Gemeindeamt

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Der Sitz der Verwaltung einer Gemeinde/Ortschaft wird Gemeindeamt genannt [1][2][3], bei größeren Orten bzw. Städten in Österreich und Deutschland auch Rathaus. In der Schweiz ist die Bezeichnung Gemeinde- oder Stadtverwaltung üblich. Kantonale Gemeindeämter sind den Gemeinden übergeordnet. Bei der Bezeichnung gibt es regionale Unterschiede. Gebräuchlich ist in der Schweiz auch der Begriff Gemeindehaus. Das Gemeindeamt/-haus ist der Sitz des Bürgermeisters oder auch des Ortsvorstehers.

Österreich[Bearbeiten]

In Städten lautet die Bezeichnung Stadtamt oder Magistrat. Das Gebäude selbst wird aber oft sowohl bei größeren Gemeinden als auch bei Städten als Rathaus bezeichnet. Bei Gemeinden, die aus mehreren Ortsteilen beziehungsweise Katastralgemeinden bestehen, befindet sich das Gemeindeamt meist im Hauptort. Um auch der Bevölkerung in den anderen Ortsteilen einen einfachen Zugang zur Ortsverwaltung zu ermöglichen, können auch Außenstellen eingerichtet sein.

Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweiz ist das Gemeindeamt (im Gegensatz zur Gemeinde- oder Stadtverwaltung) eine Anlaufstelle für organisatorische und finanzielle Angelegenheiten zwischen den Kantonen und den Gemeinden. Das Gemeindeamt ist verantwortlich für den Finanzausgleich und bietet Dienstleistungen im Bereich der Haushalts- und Rechnungsprüfung an. Die kantonalen Zivilstands- und Einbürgerungsaufgaben obliegen ebenfalls dem Gemeindeamt. Nach den Bezirksräten ist es die Aufsichtstelle in zweiter Distanz in Organisation, Haushaltsführung, Rechnungslegung sowie Handhabung des Vormundschaftswesens in den Gemeinden.[4]. Regional wird auch der Begriff Gemeindehaus verwendet.

Kirchlich[Bearbeiten]

Ebenso ist das Gemeindeamt der Sitz der Kirchenverwaltung in der Kirchengemeinde[5].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gemeindeamt bei DWDS, abgerufen am 29. Januar 2012
  2. Gemeindeamt bei Wortschatz Uni Leipzig, abgerufen am 29. Januar 2012
  3. Gemeindeamt in Sachsen, abgerufen am 29. Januar 2012
  4. Gemeindeamt im Kanton Zürich, Schweiz, abgerufen am 29. Januar 2012
  5. Kirchliches Gemeindeamt, abgerufen am 29. Januar 2012