Gechi

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Dorf
Gechi
Гехи (russisch)
ГихтӀа (tschetschenisch)
Föderationskreis Nordkaukasus
Republik Tschetschenien
Rajon Urus-Martanowski
Frühere Namen Blagodatnoje (1944–1957)
Bevölkerung 11.744 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 230 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 87145
Postleitzahl 366511
Kfz-Kennzeichen 20, 95
OKATO 96 234 807 001
Geographische Lage
Koordinaten 43° 10′ N, 45° 28′ OKoordinaten: 43° 9′ 40″ N, 45° 28′ 15″ O
Gechi (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Gechi (Republik Tschetschenien)
Red pog.svg
Lage in Tschetschenien
Liste großer Siedlungen in Russland

Gechi (russisch Гехи; tschetschenisch ГихтӀа) ist ein Dorf (selo) in der Republik Tschetschenien in Russland mit 11.744 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Nordrand des Großen Kaukasus etwa 25 km Luftlinie südwestlich der Republikhauptstadt Grosny am gleichnamigen Fluss Gechi, einem rechten Nebenfluss der Sunscha.

Gechi gehört zum Rajon Urus-Martanowski und befindet sich etwa 7 km nordwestlich von dessen Verwaltungszentrum Urus-Martan. Das Dorf ist Sitz und einzige Ortschaft der Landgemeinde Gechinskoje selskoje posselenije.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gründungsjahr des Dorfes ist unbekannt. Es wurde im Zusammenhang mit der Zerstörung der tschetschenischen Aule Urus-Martan, Goity und Gechi durch russische Truppen im Januar 1825, während des Kaukasuskrieges von 1817 bis 1864, erwähnt. In der Periode der Deportation der tschetschenischen Bevölkerung von 1944 bis 1957 trug das Dorf den russischen Namen Blagodatnoje.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1970 7.617
1979 8.199
2002 9.693
2010 11.744

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gechi liegt an der von Assinowskaja über Atschchoi-Martan – Katar-Jurt kommenden und weiter über Urus-Martan und Goity nach Staryje Atagi führenden Regionalstraße. Von Gechi nach Norden führt eine Querverbindung zur etwa 7 km nördlich parallel verlaufenden föderalen Fernstraße R217 Kawkas (ehemals M29), die Pawlowskaja in der Region Krasnodar entlang dem Kaukasusnordrand mit der aserbaidschanischen Grenze verbindet. Von Gechi nach Süden und Südweststraßen führen Regionalstraßen zu den Dörfern Gechi-Tschu und Schalaschi.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda po Čečenskoj respublike. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010 für die Tschetschenische Republik. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Grosny 2012. (Download von der Website des Territorialorgans Tschetschenische Republik des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik)