Gegenreiz

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Ein Gegenreiz ist ein Stoff oder Verfahren, das zu einer lokalen Reizung führt und in der Medizin dazu eingesetzt wird, eine Entzündung oder einen Schmerz von einer Stelle des Körpers zur Stelle des Gegenreizes abzulenken.[1][2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Gegenreiz (z. B. Capsaicin, Kampher zwischen drei und elf Prozent, Chloralhydrat, Eukalyptusöl oder Quecksilber(II)-chlorid) wird unter anderem bei entzündlichen Erkrankungen verwendet, um die an der Entzündung beteiligten Immunzellen von der Entzündungsstelle wegzulocken und somit die Entzündung am ursprünglichen Ort zu mindern. Bei Pferden wurden früher Cantharide, Quecksilber(II)-iodid und kontrollierte Verbrennungen als Gegenreize eingesetzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. M. Schardt, S. Normann, E. Sorkin: Dissociation of chemotactic and inflammatory leukocyte responses. In: Int Arch Allergy Appl Immunol., 1984, Band 75, Nr. 1, S. 68–74. PMID 6746106.
  2. M. Piché, M. Arsenault, P. Rainville: Cerebral and cerebrospinal processes underlying counterirritation analgesia. In: J Neuroscience, 2009, Band 29, Nr. 45, S. 14236–14246. PMID 19906971, doi:10.1523/JNEUROSCI.2341-09.2009, jneurosci.org (PDF).
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