Geestenseth

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Geestenseth
Gemeinde Schiffdorf
Wappen von Geestenseth
Koordinaten: 53° 30′ 33″ N, 8° 51′ 43″ O
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 12,04 km²[1]
Einwohner: 958 (31. Dez. 2019)[2]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27619
Vorwahl: 04749
Geestenseth (Niedersachsen)
Geestenseth

Lage von Geestenseth in Niedersachsen

Geestenseth in der Gemeinde Schiffdorf
Geestenseth in der Gemeinde Schiffdorf

Geestenseth (niederdeutsch Geestenseth) ist eine Ortschaft in der Einheitsgemeinde Schiffdorf im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an den Landesstraßen 128 und 143. Geestenseth verfügt außerdem über einen Bahnhof an der Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Köhlen
(Stadt Geestland)
Wehdel Nachbargemeinden
Wollingst
(Einheitsgemeinde Beverstedt)
Frelsdorf
(Einheitsgemeinde Beverstedt)

(Quelle:[3])

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geestenseth gehört zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Altluneberg. Um 1500 waren die Bewohner allerdings noch im Kirchspiel Beverstedt eingepfarrt. Der Ort gehörte zudem um 1768 zum Bezirk des Adeligen Gerichtes Beverstedt. Während der kurzen Franzosenzeit um 1810 war Geestenseth ein Teil der Kommune Ringstedt im Kanton Beverstedt. Weitere Zugehörigkeiten bestanden von 1851 bis 1859 zum Amt Beverstedt, von 1885 bis 1932 zum Kreis Geestemünde sowie ab 1932 zum Landkreis Wesermünde (1977 aufgegangen in den Landkreis Cuxhaven). Das Dorf wurde 1840 eine Landgemeinde und 1876 eine Gemarkung. Ursprünglich war geplant, dass die Gemeinde auch nach der Gebietsreform 1974 als Mitgliedsgemeinde selbständig bleiben sollte. Dafür hätte man gemeinsam mit Wehdel, Köhlen, Frelsdorf und Wollingst eine neue Samtgemeinde bilden müssen, was aber wegen des mangelnden örtlichen Interesses nicht passierte. Daher wurde Geestenseth am 1. März 1974 in die neue Einheitsgemeinde Schiffdorf eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1910 369 [5]
1925 430 [6]
1933 452 [6]
1939 508 [6]
1950 953 [1]
1956 830 [1]
Jahr Einwohner Quelle
1973 964 [7]
2007 10090 [8]
2014 964 [9]
2017 10030 [10]
2018 0986 ¹
2019 958 [2]

¹ laut Versionsgeschichte von Geestenseth

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Geestenseth setzt sich aus einer Ratsfrau und vier Ratsherren folgender Parteien zusammen:[11]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister/in[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsbürgermeisterin von Geestenseth ist Carmen Albohm (CDU). Ihre Stellvertreter sind Thomas Klapötke (CDU) und Thomas Kluck (SPD).[11]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Kommunalwappens von Geestenseth stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Albert de Badrihaye, der im Landkreis Cuxhaven an die 80 Wappen entworfen hat.[12]

Wappen von Geestenseth
Blasonierung: „Unter silbernem, mit zwei blauen gekreuzten Schlüsseln belegtem Schildhaupt in Blau sechs goldene fächerförmig aufgestellte Kornähren.“[12]
Wappenbegründung: Die Schlüssel sind dem Wappen des Bremer Domkapitels entlehnt, dem der Erzbischof Friedrich um 1120 den Zehnten in „Gestensethe“ gestiftet hat. Die sechs Kornähren erinnern daran, dass das Dorf um 1500 aus sechs Höfen bestand.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Geestenseth hat sich auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände das Theaterprojekt Das letzte Kleinod eingerichtet. Es inszeniert seine Stücke nicht auf einer Bühne, sondern an Original-Schauplätzen, die zu den Inhalten gehören. Die Theatervorstellungen werden mit einem internationalen Ensemble in Deutschland, Europa und Übersee produziert.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen des Dorfes sind der Kindergarten, die Grundschule, die Freiwillige Feuerwehr sowie ein Jugendraum. Unterschiedliche Vereinsanlagen unterstützen zudem das rege Vereinsleben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Hörmann, Ude Meyer, Christian Morisse, Eberhard Nehring, Irmgard Seghorn, Egon Stuve, Else Syassen: Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (= Neue Reihe der Sonderveröffentlichungen der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X, S. 9 ([Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) ] [PDF; 431 kB; abgerufen am 23. Oktober 2019]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Geestenseth – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 192 (Digitalisat).
  2. a b Einwohnerzahl von Geestenseth. In: Webseite Gemeinde Schiffdorf. 31. Dezember 2019, abgerufen am 11. Januar 2020.
  3. Übersichtskarte Landkreis Cuxhaven. In: cuxland-gis.landkreis-cuxhaven.de. November 2016, abgerufen am 11. Dezember 2019.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 249.
  5. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Geestemünde. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, abgerufen am 11. Januar 2020.
  6. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wesermünde (Siehe unter: Nr. 28). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 47, Landkreis Wesermünde (Digitalisat (Memento vom 7. August 2019 im Internet Archive) [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 3. Juni 2020]).
  8. Informationen für Bürger und Gäste der Gemeinde Schiffdorf. (PDF; 5,2 MB) In: total-lokal.de. 31. März 2007, S. 10, abgerufen am 11. Januar 2020.
  9. Einwohnerzahl der Ortschaft Geestenseth. In: Webseite Gemeinde Schiffdorf. Archiviert vom Original am 1. Januar 2015; abgerufen am 11. Januar 2020.
  10. Einwohnerzahl der Ortschaft Geestenseth. In: Webseite Gemeinde Schiffdorf. Archiviert vom Original am 24. August 2017; abgerufen am 11. Januar 2020.
  11. a b Ortsrat Geestenseth. In: Webseite Gemeinde Schiffdorf. Abgerufen am 28. Oktober 2017.
  12. a b Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, ISBN 3-9800318-0-2.