Geburtsschock

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Als Geburtsschock bezeichnet man ein im Zusammenhang mit einer Geburt oder einem Neuanfang anderer Art aufgetretenes, einschneidendes Erlebnis. Der Begriff "traumatische Urerfahrung" wird in der Literatur synonym verwendet.[1] Der Begriff findet auch in der Astrologie Verwendung.[2]

Geburtsschock des Kindes[Bearbeiten]

Der französische Gynäkologe Frédérick Leboyer geht davon aus, dass der Geburtsschock eines Kindes durch eine sogenannte "sanfte Geburt" (Geburt in möglichst angenehmer Umgebung für die Gebärende und das Kind) abgemildert werden kann.[3] Manche Quellen gehen auch davon aus, dass das Neugeborene, wird es in einer hochtechnisierten Klinik geboren, einen vermehrten Schock bei der Geburt erleben würde.[4]

Geburtsschock der Mutter[Bearbeiten]

Insbesondere die Geburt des ersten Kindes wird von der Mutter als einschneidendes Erlebnis empfunden. Eine wesentliche Bedeutung kommt dabei dem körperlichen Schmerz zu. Sollte bei der Mutter dadurch eine bleibende Traumatisierung stattgefunden haben, so ist eine Aufarbeitung des Erlebten notwendig, insbesondere auch im Hinblick auf den Umgang mit weiteren Geburten.[5]

Geburtsschock von Beteiligten[Bearbeiten]

Der Begriff findet in der Popularliteratur Verwendung, wenn das Miterleben einer Geburt z.B. durch den Kindesvater oder andere Vertrauenspersonen als psychisch traumatisierend erlebt wird. Blut, medizinisches Inventar usw. sowie die eigene Unsicherheit in der Situation können als beängstigend erlebt werden.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Th. Kaufmann: Martin Luther. C. H. Beck, 2006, ISBN 3-406-50888-X, S. 118 (online)
  2. ASTROLOGIE - Mythos und Macht der Sterne. In: GEO. 5/2001, (online); zuletzt eingesehen am 24. Dez. 2008.
  3. Roche Lexikon Medizin. Urban & Fischer-Verlag, 2003, ISBN 3-437-15150-9, S. 679. (online)
  4. T. Abel: Psychosoziale Medizin. Springer, 2003, ISBN 3-540-00875-6, S. 147. (online)
  5. Presseservice des Landeskrankenhauses Bregenz: Wenn ich nur aufhören könnte ..... (online); zuletzt eingesehen am 24. Dez 2008.
  6. www.stern.de: Schock im Kreißsaal. (online); zuletzt eingesehen am 24. Dez. 2008.

Literatur[Bearbeiten]

  • Arthur Janov: Frühe Prägungen. S. Fischer, Frankfurt am Main 1984.
  • Ludwig Janus: Die Psychoanalyse der vorgeburtlichen Lebenszeit und der Geburt. Psychosozial-Verlag, Gießen 2000.
  • Ludwig Janusg: Wie die Seele entsteht. Mattes, Heidelberg 2005.
  • Ludwig Janus: Der Seelenraum des Ungeborenen. Walter, Düsseldorf 2001.
  • Alice Miller: Am Anfang war Erziehung. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1983
  • Otto Rank: Das Trauma der Geburt und seine Bedeutung für die Psychoanalyse. Psychosozial-Verlag, Gießen 1998. (Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1924)