Gemünden (Daun)

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Gemünden
Stadt Daun
Koordinaten: 50° 10′ 45″ N, 6° 49′ 46″ O
Höhe: 380 m ü. NHN
Einwohner: 215 (31. Dez. 2012)
Eingemeindung: 1. April 1938
Postleitzahl: 54550
Vorwahl: 06592
Gemünden (Rheinland-Pfalz)
Gemünden

Lage von Gemünden in Rheinland-Pfalz

Historische Ansicht der St. Donatus-Kapelle am Pützborner Bach vor 1921 von C. S. Langbein.
Ansicht der St. Donatus-Kapelle von heute.

Gemünden ist ein Stadtteil (Ortsbezirk) von Daun in der zentralen Vulkaneifel im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Tal der Lieser. Ungefähr 200 Meter östlich der Ortslage liegt das Gemündener Maar. Die Nachbarorte von Gemünden sind im Norden Daun, im Süden Weiersbach und im Westen der Eifel-Ferienpark Daun. Am östlichen Ortrand verläuft die L 46. Im Ort mündet der Pützbach in die Lieser.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemünden wurde im Jahr 1345 das erste Mal urkundlich erwähnt.[1]

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Gemünden landesherrlich zur Hälfte zur Herrschaft Kasselburg und zur Hälfte zum Kurfürstentum Trier. Der kurtrierische Teil und stand unter der Verwaltung und der Gerichtsbarkeit des Amtes Daun. Gemünden war der Zenterei Schalkenmehren zugeordnet.

Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer im ersten Koalitionskrieg von französischen Revolutionstruppen besetzt. Von 1798 bis 1814 gehörte Gemünden zum Kanton Daun im Saardepartement.

Auf dem Wiener Kongress (1815) kam die Region an das Königreich Preußen, Gemünden wurde 1816 dem neu errichteten Kreis Daun im Regierungsbezirk Trier zugeordnet und von der Bürgermeisterei Daun verwaltet.

Am 1. April 1938 wurde Gemünden in die Stadt Daun eingemeindet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil Gemünden ist gemäß Hauptsatzung einer von acht Ortsbezirken der Stadt Daun. Die Grenzen des Bezirks entsprechen denen der Gemarkung. Er wird politisch von einem Ortsbeirat sowie einem Ortsvorsteher vertreten.[2]

Der Ortsbeirat von Gemünden besteht aus drei Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.[3]

Hermann Schüller wurde 2019 Ortsvorsteher von Gemünden.[4] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 88,70 % für fünf Jahre gewählt worden.[5]

Schüllers Vorgänger Peter Jungen hatte das Amt seit 2004 ausgeübt, war 2019 aber nicht erneut angetreten.[4][6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Filialkirche St. Donatus von 1731, mit Skulptur Madonna mit Kind (um 1400)
  • Moltkedenkmal von 1847
  • Fachwerkhaus Holzersmühle
  • Naturdenkmal Gemündener Maar mit Naturfreibad
  • Freilichtspiele Gemünden

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Gemünden

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr
  • Freilichtspiele Gemünden

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gemünden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.daun-gemuenden.de/cms/buerger/ (abgerufen am 22. Oktober 2014)
  2. Hauptsatzung. (PDF) § 2. Stadt Daun, 1. Oktober 2001, abgerufen am 22. Oktober 2020.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Ortsbeiratswahl 2019 Gemünden. Abgerufen am 22. Oktober 2020.
  4. a b In der Kreisstadt kommt die SPD glimpflich davon. Neu ist auch Hermann Schüller in Gemünden. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 27. Mai 2019, abgerufen am 22. Oktober 2020 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Daun, Verbandsgemeinde, 42. Ergebniszeile. Abgerufen am 22. Oktober 2020.
  6. Chronik: Feststellbare Ortsvorsteher / Bürgermeister. Daun-Gemünden, abgerufen am 22. Oktober 2020 (siehe letzte Seite).