Gelchsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Gelchsheim
Gelchsheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Gelchsheim hervorgehoben

Koordinaten: 49° 34′ N, 10° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Aub
Höhe: 304 m ü. NHN
Fläche: 15,75 km2
Einwohner: 812 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97255
Vorwahl: 09335
Kfz-Kennzeichen: , OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 135
Marktgliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
97239 Aub
Website: www.gelchsheim.de
Bürgermeister: Roland Nöth (Gelchsheimer Liste)
Lage des Marktes Gelchsheim im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Gelchsheim (umgangssprachlich Gelxi) ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Würzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Aub.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelchsheim liegt in der Region Würzburg im südlichen Teil des Ochsenfurter Gaus.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelchsheim hat drei Ortsteile (in Klammern der Siedlungstyp):[2]

Es gibt die Gemarkungen Gelchsheim, Oellingen und Osthausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelchsheim ist nachweislich über 800 Jahre alt, nach der Ortsnamenforschung sicher noch wesentlich älter. Der Siedlungsname ist 1136 als Goulichsheim bezeugt. Die ursprüngliche Anlage des Schlosses geht auf die Zeit der früheren Gaugrafen von Hohenlohe zurück. Es war teilweise schon seit 1219 im Besitz des Deutschen Ordens. Im Lauf der Zeit gewann der Orden die Gemeindeherrschaft und errichtete dort einen Amtssitz. Gelchsheim gehörte zur Deutschordensballei Franken, die wiederum ab 1500 ein Teil des Fränkischen Reichskreises war. Der Ort war bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts befestigt und neben Aub eine wichtige Zoll- und Geleitstätte der Handelsstraße von Nürnberg nach Frankfurt am Main. Gelchsheim war mit dem Deutschen Orden – besonders zu der Zeit, in der Mergentheim Residenz des Hoch- und Deutschmeisters war – eng verbunden.

Bayern stellte das Amt Gelchsheim 1805/06 unter Zwangsverwaltung, 1809 wurde der Deutsche Orden dann aufgelöst. 1810 fiel Gelchsheim bei Grenzbereinigungen an das Großherzogtum Würzburg des Erzherzogs Ferdinand von Toskana, mit dem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Oellingen und Osthausen eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1910: 0587 Einwohner (Volkszählung am 1. Dezember 1910)
  • 1961: 1144 Einwohner (Volkszählung am 6. Juni 1961)[3]
  • 1970: 0974 Einwohner (Volkszählung am 27. Mai 1970)[3]
  • 1987: 0855 Einwohner (Volkszählung am 25. Mai 1987)
  • 1991: 0873 Einwohner
  • 1995: 0929 Einwohner
  • 2000: 0917 Einwohner
  • 2005: 0848 Einwohner
  • 2010: 0790 Einwohner
  • 2015: 0801 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Gelchsheim

Der Gemeinderat setzt sich seit der Gemeinderatswahl am 15. März 2020 zusammen aus fünf Räten der Gelchsheimer Liste (4999 Stimmen) und drei Räten der Wählergemeinschaft Oellingen-Osthausen (2550 Stimmen).[4] Gegenüber der vorigen Amtszeit (2014–2020) musste die Gelchsheimer Liste einen Sitz an die Wählergemeinschaft Oellingen-Osthausen abgeben. Zusätzlich gehört dem Gemeinderat der Bürgermeister an.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roland Nöth (Gelchsheimer Liste) ist seit 1. Mai 2020 ehrenamtlicher Bürgermeister;[5] dieser wurde am 15. März 2020 bei einer Wahlbeteiligung von 73,2 % mit 56,5 % der Stimmen gewählt. Seine Vorgänger waren

  • bis April 2008 Klaus Hennig (Gelchsheimer Liste)
  • Mai 2008 bis April 2020 Hermann Geßner (Gelchsheimer Liste)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Gelchsheim
Blasonierung: „Gespalten von Silber und Gold; vorne ein durchgehendes schwarzes Kreuz; hinten auf silberner Mondsichel stehend die golden gekrönte Gottesmutter im blauen Mantel und roten Untergewand, auf dem linken Arm das nackte Jesuskind, dessen Kopf von Strahlen umgeben ist.“[6]

Die Verleihung erfolgte durch den Wappenbrief des Deutschmeisters Walter von Cronberg am 25. April 1538.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Gelchsheim, jetzt Klinik für Naturheilkunde

Als Baudenkmäler hervorzuheben sind

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2014 nach der amtlichen Statistik im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei drei und im Bereich Öffentliche und private Dienstleister 31 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 348. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen Betrieb, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Im Jahr 2016 gab es 34 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 1272 Hektar; davon waren 1257 ha Ackerfläche und 15 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Gelchsheim besaß bis 1992 einen Bahnhof an der stillgelegten Gaubahn, die von Ochsenfurt nach Weikersheim führte.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2018 gab es in der Gemeinde einen Kindergarten mit 44 Kindergartenplätzen und 35 Kindern. Ferner besteht die Rupert-Egenberger-Schule (Schule zur individuellen Lernförderung) und die Maria-Stern-Schule (Schule für Sprachbehinderte).

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gelchsheim sind zahlreiche Vereine aktiv.

In Gelchsheim geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gelchsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Marktgemeinde Gelchsheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 8. Juli 2020.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.
  4. Ergebnis Gemeinderatswahl, abgerufen am 8. Juli 2020
  5. Marktgemeinderat des Marktes Gelchsheim. Marktverwaltung Gelchsheim, abgerufen am 18. Juli 2020.
  6. Eintrag zum Wappen von Gelchsheim in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte