Gehrden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Gehrden
Gehrden
Deutschlandkarte, Position der Stadt Gehrden hervorgehoben

Koordinaten: 52° 19′ N, 9° 36′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Höhe: 72 m ü. NHN
Fläche: 43,1 km2
Einwohner: 14.864 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 345 Einwohner je km2
Postleitzahl: 30989
Vorwahlen: 05108, 05137, 05109
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03 2 41 006
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kirchstraße 1–3
30989 Gehrden
Website: www.gehrden.de
Bürgermeister: Cord Mittendorf (SPD)
Lage der Stadt Gehrden in der Region Hannover
Region HannoverNiedersachsenWedemarkBurgwedelNeustadt am RübenbergeBurgdorfUetzeLehrteIsernhagenLangenhagenGarbsenWunstorfSeelzeBarsinghausenSehndeHannoverGehrdenLaatzenWennigsenRonnenbergHemmingenPattensenSpringeLandkreis Hameln-PyrmontLandkreis SchaumburgLandkreis Nienburg/WeserLandkreis HeidekreisLandkreis CelleLandkreis PeineLandkreis GifhornLandkreis HildesheimKarte
Über dieses Bild
Fußgängerzone in Gehrden (2018)
Gebäudewand in Gehrden mit Motiven aus dem Stadtbild

Die Stadt Gehrden gehört zur niedersächsischen Region Hannover und liegt im Calenberger Land.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Gehrden besteht aus folgenden Stadtteilen:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seelze Hannover
Barsinghausen Nachbargemeinden Ronnenberg
Wennigsen (Deister)

Erhebungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich der Kernstadt liegt der Gehrdener Berg mit dem Burgberg, der eine Höhe von 158 m ü. NHN hat. Die höchste Erhebung ist der Benther Berg im Westen der Ortschaft Benthe (Stadt Ronnenberg), östlich der Gehrdener Ortsteile Everloh und Northen mit 179 m ü. NHN. Die Stadt selbst liegt auf einer Höhe von 70–90 m ü. NHN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besiedelt war das Gebiet der heutigen Stadt Gehrden bereits während der Bronzezeit. Aus dieser Zeit stammen Spuren von Gebäuden, die Archäologen im Jahre 2014 bei der Erschließung des Neubaugebietes Großes Neddernholz rund einen Kilometer östlich des Ortszentrums entdeckten. Anhand von Bodenverfärbungen waren zahlreiche Pfostengruben zu erkennen. Sie gehörten zu kleinen Speicherbauten und einem annähernd 30 Meter langem Langhaus. Es fanden sich auch Siedlungsgruben mit Resten von Keramikgefäßen und Tierknochen sowie Feuerstellen. Obwohl die Funde zunächst keine genaue Datierung zuließen, wird angenommen, dass die Siedlung vor etwa 3000 Jahren bestand.[2]

In späterer Zeit bestand im heutigen Stadtgebiet etwa vom 3. bis 6. Jahrhundert eine germanische Siedlung. Dies stellten Archäologen bei Ausgrabungen in den Jahren 2010 und 2011 in einem Gewerbegebiet etwa 1,3 km nördlich vom Ortszentrum fest.[3] Es fanden sich Grubenhäuser, Abfallgruben, ein Brunnen, ein Töpferofen sowie große Mengen von Wildschweinknochen. Die aufgefundenen Keramikreste werden der Südhannoverschen Drehscheibenware aus der Zeit um 400 n. Chr. zugerechnet. Aufgrund der reichhaltigen Funde gehen Archäologen davon aus, dass hier Angehörige einer germanischen Elite gelebt haben.[4]

Mittelalter bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erstmalige urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1153. Der Ort wird darin „Gerdinum“, später „Gerdene“, „Gherden“, „Gherdene“, „Gerde“ und „Herden“ genannt und als „Siedlung bei der Malstatt“ gedeutet. Auf die Malstatt weisen, abgesehen von dem noch 1353 bestätigten Gericht und der „Dingbuche“ (1359) noch heute unterschiedliche Feldlagen hin: der „hillige Kamp“, „achter dem Recht“ und „Wulfwinkel“.[5]

In einer späteren Urkunde vom 28. Januar 1298 verlieh Graf Adolf VI. von Schauenburg und Holstein, als Oberherr seinem Flecken Gehrden (oppidum nostrum) ein Immunitäts-Privilegium; er erklärte den Ort für frei und erteilte insbesondere Sicherheit und Freiheit allen, die darin wohnten und wohnen wollten und gab zugleich seinen hier wohnenden Eigenbehörigen die Freiheit, indem er ihnen die Schatzungen erließ und sich selbst nur seine vogteilichen Rechte vorbehielt. Der Ort erhielt einen Markt, das Braurecht, eigene Gerichtsbarkeit und das Befestigungsrecht.[6] Zuvor war schon um 1250 die Margarethenkirche entstanden. Dass im Ortskern bereits im 12. Jahrhundert kontinuierlich gesiedelt wurde, ergaben stadtarchäologischen Untersuchungen im Jahr 2016.[7] Bei den Ausgrabungen auf einem zur Neubebauung vorgesehenen Grundstück wurden mittelalterliche Siedlungsspuren festgestellt.[8] Dazu zählten Reste eines Befestigungswalls, ein unterkellertes Haus und fünf Brunnen mit zum Teil dendrochronologisch datierbaren Holzresten.[9] Eine gefundene Ritterfigur aus Ton wird in das 14. Jahrhundert datiert und als Kinderspielzeug angesehen.[10]

In den Jahren 1467, 1562, 1628 und 1665 wurde die Gemeinde infolge mehrerer Fehden und Feuersbrünste verwüstet. In den Jahren 1803–1815 belasteten französische und russische Einquartierungen den Ort, der 1812 für Napoleon Soldaten für den Russlandfeldzug 1812 stellen musste.

Die Stadtrechte bekam Gehrden im Jahre 1929 zugesprochen.

Während der Zeit des Nationalsozialismus sah sich ein selbsternannter, „diensteifriger Führer des Volkssturms berufen […] in Gehrden für eine zweifelhafte Ordnung zu sorgen“. Der NSDAP-Kreisleiter Heinz Deinert tötete gemeinsam mit Karlheinz Scheu noch im Frühjahr 1945 – kurz vor der Befreiung durch Truppen der US-Armee – den französisch-jüdischen Zwangsarbeiter Felix Pichet.[11]

Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Gehrden zum Regierungsbezirk Hannover, der wie die übrigen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. August 1971 erfolgte der freiwillige Gemeindezusammenschluss mit den umliegenden Landgemeinden Ditterke, Everloh, Lemmie, Lenthe, Leveste, Northen und Redderse zur Großgemeinde Gehrden.[12]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1823 0952
1824 000001 [13]
1848 01.185 2 [14]
1853 1.219
1883 1.506
1885 1.611 [15]
1905 2.079 [15]
1910 2.227 [15][16]
1925 2.561 [15]
1933 2.663 [15]
Jahr Einwohner Quelle
1939 3.035 [15]
1950 4.898 [17]
1961 06.053 3 [12]
1970 08.367 4 [12]
1973 12.7070 [18]
1975 12.634 5 [19]
1980 11.974 5 [19]
1985 12.444 5 [19]
1990 12.705 5 [19]
1995 14.395 5 [19]
Jahr Einwohner Quelle
2000 14.730 5 [19]
2005 14.850 5 [19]
2010 14.502 5 [19]
2012 14.356 5 [19]
2013 14.418 5 [19]
2014 14.550 5 [19]
2015 14.624 5 [19]
2016 14.845 5 [19]
2017 14.903 5 [19]
2018 14.864 5 [19]

1 131 Feuerstellen
2 in 137 Häusern
3 Volkszählungsergebnis (mit den 1971 eingemeindeten Orten = 9.983 Einw.)
4 Volkszählungsergebnis (mit den 1971 eingemeindeten Orten = 12.324 Einw.)
5 jeweils zum 31. Dezember

Konfessionsstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2017 waren 39,4 % (2014: 41,1 %) der Einwohner evangelisch-lutherisch und 12,1 % (2014: 11,11 %) römisch-katholisch. 48,2 % (2014: 46,5 %) gehörten anderen Konfessionen oder Religionsgemeinschaften an oder waren konfessionslos.[20]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2016[21]
Wahlbeteiligung: 65,1 %
 %
40
30
20
10
0
29,2
33,4
16,5
7,1
2,8
9,9
1,1
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-5,4
-7,1
-2,1
+1,9
+2,8
+9,9
+1,1

Rat der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Stadt Gehrden setzt sich aus 7 Ratsfrauen und 20 Ratsherren zusammen.[22]

Stimmberechtigt im Rat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister. Ratsvorsitzender ist Peter Lübcke (CDU).

