Gemeinsamer Markt für das Östliche und Südliche Afrika

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Der Gemeinsame Markt für das Östliche und Südliche Afrika (englisch Common Market for Eastern and Southern Africa, französisch Marché commun de l'Afrique orientale et australe, portugiesisch Mercado Comum da África Oriental e Austral) kurz COMESA – ist eine regionale Organisation mit Sitz im sambischen Lusaka. Ziel ist die Schaffung eines gemeinsamen Marktes für die Länder des östlichen und südlichen Afrikas. Sie wurde formell 1994 als Nachfolgeorganisation der seit 1981 existierenden Preferential Trade Area for Eastern and Southern Africa (PTA) gegründet.

Aufgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hauptsächliche Aufgabe liegt im Handelsbereich mit dem Ziel der Schaffung einer Freihandelszone, die am 31. Oktober 2000 von neun Mitgliedsstaaten begonnen wurde und inzwischen 19 Mitglieder hat, sowie einer Zollunion bis 2008.

Probleme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab mehrfache Verzögerungen der vorgesehenen Zollsenkungen und auch Skepsis wie es mit der COMESA weitergehen soll. Jedoch gelingt es der COMESA ihre Ziele voranzubringen, obwohl es wegen der Unterschiedlichkeit der Mitglieder und der geografischen Distanzen immer wieder zu Problemen kommt. Ein Problem ist auch die Überschneidung mit anderen Organisationen mit ähnlichen Zielen. So gehören Madagaskar, Malawi, Mauritius, Sambia, Simbabwe und Swasiland auch zur Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft. Tansania hat die COMESA auch verlassen, um dieser Überschneidung zu entgehen. Südafrika hatte wegen anderer Verträge kein Interesse an der Mitgliedschaft.

Aktuelle Mitgliedstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliedschaft in verschiedenen Organisationen
  • AgyptenÄgypten Ägypten (seit 6. Januar 1999)
  • AthiopienÄthiopien Äthiopien (seit 21. Dezember 1981)
  • BurundiBurundi Burundi (seit 21. Dezember 1981)
  • DschibutiDschibuti Dschibuti (seit 21. Dezember 1981)
  • EritreaEritrea Eritrea (seit 1994)
  • KeniaKenia Kenia (seit 21. Dezember 1981)
  • KomorenKomoren Komoren (seit 21. Dezember 1981)
  • Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo (seit 21. Dezember 1981)
  • LibyenLibyen Libyen (seit Juni 2005)
  • MadagaskarMadagaskar Madagaskar (seit 21. Dezember 1981)
  • MalawiMalawi Malawi (seit 21. Dezember 1981)
  • MauritiusMauritius Mauritius (seit 21. Dezember 1981)
  • RuandaRuanda Ruanda (seit 21. Dezember 1981)
  • SambiaSambia Sambia (seit 21. Dezember 1981)
  • SeychellenSeychellen Seychellen (seit 2001)
  • SimbabweSimbabwe Simbabwe (seit 21. Dezember 1981)
  • SudanSudan Sudan (seit 21. Dezember 1981)
  • SwasilandSwasiland Swasiland (seit 21. Dezember 1981)
  • UgandaUganda Uganda (seit 21. Dezember 1981)
  • Sudan SudSüdsudan Südsudan ist seit April/Mai 2016 Teilnehmer des COMESA Regional Third Party Motor Insurance (Yellow Card) Schemes bzw. des COMESA Regional Customs Transit Guarantee (RCTG) Schemes, die auch Nichtmitgliedern offenstehen.[1][2]

Ehemalige Mitgliedstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.the-star.co.ke/news/2016/05/07/south-sudan-moves-closer-to-joining-comesa-bloc-as-it-signs-transit_c1345674
  2. http://www.gurtong.net/ECM/Editorial/tabid/124/ctl/ArticleView/mid/519/articleId/19216/South-Sudan-Joins-COMESA-Regional-Customs-Transit-Guarantee-Scheme.aspx