Gegenmacht

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Der Begriff Gegenmacht (englisch countervailing power) bezeichnet die Möglichkeit der Kompensation einer einseitigen Marktmacht durch eine weitere Macht auf der anderen Marktseite, eben der Gegenmacht. Diese organisiert sich selbständig.

Der Begriff tauchte erstmals bei John Kenneth Galbraith auf. Eine besondere Karriere machte der Begriff in der sozialwissenschaftlichen Literatur über Gewerkschaften. Ihre kollektive Verhandlungsmacht korrigiert die Resultate des reinen Marktprozesses. Lohnhöhe und Verteilungsproportionen sind insofern auch als Ergebnis von Gegenmacht zu begreifen.

Nicht zu verwechseln mit countervailing strategy, eine Nuklearstrategie der USA.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • E.Schmidt: Ordnungsfaktor oder Gegenmacht. Die politische Rolle der Gewerkschaften, Frankfurt/M; 1971;