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[21]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
SPD 29.2 % 9
CDU 33,4 % 9
Grüne 16.5 % 5
FDP 07.1 % 2
Die Linke 02.8 % 1
AfD Niedersachsen 09.9 % 3
  • Der Einzelwahlvorschlag Schultz konnte bei der Wahl keinen Sitz im Rat erringen.
  • Die Grünen haben zusammen mit der Partei Die Linke eine Gruppe im Rat gebildet.[23]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der hauptamtliche Bürgermeister der Stadt Gehrden ist Cord Mittendorf (SPD). Mittendorf setzte sich in einer Stichwahl am 15. Juni 2014 gegen den bisherigen Amtsinhaber Hermann Heldermann (CDU) durch. Cord Mittendorf ist der erste sozialdemokratische Bürgermeister seit dem Jahr 1976. Stellvertretende Bürgermeister sind Henning Harter (SPD), Heinrich Meinecke (CDU) und Heide Rath (CDU).[22]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Kommunalwappens von Gehrden stammt von dem Heraldiker und Grafiker Alfred Brecht, der sämtliche Wappen in der Region Hannover entworfen hat.[5]

  • Die Genehmigung des Wappens wurde am 26. April 1961 durch den Regierungspräsidenten in Hannover erteilt.[5]
  • Die am 1. August durch Gesetz neugebildete Stadt Gehrden hat das Wappen der bisherigen Stadt Gehrden übernommen, das vom Landkreis Hannover am 22. Februar 1984 genehmigt wurde.[5]
Wappen von Gehrden
Blasonierung: „In Rot der silberne Treppengiebel der Stadtkirche, belegt vom Schildfuß her mit dem Wappen der Grafen von Schaumburg (in Rot ein silbernes Nesselblatt) und dem der Welfenherzöge (in Blau ein rotbewehrter, goldener Löwe).“[5]
Wappenbegründung: Die alten Stadtsiegel von 1551 und 1600 haben sich des Kirchturmes der Margarethenkirche als Symbol bedient, wenn auch in der im Mittelalter üblichen bereicherten Form mit zusätzlichen Fahnen, die aber wohl nur das Schildbild auszufüllen hatten. In den offenen Giebel war ein abgerissenes Leopardenhaupt gesetzt, als Zeichen der anerkannten welfischen Herrschaft. Auf dem Siegel und den geschichtlichen Tatsachen fußend, hat der Heraldiker dem Rat der Stadt drei Entwürfe vorgelegt, von denen der Rat in seiner Sitzung am 9. März 1961 das vorstehend beschriebene Wappen einstimmig beschlossen hat.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die seit der Reformation evangelisch-lutherische Margarethenkirche an der Kirchstraße ist die historische Dorfkirche von Gehrden. Ihr Turm mit dem charakteristischen Treppengiebel stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und findet sich seit über 500 Jahren im Stadtsiegel, sowie heute im Wappen der Stadt. Das Kirchenschiff wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Ihre Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Ronnenberg im Sprengel Hannover. Hierzu gehören auch der Kindergarten Nedderntor sowie die Kapellen in den Stadtteilen Ditterke, Lemmie (Lemmier Kapelle) und Redderse (Kapelle Redderse).
  • Die neuapostolische Gemeinde Gehrden wurde aufgegeben; sie gehörte zum Kirchenbezirk Hannover-Mitte. In ihrer Kirche in der Großen Bergstraße 40 fand Ende März 2011 der letzte Gottesdienst statt. Das 1969 errichtete Kirchengebäude wurde verkauft und im Sommer 2012 abgerissen, auf dem Grundstück wurde ein Mehrfamilienhaus errichtet. Die nächstgelegene neuapostolische Kirche befindet sich heute im acht Kilometer entfernten Hannover-Badenstedt.

Weitere Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fotogalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Ortsgruppe der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) wurde 1906 als erste politische Partei in Gehrden gegründet.
  • Im Jahre 1992 wurde der Kunstverein Gehrden auf Initiative von kunstinteressierten Gehrdener Bürgern mit dem Ziel gegründet, zeitgenössische Kunst und Künstler zu fördern. Es finden jährliche Kunstausstellungen statt. Der Kunstverein hat seinen Sitz im Rathaus von Gehrden.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1900 wurde der Sportverein Gehrden gegründet, der mit 2500 Mitgliedern (Stand 2011) der größte Gehrdener Verein ist. 2011 wurde der 1. Golfclub Gehrden gegründet, der das Ziel verfolgt, einen Golfplatz in Gehrden zu errichten. Mit 250 Mitgliedern (Stand 2014) zählt der Verein zu den größeren der Stadt. Im Ortskern befindet sich das Delfi-Bad, ein kombiniertes Hallen- und Freibad.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsblick im Zentrum
Im Stadtzentrum, Wappen der Ortsteile an einer Hauswand (2010)
Kartrennen beim Stadtfest, 2014

Der mittelalterliche Hellweg von Minden nach Hildesheim führte durch das Stadtgebiet von Gehrden. Heute durchquert die Bundesstraße 65 das Stadtgebiet im Norden von Ost nach West, dabei führt die Straße durch die Orte Everloh und Ditterke. Wenige Kilometer östlich des Stadtgebiets führt die Bundesstraße B 217 vorbei.

