Gebze

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Gebze
Wappen von Gebze
Gebze (Türkei)
Osmanhamdibey.jpg
Osman Hamdi Bey Museum
Basisdaten
Provinz (il): Kocaeli
Koordinaten: 40° 48′ N, 29° 26′ OKoordinaten: 40° 48′ 0″ N, 29° 25′ 50″ O
Höhe: 188 m
Fläche: 418 km²
Einwohner: 392.945[1] (2020)
Bevölkerungsdichte: 940 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+90) 262
Postleitzahl: 41 400
Kfz-Kennzeichen: 41
Struktur und Verwaltung (Stand: 2021)
Gliederung: 40 Mahalle
Bürgermeister: Zinnur Büyükgöz (AKP)
Postanschrift: Güzeller Mahallesi. Bahar Cad. N:1
41400 Gebze/KOCAELİ
Website:
Landkreis Gebze
Einwohner: 392.945[1] (2011)
Fläche: 418 km²
Bevölkerungsdichte: 940 Einwohner je km²
Kaymakam: Mustafa Güler
Website (Kaymakam):
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Gebze (antiker Name Libyssa; altgriechisch Λίβυσσα; alte Namen Gekbuze, Ghviza, Gavize, Gebize) ist eine Stadtgemeinde (Belediye) im gleichnamigen Ilçe (Landkreis) der Provinz Kocaeli in der türkischen Marmararegion und gleichzeitig ein Stadtbezirk der 1993 gebildeten Büyükşehir belediyesi Kocaeli (Großstadtgemeinde/Metropolprovinz). Seit der Gebietsreform ab 2013 ist die Gemeinde flächen- und einwohnermäßig identisch mit dem Landkreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landkreis/Stadtbezirk liegt im Nordwesten der Provinz/Büyükşehir und grenzt intern an Çayırova und Darıca im Südwesten sowie an Dilovası im Süden und Körfez im Osten. Im Nordwesten hat Gebze die Provinz Istanbul zum Nachbarn, zudem bildet das Marmarameer im Süden eine Grenze.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebze liegt heute am anatolischen Stadtrand von Istanbul. In der Umgebung der Stadt finden sich zahlreiche Industrieanlagen, die vor allem seit den 1990er-Jahren ständig erweitert wurden.

In der Nähe von Gebze liegen die Istanbuler Ausflugsorte Tuzla und Darıca. In Darıca findet man den einzigen Tierpark von Istanbul.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis (bzw. Kaza als Vorläufer) existierte schon vor Gründung der Türkischen Republik 1923. Zur ersten Volkszählung 1927 wurden 47.306 Einwohner in 155 Dörfern (auf 1.930 km² Fläche) ermittelt, hiervon 3.329 Einwohner im gleichnamigen Verwaltungssitz (damalige Schreibweise: Kebzé).

(Bis) Ende 2012 bestand der Landkreis neben der Kreisstadt aus 18 Dörfern (Köy), die während der Verwaltungsreform 2013/2014 in Mahalle (Stadtviertel/Ortsteile) überführt wurden. Durch Herabstufung der Dörfer stieg die Zahl der Mahalle von 22 auf 40. Ihnen steht ein Muhtar als oberster Beamter vor.

Ende 2020 lebten durchschnittlich 9.824 Menschen in jedem Mahalle. Die bevölkerungsreichsten davon sind: Arapçeşme Mah. (35.162), Osman Yılmaz Mah. (32.186), Köşklü Çeşme Mah. (26.764), Gaziler Mah. (22.648), Güzeller Mah. (20.765), Mustafapaşa Mah. (19.756) und Mevlana Mah. (18.523).[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 183 v. Chr. beging Hannibal in Gebze Suizid, um einer Gefangennahme durch die Römer zu entgehen.[3] Im nahegelegenen Ort Hünkar Çayre starb 1481 Sultan Mehmet II. Fatih, der Eroberer Konstantinopels.[4]

Im Türkischen Befreiungskrieg fand hier am 13. Juli 1920 ein Gefecht zwischen britischen Truppen und türkischen Nationalisten statt, in dem die 20th Hussars die letzte Kavallerieattacke im geschlossenen Regimentsverband ritten.

Moscheen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sultan Orhan Camii
  • İlyas Bey Camii
  • Çoban Mustafa Paşa Camii ve Külliyesi[5]
  • Merdivenli Cami
  • Pertev Paşa Camii
  • Çarşı Camii
  • Sultan Hamid Camii
  • Yalı Camii

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brunnenanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hünkar Çeşmesi
  • İbrahim Paşa Çeşmesi (Çarşı Çeşmesi)
  • Çoban Mustafa Paşa Şadırvanı
  • Eskihisar Çeşmesi

Burgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Technische Hochschule Gebze Yüksek Teknoloji Enstitüsü wurde 1992 gegründet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gebze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Gebze Nüfusu, Kocaeli, abgerufen am 17. Mai 2021
  2. Mahalle Muhtarları
  3. www.layline.de (Memento vom 13. Dezember 2012 im Internet Archive)
  4. Marianne Mehling (Hrsg.): Knaurs Kulturführer in Farbe Türkei. Droemer-Knaur, 1987, ISBN 3-426-26293-2, S. 324
  5. Çoban Mustafa Paşa Cami ve Külliyesi
  6. Osman Hamdi Bey Müzesi
  7. Eskihisar Kalesi