[5]
  • 1933: 759 Einwohner
  • 1939: 725 Einwohner[6]
  • 1961: 857 Einwohner[4]
  • 1970: 937 Einwohner[4]
  • 1987: 959 Einwohner[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder, die alle zur Fraktion Gemeinsame Liste gehören. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,8 %. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister Gerd Rößler.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit November 2010 ist Gerd Rößler der Bürgermeister. Sein Vorgänger war Wilfried Schnaubelt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Durch einen silbernen Wellenpfahl gespalten von Blau und Rot, vorne ein herschauender goldener, rot bezungter Löwenkopf mit einem silbernen Sparren im Maul, hinten ein silberner Steinbockrumpf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Attraktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maislabyrinth nahe Eckartshof

Musikgruppen, Orchester, Chöre und Bands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Musikverein Gebsattel (Blaskapelle)
  • Gesangverein Frohsinn (Chor)
  • Lazy Bones (Band)
  • The Rudes (Band)
Katholische Pfarrkirche St. Laurentius

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss Gebsattel (in Privatbesitz, nicht zu besichtigen)
  • St.-Laurentius-Kirche mit Pfarrhaus
  • Gasthaus Zum Lamm

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebsattel ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebsattel liegt nahe der Autobahn A 7 (Anschlussstelle 108 – Rothenburg ob der Tauber).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Baß Antriebstechnik GmbH
  • Metallbau Breiter

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten St. Josef
  • Grundschule Gebsattel-Insingen-Neusitz

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Musikverein Gebsattel wurde im Juni 1927 gegründet, um kirchliche Feiern musikalisch zu umrahmen. Der Verein ist heute eine Blaskapelle, hat etwa 38 aktive Mitglieder. 2002/03 hat er eine eigene Veranstaltungshalle mit angegliedertem Proberaum errichtet.

Die Freiwillige Feuerwehr setzt sich aus 34 Feuerwehrdienstleistenden zusammen. Ihr angegliedert ist die Löschgruppe Rödersdorf mit weiteren 12 Feuerwehrdienstleistenden.

Am 18. Mai 1968 wurde der FV 68 Gebsattel gegründet, er hat inzwischen etwa 400 Mitglieder.

Im April 2005 wurde die evangelische Landjugend Gebsattel gegründet.

Weitere Vereine sind der Gesangverein Frohsinn, die Motorradfreunde Kirnberg-Frankenhöhe sowie ein Imkerverein, ein Gartenbauverein und ein Schützenverein mit rund 120 Mitgliedern.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Gebsattel. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 284–285 (Digitalisat).
  • Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 38–43.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gebsattel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Gebsattel in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 562.
  4. a b c d e Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706 u. 724.
  5. http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?mittelfranken/rothenburg.htm
  6. http://geschichte-on-demand.de/bay_rothenburgt.html
  7. Gebsattel in dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie