Gelchsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Gelchsheim
Gelchsheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Gelchsheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 34′ N, 10° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Aub
Höhe: 304 m ü. NHN
Fläche: 15,75 km2
Einwohner: 801 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97255
Vorwahl: 09335
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 135
Marktgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
97239 Aub
Webpräsenz: www.gelchsheim.de
Bürgermeister: Hermann Geßner (Gelchsheimer Liste)
Lage des Marktes Gelchsheim im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Gelchsheim ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Würzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Aub.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelchsheim liegt in der Region Würzburg im südlichen Teil des Ochsenfurter Gaus.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelchsheim hat drei Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Gelchsheim, Oellingen und Osthausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelchsheim ist nachweislich über 800 Jahre alt, nach der Ortsnamenforschung sicher noch wesentlich älter. Der Siedlungsname ist 1136 als Goulichsheim bezeugt. Die ursprüngliche Anlage des Schlosses geht auf die Zeit der früheren Gaugrafen von Hohenlohe zurück. Es war teilweise schon seit 1219 im Besitz des Deutschen Ordens. Im Lauf der Zeit gewann der Orden die Gemeindeherrschaft und errichtete dort einen Amtssitz. Gelchsheim gehörte zur Deutschordensballei Franken, die wiederum ab 1500 ein Teil des Fränkischen Reichskreises war. Der Ort war bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts befestigt und neben Aub eine wichtige Zoll- und Geleitstätte der Handelsstraße von Nürnberg nach Frankfurt am Main. Gelchsheim war mit dem Deutschen Orden – besonders zu der Zeit, in der Mergentheim Residenz des Hoch- und Deutschmeisters war – eng verbunden.

Bayern stellte das Amt Gelchsheim 1805/06 unter Zwangsverwaltung, 1809 wurde der Deutsche Orden dann aufgelöst. 1810 fiel Gelchsheim bei Grenzbereinigungen an das Großherzogtum Würzburg des Erzherzogs Ferdinand von Toskana, mit dem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Oellingen und Osthausen eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1910: 0587 Einwohner (Volkszählung am 1. Dezember 1910)
  • 1961: 1144 Einwohner (Volkszählung am 6. Juni 1961)[3]
  • 1970: 0974 Einwohner (Volkszählung am 27. Mai 1970)[3]
  • 1987: 0855 Einwohner (Volkszählung am 25. Mai 1987)
  • 1991: 0873 Einwohner
  • 1995: 0929 Einwohner
  • 2000: 0917 Einwohner
  • 2005: 0848 Einwohner
  • 2010: 0790 Einwohner
  • 2015: 0801 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Gelchsheim

Der Gemeinderat setzt sich seit der Gemeinderatswahl am 16. März 2014 zusammen aus sechs Räten der Gelchsheimer Liste (Stimmenanteil 69,2 %) und zwei Räten der Wählergemeinschaft Oellingen-Osthausen (Stimmenanteil 30,8 %). Die Wahlbeteiligung lag bei 73,2 %. Zusätzlich gehört dem Gemeinderat der Bürgermeister an

Bürgermeister ist seit 2008 Hermann Geßner (Gelchsheimer Liste). Bei der Kommunalwahl 2014 wurde er mit 94,3 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Gelchsheim, jetzt Klinik für Naturheilkunde

Als Baudenkmäler hervorzuheben sind

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2014 nach der amtlichen Statistik im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei drei und im Bereich Öffentliche und private Dienstleister 31 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 348. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen Betrieb, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Im Jahr 2010 gab es 37 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 1245 Hektar; davon waren 1232 ha Ackerfläche und 11 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelchsheim besaß bis 1992 einen Bahnhof an der stillgelegten Gaubahn, die von Ochsenfurt nach Weikersheim führte.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2015 gab es in der Gemeinde einen Kindergarten mit 50 Kindergartenplätzen und 29 Kindern. Ferner besteht die Rupert-Egenberger-Schule (Schule zur individuellen Lernförderung) und die Maria-Stern-Schule (Schule für Sprachbehinderte).

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gelchsheim sind zahlreiche Vereine aktiv.

In Gelchsheim geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gelchsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/180543&attr=OBJ&val=1790
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.