Genesis (Album)

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Genesis
Studioalbum von

Veröffent-
lichung(en)

3. Oktober 1983

Aufnahme

Februar–August 1983

Label(s) Atlantic Records

Format(e)

CD, DVD, Hybrid-SACD, LP, MC

Genre(s)

Rock, Progressive Rock

Titel (Anzahl)

9

Laufzeit

45:33

Besetzung

Produktion

Genesis, Hugh Padgham

Studio(s)

The Farm, Surrey (England)

Chronologie
Three Sides Live
(1982)
Genesis Invisible Touch
(1986)
Singleauskopplungen
22. August 1983 Mama
31. Oktober 1983 That’s All
23. Januar 1984 Illegal Alien
Juni 1984 Taking It All Too Hard
Vorlage:Infobox Musikalbum/Wartung/kein Künstler

Genesis ist das zwölfte Studioalbum der gleichnamigen britischen Rockband Genesis und wurde im Oktober 1983 veröffentlicht. Mit diesem Album schaffte die Gruppe endgültig den kommerziellen Durchbruch in Europa und den Vereinigten Staaten, wo Genesis zu Superstars aufstiegen, deren Konzerte Stadien füllten. Mit That’s All und Mama sind überdies zwei sehr bekannte und erfolgreiche Single-Hits auf dem Album enthalten. Genesis erreichte den ersten Platz der britischen Album-Charts.

Das Schallplattencover wurde von dem britischen Designer und Fotografen Bill Smith entworfen. Die gelben Formen stammen von dem Tupperware-Produkt „Shape O Toy Ball“. Dieses Spielzeug besteht aus einer zweiteiligen hohlen Kugel, in deren entsprechend geformte Öffnungen die Formen eingeworfen werden können.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Genesis-Tonstudio The Farm

Der Albumtitel Genesis wird darauf zurückgeführt, dass alle Stücke von den drei Bandmitgliedern gemeinsam erarbeitet wurden, im Gegensatz zu den vorherigen Alben. Es ist ihr erstes Album, das in The Farm, dem Tonstudio der Band in Chiddingfold, geschrieben und aufgenommen wurde.[1]

Neben erfolgreichen Hits enthielt das Album mit der Suite Home by the Sea/Second Home by the Sea auch einen überlangen Titel, der einige progressive Elemente und einen langen Instrumentalteil aufweist. Diese Suite ist vor allem bei den Anhängern der Progressive-Rock-Phase der Band in den 1970er-Jahren beliebt und war lange ein fester Bestandteil bei Konzerten. Das erste Mal seit der Veröffentlichung von The Lamb Lies Down on Broadway (1974) brachte die Genesis-Session keine „überzähligen“ Titel hervor, die etwa als Single-B-Seiten hätten veröffentlicht werden können, sondern nur die neun auf dem Album enthaltenen Lieder. Aus einem kurzen Musikfragment (einem sogenannten „Bit“), das zu dieser Zeit entstand und von der Band nicht weiterentwickelt wurde, entwickelte Mike Rutherford zwei Jahre später aber den Song A Call to Arms seiner Band Mike & the Mechanics.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mama (Tony Banks, Phil Collins, Mike Rutherford) – 6:47
  2. That’s All (Tony Banks, Phil Collins, Mike Rutherford) – 4:24
  3. Home by the Sea (Tony Banks, Phil Collins, Mike Rutherford) – 5:07
  4. Second Home by the Sea (Tony Banks, Phil Collins, Mike Rutherford) – 6:08
  5. Illegal Alien (Tony Banks, Phil Collins, Mike Rutherford) – 5:13
  6. Taking It All Too Hard (Tony Banks, Phil Collins, Mike Rutherford) – 3:56
  7. Just a Job to Do (Tony Banks, Phil Collins, Mike Rutherford) – 4:46
  8. Silver Rainbow (Tony Banks, Phil Collins, Mike Rutherford) – 4:28
  9. It’s Gonna Get Better (Tony Banks, Phil Collins, Mike Rutherford) – 5:00

DVD-Extras (2007 Release)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Promotional Videos: Mama, That's All, Home by the Sea/Second Home by the Sea, Illegal Alien
  2. Band Interview 2007
  3. Mama Tour Rehearsal 1983
  4. Genesis Tour Programme 1982
  5. Mama Tour Programme 1983/4
  6. Six of the Best Programme 1982

Beschreibung einzelner Lieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mama: Das Lied beginnt mit einem von Mike Rutherford programmierten Drumcomputer-Rhythmus mit betontem Off-Beat, gefolgt von Banks’ Keyboardspiel. Das Lied beschreibt eine unheilvolle Beziehung zwischen einem Mann und einer Prostituierten. Collins’ wahnsinniges Lachen in diesem Titel ist durch den Song The Message von Grandmaster Flash & the Furious Five inspiriert worden.
  • That’s All: Das auf einem Klavierriff aufgebaute Lied beschreibt eine Liebesbeziehung zwischen einem Mann und einer Frau, die aber aufgrund unüberbrückbarer Unterschiede der Parteien einfach nicht funktionieren kann. Collins’ Gesang in dem Titel reicht hierbei von Ironie über Zynismus bis hin zu einem stark aggressiven Schreien.
  • Illegal Alien: Bei diesem Genesis-untypischen Stück handelt es sich um ein ironisches Plädoyer für mexikanische illegale Auswanderer, die in den Vereinigten Staaten von Amerika auf ein besseres Leben hoffen.[2]

Tournee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genesis mit Home by the Sea während der Reunion-Tour in Pittsburgh (2007)

Mit dem gleichnamigen Album tourte Genesis zwischen dem 6. November 1983 und dem 29. Februar 1984 durch Nordamerika und Großbritannien. Die sehr erfolgreiche Tour umfasste insgesamt 71 Auftritte.

Setlist[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dodo/Lurker
  2. Abacab
  3. That’s All
  4. Mama
  5. The Old Medley
  6. Illegal Alien
  7. Man on the Corner
  8. Who Dunnit?
  9. Home by the Sea
  10. Carpet Crawlers
  11. Keep It Dark
  12. It’s Gonna Get Better
  13. Follow You Follow Me
  14. In the Cage Medley
  15. Afterglow
  16. Drum Duet
  17. Los Endos
  18. Misunderstanding
  19. Turn It On Again (Medley)

Konzertfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1985 wurde ein Kaufvideo zur Tournee unter dem Namen Genesis Live: The Mama Tour veröffentlicht. Dieses erschien im November 2009 im Rahmen der Movie-Box auch erstmals digital überarbeitet als DVD. Diese Konzertaufzeichnung aus dem Februar 1984 enthält die folgenden Titel:

  1. Abacab
  2. That’s All
  3. Mama
  4. Illegal Alien
  5. Home by the Sea
  6. Second Home by the Sea
  7. Keep It Dark
  8. It’s Gonna Get Better
  9. In the Cage/Cinema Show/In That Quiet Earth/The Colony of Slippermen
  10. Afterglow
  11. Drum Duet
  12. Turn It On Again (with Medley)

Charts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Album:

  • 10/1983: Genesis (GB #1 (1 Woche), D #1 (1 Woche), US #9)

Singles:

  • 08/1983: Mama (GB #4, D #4, US #73)
  • 11/1983: That’s All (US #6, GB #16, D #27)
  • 01/1984: Illegal Alien (US #44, GB #46)
  • 06/1984: Taking It All Too Hard (US #50)

Preise und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grammy-Award-Nominierungen 1985:

  • Beste Darbietung eines Duos oder einer Gruppe mit Gesang (Genesis)
  • Beste Instrumentaldarbietung – Rock („Second Home By The Sea“)

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Produzenten: Genesis, Hugh Padgham
  • Soundtechniker: Hugh Padgham
  • Technischer Assistent: Geoff Callingham
  • Artwork: Bill Smith

Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen des Albums und der Singles in den US-Charts.

Album[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Chart Platzierung
1983 Pop Albums 9
1983 The Billboard 200 9

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Single Chart Platzierung
1983 It’s Gonna Get Better Mainstream Rock 16
1983 Just a Job to Do Mainstream Rock 10
1983 Mama Mainstream Rock 5
1983 Mama Pop Singles 73
1983 Mama The Billboard Hot 100 82
1983 That’s All The Billboard Hot 100 6
1984 Illegal Alien The Billboard Hot 100 44
1984 Taking It All Too Hard The Billboard Hot 100 50

Verkaufszahlen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land/Region Aus­zeich­nung Ver­käu­fe
DeutschlandDeutschland Deutschland (BVMI) Platinum record icon.svg Platin 500.000
FrankreichFrankreich Frankreich (SNEP) Platinum record icon.svg Platin 300.000
NeuseelandNeuseeland Neuseeland (RMNZ) Platinum record icon.svg Platin 15.000
NiederlandeNiederlande Niederlande (NVPI) Gold record icon.svg Gold 50.000
SchweizSchweiz Schweiz (IFPI) Double platinum record icon.svg 2× Platin 100.000
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten (RIAA) Quadruple platinum record icon.svg 4× Platin 4.000.000
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich (BPI) Double platinum record icon.svg 2× Platin 600.000
Insgesamt Gold record icon.svg 1× Gold
Platinum record icon.svg 11× Platin
5.565.000

Hauptartikel: Genesis (Band)/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. discogs.com: Genesis – Genesis
  2. S. Rosenberg: Genesis - "Genesis (Shapes)" Bei: genesis-fanclub.de abgerufen am 20. Juni 2014