Geena Davis

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Geena Davis 2009 beim Tribeca Film Festival

Virginia „Geena“ Elizabeth Davis (* 21. Januar 1956 in Wareham, Plymouth County, Massachusetts) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Filmproduzentin. Die Oscar- und Golden-Globe-Preisträgerin ist Gründerin des Geena Davis Institute.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Davis studierte Schauspiel in Boston und schloss das Studium 1979 mit einem Bachelor ab. Seitdem wirkte sie in zahlreichen Filmen mit. 1989 gewann sie für Die Reisen des Mr. Leary den Oscar als beste Nebendarstellerin. Für Thelma & Louise erhielt sie als beste Hauptdarstellerin eine weitere Nominierung. 1995 spielte sie die Hauptrolle in Die Piratenbraut, der Film war einer der größten finanziellen Flops der Kinogeschichte. 2006 wurde sie für ihre Darstellung der ersten Präsidentin der Vereinigten Staaten Mackenzie Allen in der kurzlebigen Serie Welcome, Mrs. President als beste Darstellerin in einer Fernsehserie (Drama) mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Zuvor hatte sie bereits für ihre Leistungen in den Filmen Thelma & Louise, Eine Klasse für sich und Sprachlos in der engeren Auswahl gestanden. 2006 war sie für Welcome, Mrs. President zudem für einen Emmy nominiert.

Da sie ein Missverhältnis der Geschlechter in der Filmindustrie beobachtet und selbst erlebt hatte, gründete sie 2007 das Geena Davis Institute, eine Einrichtung, die sich wissenschaftlich mit dem Thema Filmindustrie und Geschlecht befasst.[1] In einer 2014 veröffentlichten Studie belegte das Institut Davis' Annahme, dass Frauen in der Filmindustrie immer noch unterrepräsentiert sind. Dem zugrunde liegt die Auswertung der zehn erfolgreichsten Filme aus den Jahren 2010–2013 im Vergleich zu 1946 in den Filmproduktionen aus Australien, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Russland, Südkorea, den USA und Großbritannien (sowie US-britische Koproduktionen).[2]

1999 nahm sie im Bogenschießen an der US-amerikanischen Vorausscheidung für Olympia teil. Sie belegte im Finale unter 28 Teilnehmerinnen Platz 24 und verpasste damit den Sprung ins Team.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Davis ist seit 2001 in vierter Ehe mit Reza Jarrahy verheiratet. Das Paar hat drei Kinder, eine im Jahr 2002 geborene Tochter[3] und die im Jahr 2004 geborenen Zwillingssöhne. Davor war sie unter anderem mit dem Schauspieler Jeff Goldblum und dem Regisseur Renny Harlin verheiratet.

Davis ist Mitglied in Mensa.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geena Davis 1989 bei der Oscarverleihung (Fotografie von Alan Light)
Produzentin
  • 1994: Sprachlos (Speechless)
  • 1996: Allein gegen das Recht (Mistrial, Fernsehfilm)
  • 1996: Tödliche Weihnachten (The Long Kiss Goodnight)
  • 2000–2001: The Geena Davis Show (Fernsehserie, Koproduzentin)
  • 2005–2006: Welcome, Mrs. President (Commander in Chief, Fernsehserie, Koproduzentin)
Drehbuchautorin
  • 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, eine Folge)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oscar
Golden Globe Award

Nominierung

Auszeichnung

Emmy Award
  • 2006 – Nominierung für Welcome, Mrs. President

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geena Davis – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sophie Burfeind: Frauen im Film sexy mager aber keine Mathematikerinnen. In: Sueddeutsche Zeitung. 25. Oktober 2015 (Online [abgerufen am 31. Oktober 2015]).
  2. Gender Bias Without Borders (Full Report). Geena Davis Institute on Gender in Media, Dezember 2013, abgerufen am 31. Oktober 2015.
  3. spielfilm.de: Hollywood-Star Geena Davis über Mäuse, Kinder und ihren IQ, 27. August 2002.