Ab 1872 verarbeitete die Ziegelei Seemann die Ton- und Lehmvorkommen des Gehrdener Berges.

1898 eröffnete die Straßenbahn Hannover AG (ab 1921: ÜSTRA) die Straßenbahnlinie 10 von Hannover nach Gehrden – ab 1899 auch bis Barsinghausen. Der Bau der Straßenbahn hatte einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge, da dadurch auch elektrischer Strom im Ort vorhanden war. Die Straßenbahn beförderte neben Passagieren auch Steinkohle, Gemüse und andere Güter aus Barsinghausen sowie Zucker aus der Zuckerfabrik Neuwerk nach Hannover. Die Personenbeförderung auf dem Streckenabschnitt nach Barsinghausen wurde am 27. Juli 1952 eingestellt, die Güterbeförderung am 30. November 1953. Am 3. Juli 1961 wurde auch die Strecke von Hannover nach Gehrden stillgelegt und durch Busverbindungen ersetzt. (→ siehe auch: Geschichte der Straßenbahn in Hannover)

Die Zuckerfabrik war von 1857 bis 1930 in Betrieb. Auf dem Gelände wurde später die „Vorwerk“-Teppichfabrik errichtet, die im Jahr 1985 nach Hameln verlegt wurde.

Durch den Bau der Versorgungsleitung der Harzwasserwerke nach Bremen wurde Gehrden im Jahr 1934 mit einer zentralen Wasserversorgung versehen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Es gibt acht städtische und eine kirchliche Kindertagesstätte mit insgesamt 78 Krippenplätzen, 421 Kindergartenplätzen und 60 Hortplätzen.
  • In der Kernstadt gibt es die Grundschule Am Castrum mit 328 Schülern sowie die Grundschule Am Langen Feld mit 173 Schülern.
  • Nahe dem Gehrdener Hallen- und Freibad befindet sich ab dem Schuljahr 2011/2012 die Oberschule Gehrden mit gymnasialem Schulzweig bis Klasse 10 (Sekundarstufe I).
  • Am Osthang des Burgbergs liegt das Matthias-Claudius-Gymnasium mit gymnasialer Oberstufe und ca. 930 Schülern.
  • Der Zweckverband Volkshochschule Calenberger Land ist eine Weiterbildungseinrichtung der Städte Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg, Seelze, Springe sowie der Gemeinde Wennigsen und betreibt in Gehrden in der ehemaligen „Roten Schule“ eine Geschäftsstelle mit Bildungsangeboten.
  • Die Calenberger Musikschule hat ihren Sitz in Gehrden im Gebäude der Oberschule Gehrden und unterrichtet rund 1000 Schüler aus Gehrden, Ronnenberg und Barsinghausen.
  • Die Jugendpflege Gehrden bietet im Jugend-Pavillon Kindern und Jugendlichen Aktions- und Betreuungsprogramme an.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Berkefeld, Bürgermeister[24]
  • Heinrich Hische, Bürgermeister[24]
  • August Kageler (1877–1965), Lehrer, Autor und Heimatforscher[24]
  • Ernst Mittendorf, Ratsmitglied, Kreistags- und Regionsversammlungsmitglied[25]
  • Helmut Oberheide, Bürgermeister[24]
  • Ottomar von Reden (1888–1959), Bürgermeister[24]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinerne Gedenkbank zur Erinnerung an Justus Wilhelm Lyra
  • Justus Wilhelm Lyra (1822–1882), Pastor und Komponist, in Gehrden verstorben
  • Werner Osenberg (1900–1974), Materialwissenschaftler, wohnte seit den 1950er Jahren in Gehrden
  • Werner Lueg (1931–2014), Leichtathlet, Olympiasieger 1952, in Gehrden verstorben
  • Maria Schrader (* 1965), Schauspielerin und Regisseurin, sie besuchte das Matthias-Claudius-Gymnasium in Gehrden
  • Marc Bator (* 1972), Nachrichtensprecher (ARD-Tagesschau 2000–2013, seither bei Sat.1), besuchte das Matthias-Claudius-Gymnasium Gehrden
  • Sebastian Schunke (* 1973), Latin-Jazz-Pianist, Komponist und Jurist, verbrachte seine Kindheit in Gehrden
  • Grischa Niermann (* 1975), Radrennfahrer, wohnt in Gehrden

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Fuetterer: Gehrden – Vom Flecken zur Großgemeinde. Gehrden 1991.
  • Gerold Steinhorst: Gehrdener Straßennamen. Gehrden 1998.
  • Martina Grohmann: Gehrden – Aspekte der Ortsgeschichte. Gehrden 1994.
  • August Kageler: Gehrden. Entwicklung und Schicksale einer Calenbergischen Kleinstadt. Mit Zeichnungen und Abbildungen von Helmut Müller. Gehrden 1950.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gehrden – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Dirk Wirausky: Gehöfte standen einst im Neddernholz. In: Webseite Hannoversche Allgemeine Zeitung. 6. August 2014, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  3. Auf den Spuren der Germanen in Gehrden. In: Webseite Neue Presse. 21. September 2011, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  4. Ein germanischer Big Man in Gehrden? In: Archäologie online. 28. September 2011, archiviert vom Original am 3. Dezember 2013; abgerufen am 1. November 2019.
  5. a b c d e Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985, S. 144–147.
  6. Dirk Wirausky: Spielzeug ist das älteste Fundstück. In: Webseite Hannoversche Allgemeine Zeitung. 24. August 2016, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  7. Ingo Rodriguez: Gehrdens Stadtgeschichte wird verlängert. In: Webseite Hannoversche Allgemeine Zeitung. 11. Oktober 2016, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  8. Siedlungsgeschichte tritt zu Tage. In: hannover.de. 25. August 2016, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  9. Holzreste an Brunnen lassen Einblick in frühe Siedlungsgeschichte zu. (PDF; 577 kB) In: Calenberger online news. 11. Oktober 2016, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  10. Maximilian Hett: Archäologen erforschen die Keimzelle von Gehrden. In: Webseite Norddeutscher Rundfunk. 24. August 2016, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  11. Raimond Reiter: Empirie und Methode in der Erforschung des „Dritten Reiches“: Fallstudien zur Inhaltsanalyse, Typusbildung, Statistik, zu Interviews und Selbstzeugnissen. Hrsg.: Peter Lang. Eigenverlag, Frankfurt am Main/Berlin/Bern/Bruxelles/New York/Oxford/Wien 2000, ISBN 3-631-36367-2, S. 167 (Digitalisat in der Google-Buchsuche [abgerufen am 1. November 2019]).
  12. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 196.
  13. C. H. Jansen: Statistisches Handbuch des Königreichs Hannover (= Statistische Handbücher für das Königreich Hannover). Helwing'sche Hofbuchhandlung, Celle 1824, S. 206 (Digitalisat in der Google-Buchsuche [abgerufen am 1. November 2019]).
  14. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter: Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover (= Statistische Handbücher für das Königreich Hannover). Schlüter'sche Hofbuchdruckerei, Hannover 1848, S. 54 (Digitalisat in der Google-Buchsuche [abgerufen am 1. November 2019]).
  15. a b c d e f Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Hannover (Siehe unter: Nr. 22). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  16. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Linden. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, abgerufen am 1. November 2019.
  17. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Band 33. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart/Köln August 1952, S. 30, Sp. 1 (Digitalisat [PDF; 26,4 MB; abgerufen am 1. November 2019] Landkreis Hannover, S. 39).
  18. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 23 (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 1. November 2019] Landkreis Hannover).
  19. a b c d e f g h i j k l m n o Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 1. November 2019.
  20. Statistischer Jahresbericht 2017 Stadt Gehrden 3.4 Wohnbevölkerung nach Konfessionen. In: Webseite Stadt Gehrden. Abgerufen am 8. Juli 2019.
  21. a b Gemeindewahl 2016. In: Webseite Wahlergebnisse in der Region Hannover. 11. September 2016, abgerufen am 12. Oktober 2016.
  22. a b Rat der Stadt Gehrden. In: Ratsinformationssystem der Stadt Gehrden. Abgerufen am 1. November 2019.
  23. Grüne und die Linke bilden Gruppe im Stadtrat. In: gruene-gehrden.de. 30. Oktober 2016, abgerufen am 20. November 2016.
  24. a b c d e Auch von Reden ist Gehrdener Ehrenbürger. In: gehrden.de. 21. Juni 2012, abgerufen am 17. Januar 2019.
  25. Ernst Mittendorf ist sechster Ehrenbürger der Stadt Gehrden. In: www.gehrden.de. 10. Mai 2012, abgerufen am 17. Januar 2019.