Gelati

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klosteranlage Gelati

Gelati (georgisch გელათი) ist eine Klosteranlage im Westen Georgiens, unweit der Stadt Kutaissi. Das Kloster zählt zu den bedeutendsten Werken georgischer Kunst und zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Welterbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 befindet sich die Klosteranlage von Gelati auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes, die Gründe hierfür sind unsachgemäßige Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen, die den Charakter der Anlage beeinflussen.

Kloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name ist vom griechischen Wort Genati („Geburt“) abgeleitet.

In Gelati sind die bedeutendsten Könige und Königinnen Georgiens, unter anderem Dawit der Erbauer, Königin Rusudan und König Bagrat, begraben. Das Kloster verfügt außerdem über eine bedeutende Sammlung von Handschriften aus dem 12. bis 17. Jahrhundert. Gelati besaß neben den Klöstern Opiza und Tbeti im heutigen Nordosten der Türkei im 12. Jahrhundert die bekannteste georgische Werkstätte für Gold- und Silberschmiedekunst.[1]

Bis zum 16. Jahrhundert war Gelati nur ein einfaches Kloster, dann wurde es zum Bischofssitz. Der Erzbischof von Gelati wurde Genateli genannt. Der Dom ist der Maria (Mutter Jesu) geweiht.

Die zum Kloster gehörende Akademie von Gelati wurde von Dawit dem Erbauer (König von 1089 bis 1125) 1106 nach dem Vorbild der Akademie von Konstantinopel gegründet. Hier wirkten bedeutende Gelehrte wie Ioann Petritsi und Arsen Ikaltoeli.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das zugehörige Dorf besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Rioni–Tqibuli, der aber heute im Personenverkehr nicht mehr angefahren wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gelati – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Edith Neubauer: Altgeorgische Baukunst. Felsenstädte. Kirchen. Höhlenklöster. Anton Schroll, Wien/München 1976, S. 184.

Koordinaten: 42° 15′ 42″ N, 42° 43′ 1″ O