Geestgottberg

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Geestgottberg
Koordinaten: 52° 57′ 18″ N, 11° 44′ 4″ O
Höhe: 21 m ü. NHN
Fläche: 17,14 km²
Einwohner: 382 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39615
Vorwahl: 039397
Ortstafel am östlichen Ortseingang
Ortstafel am östlichen Ortseingang

Geestgottberg ist ein Ortsteil der Hansestadt Seehausen (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Geestgottberg liegt im Urstromtal der Elbe zwischen den Flüssen Elbe und Aland im äußersten Norden des Landkreises bzw. des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. In Geestgottberg überquert die Bundesstraße 189 und die Bahnlinie Magdeburg–Wittenberge die Elbe. Auf der gegenüberliegenden, nördlichen Elbseite liegt die brandenburgische Stadt Wittenberge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Gottberg wurde 1305 erstmals erwähnt und könnte nach einer Familie gleichen Namens benannt sein. Als Geest bezeichnet man höhergelegenes, nichtfruchtbares Land (Flugsandansammlung). Aus beiden Bezeichnungen entstand der Ortsname Geest-Gottberg und später Geestgottberg.

Am 30. September 1928 wurde ein Teil vom Gutsbezirk Eickhof mit der Landgemeinde Geestgottberg vereinigt, der andere Teil, die Flächen des Gastwirts Schatz, wurden mit der Landgemeinde Losenrade vereinigt.[2]

Die Gemeinde gehörte ursprünglich zum Landkreis Osterburg und kam am 25. Juli 1952 zum neu gebildeten Kreis Seehausen. Am 2. Juli 1965 ist dieser Kreis wieder aufgelöst worden und Geestgottberg ist zum Kreis Osterburg umgegliedert worden.[3] Bis zum 31. Dezember 2009 war Geestgottberg eine selbstständige Gemeinde mit den Wohnplätzen Eickhof, Hohe Geest und Märsche und gehörte der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Seehausen (Altmark) an.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschlossen die Gemeinderäte der Gemeinden Beuster (am 8. Juni 2009), Geestgottberg (am 9. Juni 2009), Losenrade (am 22. Juni 2009) und der Hansestadt Seehausen (Altmark) (am 29. Juni 2009), dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Hansestadt Seehausen (Altmark) vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Geestgottberg war Karlheinz Kallmeter.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Geestgottberg liegt an der Bahnstrecke Magdeburg–Stendal–Wittenberge und wird von der Linie S1 (Schönebeck-Salzelmen–Magdeburg–Stendal–Wittenberge) der S-Bahn Mittelelbe im Stundentakt bedient. Außerdem zweigt in Geestgottberg eine Nebenbahn nach Salzwedel ab, die 2004 stillgelegt wurde.

Die Gemeinde liegt an der Nord-Süd-Hauptverbindung durch das nördliche Sachsen-Anhalt (Bundesstraße 189).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil XII) – Band 1 – A–K. In: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. BWV Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, S. 815 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geestgottberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptsatzung der Hansestadt Seehausen (Altmark). 28. September 2017, § 1 Name, Bezeichnung, S. 1 (seehausen-altmark.de [PDF; 3,5 MB; abgerufen am 27. Mai 2018]).
  2. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 213.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 347.
  4. Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt. 19. Jahrgang, Nr. 17. Stendal 12. August 2009, S. 183 ff. (PDF; 6,8 MB [abgerufen am 2. Dezember 2015]).