Geinberg

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Geinberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Geinberg
Geinberg (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 14,04 km²
Koordinaten: 48° 16′ N, 13° 18′ OKoordinaten: 48° 15′ 52″ N, 13° 17′ 41″ O
Höhe: 403 m ü. A.
Einwohner: 1.420 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 101 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4943
Vorwahl: 07723
Gemeindekennziffer: 4 12 07
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Dorfstraße 9
4943 Geinberg
Website: www.geinberg.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Franz Ludwig Reitinger (FPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021[1])
(19 Mitglieder)
8
7
3
1
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Geinberg im Bezirk Ried im Innkreis
AndrichsfurtAntiesenhofenAurolzmünsterEberschwangEitzingGeiersberg (Oberösterreich)GeinbergGurtenHohenzellKirchdorf am InnKirchheim im InnkreisLambrechtenLohnsburg am KobernaußerwaldMehrnbachMettmachMörschwangMühlheim am InnNeuhofen im InnkreisObernberg am InnOrt im InnkreisPattighamPeterskirchenPrametReichersbergRied im InnkreisSchildornSenftenbachSt. Georgen bei Obernberg am InnSt. Marienkirchen am HausruckSt. Martin im InnkreisTaiskirchen im InnkreisTumeltshamUtzenaichWaldzellWeilbachWippenhamOberösterreichLage der Gemeinde Geinberg im Bezirk Ried im Innkreis (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Geinberg ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 1420 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geinberg liegt auf 403 Meter Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,2 Kilometer, von West nach Ost 5,5 Kilometer. Die Gesamtfläche beträgt 14 Quadratkilometer. 17,9 Prozent der Fläche sind bewaldet, 71,4 Prozent der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[3]):

  • Durchham (59)
  • Ellreching (13)
  • Geinberg (692)
  • Hart (49)
  • Haudering (26)
  • Kager (28)
  • Moosham (217)
  • Neuhaus (126)
  • Nonsbach (49)
  • Oberaichet (55) samt Oberaichet-Siedlung
  • Winten (106)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Geinberg war eine Patronatskirche der Grafen Aham, die auf dem Schloss Neuhaus im Gemeindegebiet von Geinberg ihren Sitz hatten. Joseph Matthias Franz Xaver Benedict Graf von Aham und Neuhaus (1820–1881) starb hier als Letzter des Geschlechtes und wurde im Stift Reichersberg begraben.

Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1816 endgültig zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Geschichte der Therme Geinberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits kurz nach 1945 gab es in Geinberg erste Ideen, den Ort als Thermal-, Kur- bzw. Badeort zu etablieren. Es dauerte jedoch mehr als 50 Jahre, bis aus der Vision Realität wurde. Aufgrund der Breitenwirkung und der Bedeutung für die Region hat die Therme Geinberg Leitprojekt-Charakter.

1974: Die RAG (Rohöl-Auffindungsgesellschaft der OMV) bohrte nach Erdöl und stieß dabei auf heißes Wasser. Das Bohrloch wurde wieder verschlossen, da die RAG weder zur Nutzung des Heißwasservorkommens berechtigt noch längerfristig daran interessiert war.

1980: Eine lokale Interessensgemeinschaft finanzierte mit Unterstützung des Landes Oberösterreich eine neuerliche Probebohrung – diesmal mit dem Ziel, das 1974 entdeckte Heißwasservorkommen zu erschließen. Die Bohrung war erfolgreich. Man stieß auf eine der ergiebigsten und heißesten Heilquellen Mitteleuropas.

1991: Die VAMED-Gruppe begann mit der Projektentwicklung.

1996: Die Projektentwicklung durch die VAMED-Gruppe war abgeschlossen, die Finanzierung gesichert durch ein Finanzierungskonsortium, dem die Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich vorstand.

07/1996: Der Spatenstich zum Bau der Therme Geinberg erfolgte. Mit 54,5 Millionen Euro Investitionsvolumen auf einem Areal von 102.000 Quadratmetern in der Gemeinde Geinberg war das Thermalzentrum damals bis zur Eröffnung die größte Baustelle Oberösterreichs. In der Rekordzeit von nur 20 Monaten wurde dieses Projekt im geplanten Zeitrahmen errichtet.

1998: Am 4. Mai 1998 erfolgte die offizielle Eröffnung des Thermenzentrums mit einem Festakt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.271 Einwohner, 2001 dann 1.317 Einwohner. Da die Geburtenbilanz und die Wanderungsbilanz auch bis 2011 positiv blieben, stieg die Bevölkerungszahl auf 1.385 im Jahr 2011.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Geinberg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Geinberg gibt es ein Schulzentrum mit zwei Schulen und einem Kindergarten:

  • Kindergarten
  • Volksschule
  • Neue Mittelschule[5]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Geinberg sind insgesamt 25 Vereine und zwei Freiwillige Feuerwehren (Körperschaft des öffentlichen Rechts) ansässig.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991–2020 Bernhard Schöppl (FPÖ)
  • seit 2020 Franz Ludwig Reitinger (FPÖ)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen at geinberg.png

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Gespalten; rechts in Silber ein roter, linksgewendeter aufgerichteter Leopard, links in Blau ein silbernes Garbenbündel aus fünf stilisierten Ähren. Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot-Weiß.

Das Gemeindewappen wurde 1966 von der oberösterreichischen Landesregierung verliehen. Der Leopard ist dem Stammwappen der Ahamer entnommen, die fast 600 Jahre lang im Besitz von Schloss Neuhaus waren. Das Ährenbündel steht für die Bedeutung der Landwirtschaft und die hohe Produktivität der im Gemeindegebiet wirkenden bäuerlichen Genossenschaften, deren Erzeugungsvolumen 1966 an dritter Stelle in Oberösterreich stand. Die Farben des Wappens und der Fahne (weiß-blau und weiß-rot) erinnern an die ehemalige Zugehörigkeit des Ortes zu Bayern und die heutige zu Oberösterreich.[8]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Huber (1866–1949), Priester, Reichsrats- und Landtagsabgeordneter

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Geinberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinderatswahl 2021. In: Politik › Wahlergebnisse. Gemeindeamt Geinberg, 2021. Auf Geinberg.OOe.gv.at, abgerufen am 11. Oktober 2021.
  2. Land Oberösterreich – Geografische Daten der Gemeinde Geinberg.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  4. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Geinberg, Bevölkerungsentwicklung. (PDF) Abgerufen am 9. April 2019.
  5. Gemeinde Geinberg, Gemeindeamt, Schule und Bildung. Abgerufen am 9. April 2019.
  6. Manuel Mann, Schöppl Bernhard: Geinberg. Abgerufen am 2. Juli 2020 (österreichisches Deutsch).
  7. https://orf.at/wahl/ooe21/ergebnisse/41207
  8. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (2. Nachtrag). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 1/2, 1970, S. 53–54 (PDF [1,6 MB] im Forum OoeGeschichte.at).