Geislar

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Geislar
Bundesstadt Bonn
Koordinaten: 50° 45′ 37″ N, 7° 7′ 37″ O
Höhe: 51 m
Einwohner: 2623 (31. Dez. 2017)[1]
Eingemeindung: 1. August 1969
Vorwahl: 0228
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Lage des Ortsteils Geislar im Bonner Stadtbezirk Beuel

Geislar ist ein Ortsteil und eine in sich abgeschlossene Siedlung des Bonner Stadtbezirks Beuel, rechts des Rheins und südlich der Sieg gelegen. Große Teile des Ortsteils werden vom Naturschutzgebiet Siegaue eingenommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geislar wurde erstmals 873 urkundlich als Geislare erwähnt. Der Ortsname ist keltisch-germanischen Ursprungs: Geis-lar – eine Ansiedlung (-lar = umhegter Bereich, Viehhürde), die auf sandig-leichtem Ackerboden (geis-) bzw. am Wasser, nämlich den Mündungsgewässern der Sieg (geiß-, goß-, gyssel- = Kolk, Strudel) gelegen ist.

Im Jahre 1139 wurde erstmals urkundlich ein Edelherrengeschlecht von Geislar erwähnt, das allerdings im 15. Jahrhundert ausstarb. Die Lage seiner Burg wurde nicht überliefert. Es scheint jedoch wahrscheinlich, dass aus diesem der Bergerhof hervorgegangen ist, der im Jahre 1506 erstmals als Eigentum des Nonnenklosters Merten an der Sieg erwähnt wurde. Ferner war Geislar mit einem Bestand von lediglich 36 Häusern im Jahre 1670 in erster Linie durch große Höfe geprägt. Der Straßenverlauf und das Fehlen eines ausmachbaren Ortsmittelpunkts sowie einer Kirche aus dieser Zeit deuten darauf hin, dass Geislar im Vergleich zu den südlich gelegenen Bonner Stadtteilen Schwarzrheindorf und Vilich-Rheindorf in dieser Zeit ausgesprochen unbedeutend war und lediglich als landwirtschaftliche Siedlung angesehen werden muss. Die einzige historische Sehenswürdigkeit ist ein alter jüdischer Friedhof von 1623 am Hochwasserdamm.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Geislar und Troisdorf-Bergheim verkehrt eine Gierseilfähre für Fußgänger und Radfahrer, die Siegfähre. Durch die werktags im 20-Minuten-Takt verkehrende Linie 640 bestehen Direktverbindungen nach Bonn Hauptbahnhof über Beuel und über Sankt Augustin nach Siegburg (zum dortigen ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn). Weiterhin besteht aufgrund der direkten Nähe zur A565 eine gute Verbindung zum den anderen Bonner Stadtteilen sowie nach Siegburg und Köln.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Jakob Bachem: Vom Heiderschen Hof zum Cellitinnen-Kloster. Ein Kapitel aus der Ortsgeschichte Geislars (= Denkmal- und Geschichtsverein Bonn-Rechtsrheinisch e.V. [Hrsg.]: Beiträge zu Denkmal und Geschichte im Rechtsrheinischen Bonn. Band 8). Bonn 2008, ISBN 978-3-9812164-1-7 (119 S.).
  • German Hubert Christian Maaßen; Carl J. Bachem (Hrsg): Pfarrer Maaßens Geschichtsschreibung über das rechtsrheinische Bonn (= Denkmal- und Geschichtsverein Bonn-Rechtsrheinisch e.V. [Hrsg.]: Beiträge zu Denkmal und Geschichte im Rechtsrheinischen Bonn. Band 7). Bonn 2007, ISBN 978-3-9812164-0-0 (332 S.). Auszüge aus Maaßen, Geschichte der Pfarreien der Erzdiözese Köln, 1890, mit umfangreichen Anmerkungen und weiteren Literaturangaben von Carl J. Bachem, zu Geislar Seiten 129 bis 136.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung in Bonn nach Ortsteilen (lt. Hauptsatzung) am 31.12.2017, Bundesstadt Bonn – Statistikstelle, Januar 2018

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]