Gennadi Michailowitsch Karponossow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gennadi Karponossow Eiskunstlauf
Gennadi Karponossow und Natalja Linitschuk als Trainer beim Cup of Russia 2010
Voller Name Gennadi Michailowitsch
Karponossow
Nation SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
Geburtstag 21. November 1950
Geburtsort Moskau
Größe 165 cm
Gewicht 52 kg
Karriere
Disziplin Eistanz
Partner/in Jelena Scharkowa,
Natalja Linitschuk
Verein Dynamo Moskau
Trainer Jelena Tschaikowskaja,
Tatjana Tarassowa
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
EM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 5 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 Lake Placid 1980 Eistanz
ISU Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften
0Bronze0 München 1974 Eistanz
0Bronze0 Tokio 1977 Eistanz
0Gold0 Ottawa 1978 Eistanz
0Gold0 Wien 1979 Eistanz
0Silber0 Dortmund 1980 Eistanz
ISU Eiskunstlauf-Europameisterschaften
0Bronze0 Zagreb 1974 Eistanz
0Bronze0 Kopenhagen 1975 Eistanz
0Bronze0 Genf 1976 Eistanz
0Bronze0 Helsinki 1977 Eistanz
0Silber0 Straßburg 1978 Eistanz
0Gold0 Zagreb 1979 Eistanz
0Gold0 Göteborg 1980 Eistanz
0Bronze0 Innsbruck 1981 Eistanz
 

Gennadi Michailowitsch Karponossow (russisch Геннадий Михайлович Карпоносов; * 21. November 1950 in Moskau) ist ein ehemaliger russischer Eiskunstläufer, der im Eistanz für die Sowjetunion startete.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gennadi Karponossow trat zunächst mit Jelena Scharkowa an. Sie gehörten zu den ersten Schülern von Tatjana Tarassowa. Ihre besten Platzierungen waren bei Weltmeisterschaften der jeweils achte Rang, den sie von 1970 bis 1972 erreichten und bei Europameisterschaften der jeweils sechste Rang, den sie von 1970 bis 1972 belegten.

Seine größten Erfolge feierte Karponossow als Partner von Natalja Linitschuk. Trainiert wurden sie von Jelena Tschaikowskaja. Im Zeitraum von 1974 bis 1981 nahmen sie an allen Europameisterschaften teil und erreichten stets das Podium. 1979 in Zagreb und 1980 in Göteborg wurden sie Europameister, 1978 Vize-Europameister und 1974, 1975, 1976, 1977 und 1981 gewannen sie die Bronzemedaille. An Weltmeisterschaften nahmen sie von 1974 bis 1980 teil. 1978 in Ottawa und 1979 in Wien wurden sie Weltmeister. 1980 errangen sie Silber und 1974 und 1977 Bronze. Linitschuk und Karponossow bestritten zwei Olympische Spiele. 1976 in Innsbruck, bei den ersten Olympischen Spielen mit Eistanz im Programm, belegten sie den vierten Platz und 1980 in Lake Placid wurden sie Olympiasieger und traten damit die olympische Nachfolge ihrer Landleute Ljudmila Pachomowa und Alexander Gorschkow an.

1981 beendeten Natalja Linitschuk und Gennadi Karponossow ihre Karriere als aktive Eiskunstläufer. Am 31. Juli 1981 heirateten sie. Karponossow studierte am Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen in Moskau.

Gennadi Karponossow (links) mit Natalja Linitschuk (rechts), dazwischen ihre Schüler Oksana Domnina und Maxim Schabalin, 2008

Das Ehepaar lebte zunächst weiter in Moskau. Karponossow und Linitschuk wurden zusammen erfolgreiche Eistanztrainer. Später gingen sie in die USA, erst nach Delaware und dann nach Pennsylvania. Sie trainierten unter anderem Oksana Grischtschuk / Jewgeni Platow, Anschelika Krylowa / Oleg Owsjannikow, Irina Lobatschewa / Ilja Awerbuch, Oksana Domnina / Maxim Schabalin (alle Russland), Galit Chait / Sergei Sachnowski und Natalja Gudina / Alexei Beletski (alle Israel), Albena Denkowa / Maxim Stawiski (Bulgarien) sowie die US-Amerikaner Tanith Belbin / Benjamin Agosto.

Im Jahr 2001 wurde Karponossow in die jüdische Hall of Fame des Sports aufgenommen.

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eistanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(mit Jelena Scharkowa)

Wettbewerb / Jahr 1969 1970 1971 1972
Weltmeisterschaften 8. 8. 8.
Europameisterschaften 11. 6. 6. 6.
Sowjetische Meisterschaften 3. 3. 3. 2.

(mit Natalja Linitschuk)

Wettbewerb / Jahr 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981
Olympische Winterspiele 4. 1.
Weltmeisterschaften 3. 4. 5. 3. 1. 1. 2.
Europameisterschaften 3. 3. 3. 3. 2. 1. 1. 3.
Sowjetische Meisterschaften 2. 1. 2. 1. 1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]