Gefecht bei Kokersberg

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Gefecht bei Kokersberg
Lage des Gefechtsfeldes
Lage des Gefechtsfeldes
Datum 7. Oktober 1677
Ort Kochersberg[1], Elsaß
Ausgang kein Sieger
Konfliktparteien

Royal Standard of the King of France.svg Frankreich

Wappen röm.kaiser.JPG HRR

Befehlshaber

Royal Standard of the King of France.svg Maréchal François de Créquy

Wappen röm.kaiser.JPGKarl V. (Lothringen)

Verluste

unbekannt

700 bis 800 Gefallene, Verwundete und Gefangene

Das Gefecht bei Kokersberg (heute: Communauté de communes du Kochersberg) fand am 7. Oktober 1677 zwischen einer französischen Armee unter François de Créquy und Truppen des HRR unter dem Kommando von Karl V. Herzog von Lothringen statt.

Ausgangslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Herzog von Lothringen war mit seiner Armee in das Elsass eingedrungen und bedrohte die Festung Philippsburg. Der Maréchal de Créquy folgte ihm mit seinen Truppen, ohne ihn zunächst anzugreifen.

Das Gefecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

De Créquy war es dann gelungen, eine vorteilhafte Position auf den Höhen bei Kokersberg einzunehmen. Das konnte jedoch nicht verhindern, dass die lothringische Kavallerie, kommandiert von dem Comte de Haran, am Abend einen Angriff durchführte. Créquy ordnete jedoch an, die Schlacht nicht anzunehmen.

Claude-Louis-Hector de Villars, der den angegriffenen, rechten französischen Flügel kommandierte, setzte lediglich ein Detachement zur Abwehr ein. Dieses wurde unterstützt von zwei Escadrons der königlichen Garde und schlug 12 Escadrons der angreifenden Kavallerie zurück. Eingesetzt waren dabei Teile der: Chevau-légers de la garde, Garde du corps und der Gendarmes de la garde)[2].

Im Laufe dieses Gefechts, das sich auf schwache Kavalleriekämpfe beschränkte, konnten die Franzosen mehrere Standarten erbeuten und eine Reihe von Offizieren, darunter den Comte de Harlan gefangen nehmen.

Auswirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da man Créquy befohlen hatte, kein Risiko einzugehen, brach dieser ab folgendem Tag das Lager ab, so dass dieser begrenzte Erfolg nicht ausgeweitet werden konnte und der lothringische Herzog den Sieg für sich beanspruchte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Yves Joseph La Motte, Antoine Augustin Bruzen de La Martinière: Histoire de la Vie et du règne de Louis XIV, 1742, S. 108
  • J. C. L. Simonde de Sismondi: Histoire des Français, tome 17, 1842, S. 403
  • Mémoires de la société des Antiquaires de Picardie, volume 2, S. 231, 1839

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ob es sich um Winzenheim-Kochersberg oder Dossenheim-Kochersberg handelte, ist nicht festzustellen.
  2. Frédéric Chauviré, « La Maison du Roi sous Louis XIV, une troupe d’élite. Étude tactique » Revue historique des armées, 255 | 2009, mis en ligne le 14 mai 2009. Consulté le 16 août 2010