Gelnica

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Gelnica
Wappen Karte
Wappen von Gelnica
Gelnica (Slowakei)
Gelnica
Gelnica
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Košický kraj
Okres: Gelnica
Region: Spiš
Fläche: 57,652 km²
Einwohner: 6.076 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km²
Höhe: 372 m n.m.
Postleitzahl: 056 01
Telefonvorwahl: 053
Geographische Lage: 48° 51′ N, 20° 56′ OKoordinaten: 48° 51′ 18″ N, 20° 56′ 23″ O
Kfz-Kennzeichen: GL
Kód obce: 526509
Struktur
Gemeindeart: Stadt
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Dušan Tomaško
Adresse: Mestský úrad Gelnica
Banícke námestie 4
05601 Gelnica
Webpräsenz: www.gelnica.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Gelnica (deutsch Göllnitz, ungarisch Gölnicbánya – älter auch Göllnicbánya) ist eine Kleinstadt in der Ostslowakei in der Region Zips. Sie gibt dem Bezirk Gelnica den Namen und ist auch dessen Verwaltungssitz.

Unterteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt hat keine offiziellen Stadtteile, jedoch gehören Turzov/Turzovské kúpele (deutsch Thurzobad) und Huta Mária (deutsch Marienhütte) sowie (Slovenské) Cechy (deutsch Zechen) zum Stadtgebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den Hauptplatz in Gelnica

Die Stadt ist ein altes Siedlungsgebiet (Steinzeit, Bronzezeit). Der deutsche Name ist vom slawischen Namen des Flusses „Gnilec“ (Hnilec) abgeleitet, der heutige slowakische Name entstand aus dem deutschen Namen. Der ungarische Name ist Gölnicbánya, der auf den Bergbau hinweist.

Ihre Stadtrechte erhielt die Stadt von 1238 bis 1269. Die ursprüngliche slowakische Siedlung wurde nach dem Mongoleneinfall von 1241 durch deutsche Siedler aus Bayern und Thüringen deutlich erweitert und erhielt 1264 ihre wichtigsten Stadtrechte (Erhebung zur Bergstadt). Die Stadtrechtsurkunde von 1264 ist nicht erhalten geblieben, nur ihre Bestätigung von 1276, in der die Stadt als „Gelnic“ erstmals erwähnt und als eine bereits gut entwickelte königliche Stadt beschrieben wird. 1435 wurde die Stadt zu einer königlichen freien Bergstadt erhoben.

In der Stadt wurde Silber, Kupfer, Quecksilber, Blei und Eisenerz gefördert. Später war der Ort lange Jahre der Hauptort der sieben sogenannten Heptapolitana-Bergbaustädte (in der südlichen Zips und südlich davon). Diese unterschieden sich von den Städten der Nordzips, dass sie nicht von Sachsen, sondern von anderen Deutschen besiedelt wurden.

Mit dem Ende des 15. Jahrhunderts eintretenden Niedergang war ein bis 1527 fortschreitender Verlust an Privilegien verbunden. Im 18. Jahrhundert setzte wieder eine Erholung ein (Eisenerzförderung), die mit der Wiedererringung von Privilegien (1844) verbunden war.

1892 wurde hier das erste Kraftwerk auf dem Gebiet der heutigen Slowakei (damals Oberungarn) in Betrieb genommen.

1910 hatte die Stadt 3.833 Einwohner. Davon waren 2.095 Deutsche, 1.098 Slowaken und 606 Ungarn.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befinden sich eine mittelalterliche Burgruine (Göllnitzer Burg, 1685 endgültig durch ein Feuer zerstört), eine barockisierte, ursprünglich gotische Kirche, ein Bergbaumuseum und ein barock umgestaltetes Renaissance-Rathaus.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gelnica

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gelnica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien