Gellershagen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gellershagen
Koordinaten: 52° 2′ 38″ N, 8° 30′ 44″ O
Höhe: 95 m ü. NN
Einwohner: 6616 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Oktober 1930
Postleitzahl: 33613
Vorwahl: 0521
Karte
Lage von Gellershagen in Schildesche
Stadt Bielefeld

Gellershagen ist ein Stadtteil von Bielefeld und gehört zum Stadtbezirk Schildesche. Der Stadtteil liegt nordwestlich der Innenstadt und westlich von Sudbrack.

Gellershagen war ursprünglich eine Bauerschaft im Amt Schildesche des Kreises Bielefeld. Mit der zunehmenden Industrialisierung des Ravensberger Landes entwickelte sich Gellershagen zu einem Wohnvorort der Stadt Bielefeld. Die Bevölkerungszahl stieg dabei von 840 im Jahre 1843 auf 2712 im Jahre 1925.[1][2] Am 1. Oktober 1930 wurde der überwiegende Teil von Gellershagen in die kreisfreie Stadt Bielefeld eingemeindet.[3] Der nördliche Teil wurde der Gemeinde Babenhausen zugeschlagen[4], die wiederum am 1. Januar 1973 nach Bielefeld eingemeindet wurde.

Wichtige Straßen sind Jöllenbecker Straße, Am Brodhagen, Schlosshofstraße und Voltmannstraße. Der Stadtteil ist von locker bebauten Wohnvierteln geprägt, die sich westlich und östlich an den lang gestreckten und vom Grenzbach durchflossenen Gellershagenpark anschließen. Im Süden von Gellershagen, nahe der Stadtmitte, fließt der Schloßhofbach in nordöstliche Richtung. Im Norden fließt der Gellershagener Bach in nordöstlicher und östlicher Richtung parallel zur Schuckert- und Voltmannstraße, an deren Ende er schließlich vom ebenfalls in nordöstliche Richtung verlaufenden Babenhausener Bach aufgenommen wird.

Die Stadt Bielefeld ist unterhalb der zehn Bezirke nicht weiter in administrative oder politische Einheiten gegliedert. Stadtteile sind in Bielefeld daher nur informelle Teilgebiete, deren Abgrenzung sich meist auf das Gebiet einer Altgemeinde bezieht. Zu statistischen Zwecken ist Bielefeld jedoch in 92 „statistische Bezirke“ eingeteilt. Die Erinnerung an die genaue Abgrenzung der Altgemeinde Gellershagen ist jedoch in Vergessenheit geraten. Als Gebiet des informellen Stadtteils Gellershagen wird heute in etwa als das Gebiet des statistischen Bezirkes Gellershagen aufgefasst. Obwohl also der gesamte Südwesten des heutigen Stadtbezirks Schildesche vor 1930 zur Gemeinde Gellershagen gehörte, wird heute nur noch das von der Schloßhofstraße, der Voltmannstraße und der Jöllenbecker Straße umschlossene Gebiet Gellershagen genannt.[5][6] Der südlich davon gelegene Teil des Stadtbezirks Schildesche mit dem Universitätsgelände sowie den Wohngebieten Bültmannshof und Sieben Hügel wird nicht zum heutigen Stadtteil Gellershagen gezählt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seemann: Geographisch-statistisch-topographische Übersicht des Regierungsbezirks Minden. 1843, S. 52–57, abgerufen am 23. April 2010 (pdf; 802 kB).
  2. Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Die Gemeinden mit 2000 und mehr Einwohnern im Deutschen Reich nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925. Berlin 1926.
  3. Gesetz über die Erweiterung des Stadtkreises Bielefeld. In: Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten. 11. Juni 1930, S. § 1,8, abgerufen am 14. April 2010 (pdf; 7 kB).
  4. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 235.
  5. Plan der Stadt Bielefeld. Stadt Bielefeld, abgerufen am 6. August 2010.
  6. Grenzen der Statistischen Bezirke von Bielefeld. Stadt Bielefeld, 31. Dezember 2008, S. 33, abgerufen am 25. Mai 2010 (pdf; 9,5 MB).
Einwohnerzahl: Einwohnerzahl des Statistischen Bezirks 127 Gellershagen. Stadt Bielefeld, 31. Dezember 2008, S. 185, abgerufen am 25. Mai 2010 (pdf; 9,5 MB).